PNE Wind Anleihe 2018(2023)

Zinsen auf dem Nullpunkt – was können Anleger tun?


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Nachricht vom 06.01.2017 06.01.2017 (www.4investors.de) - Die Renditen für Zinseinlagen wie Sparbücher, Festgeld oder Tagesgeld befinden sich aktuell auf einem äußerst niedrigen Niveau. So sind Zinssätze nahe dem Nullpunkt gerade auf Sparbüchern keine Seltenheit. Trotzdem stellen Zinseinlagen und Bargeld auf Konten nach wie vor die größten Posten im Vermögen der Deutschen dar. Laut einem Bericht auf finanzen100.de liegt ihr Anteil bei über 2 Billionen Euro. Doch wie sieht die Lage im Einzelnen aus und welche Alternativen stehen Anlegern zur Verfügung?

In punkto Geldanlage ist Deutschland ein echter Einzelfall. Während die Anleger in anderen Staaten deutlich stärker auf Aktien und Fonds setzen, dominieren hierzulande nach wie vor klassische Sparprodukte. Durch die EZB-Politik der Niedrigzinsen werfen solche Anlagemöglichkeiten heute jedoch kaum noch Zinsen ab. Doch welche Alternativen bleiben Anlegern, die das Risiko scheuen und trotzdem Geld anlegen möchten?

Warum befinden sich die Zinsen auf einem so niedrigen Niveau?


Ein genauerer Blick auf die Zinssätze für Tagesgeld oder Sparbücher zeichnet ein sehr tristes Bild. Während es im Tagesgeldbereich durchaus Lockangebote für Neukunden mit zeitlich begrenzter Zinsgarantie und Zinssätzen von 1-1,1% pro Jahr gibt, sieht es bei den Sparbüchern deutlich schlechter aus: Zinssätze von 0,01% sind hier keine Seltenheit. Doch woran liegt diese Zinsmisere eigentlich?

Die Zinspolitik der EZB – die Abschaffung der Sparzinsen?


Am 10. März 2016 wurde der Leitzins in der Eurozone quasi abgeschafft. Zu diesem Datum hat die EZB den Hauptrefinanzierungssatz von 0,05% auf 0% gesenkt. Wenn Banken also frisches Kapital für die Kreditvergabe oder andere Bankgeschäfte benötigen, können sie sich dieses zinsfrei von der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen. Dies hat zwei weitreichende Folgen:

  • Die Banken sehen keine Notwendigkeit, Zinseinlagen von Privatanlegern einzuwerben.
  • Die Zinssätze für Einlagen auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten und Festgeldkonten sinken deutlich.

Darüber hinaus hat die EZB zudem den Strafzins auf die Einlagen der Banken bei der EZB erhöht. Diese sogenannte Einlagefazilität funktioniert wie ein Sparzins für Banken und liegt aktuell bei – 0,4%. Der einzige Unterschied zur Situation von Privatanlegern liegt darin, dass diese davor kaum fliehen können. Ein Vergleich zwischen dem Bankguthaben einer Privatperson und dem einer Bank erläutert diesen Zusammenhang:


PrivatpersonBank
Guthaben10.000 Euro100.000.000 Euro
Verzinsung auf Konto-0,4%-0,4%
Möglicher jährlicher Verlust40 Euro400.000 Euro
AlternativeBargeld abheben, andere Bank suchenBargeldbestände in Tresoren lagern, Geld an andere Banken verleihen
SchwierigkeitSicherheit des BargeldsSicherheit des Bargelds, hohe Kosten für die Absicherung, nur wenig Kontrolle über das „Guthaben“


Banken und Privatpersonen stehen zunächst vor dem gleichen Problem, wenn auf Geldeinlagen plötzlich negative Zinsen erhoben werden. Doch Banken haben kaum Alternativen:

  • Mengenproblem: Banken haben deutlich höhere Guthabenstände als Privatpersonen und können diese nur unter großem Kostenaufwand als Bargeldbestände lagern. Da das Geld oft nicht der Bank gehört, müsste sie dieses in besonders gesicherten Tresoren lagern.
  • Kontrollproblem: Bankkunden können auf ihren Konten im Normalfall unbegrenzt hohe Guthaben aufweisen. Somit hat die Bank nur sehr begrenzte Kontrollmöglichkeiten über die Höhe ihrer Guthaben.

Diese beiden Effekte begünstigen weitere Gegenmaßnahmen der Banken:

  • Weitere Zinssenkungen auf Zinseinlagen, um das eigene Guthaben möglichst gering zu halten.
  • Gebühren für Girokonten und eigene Minuszinsen.

Alternativen für Anleger – was ist möglich?


Natürlich stellt sich angesichts der aktuellen Zinsentwicklung die Frage, welche Alternativen den Anlegern offenstehen. Hierbei stehen unterschiedliche Optionen offen.

  • Besonders attraktive Zinsangebote suchen
    Wer trotz des niedrigen Zinsniveaus bei Zinseinlagen bleiben möchte, sollte sich statt auf Sparbücher eher auf Tagesgeld und Festgeld konzentrieren. Hier liegen auf jeden Fall bessere Renditemöglichkeiten. Gerade die Neukundenangebote im Tagesgeldbereich können sich mitunter sehen lassen, sind jedoch auch zeitlich begrenzt. Bei attraktiven Festgeldkonten dominieren hingegen Banken die ihren Firmensitz außerhalb von Deutschland haben. Hier sollten Anleger vor allem die Höhe der Einlagensicherung genau prüfen, um am Ende kein zu hohes Risiko einzugehen.
  • Mit Fonds in den Aktienmarkt einsteigen
    Der Handel mit Aktien kann auf den ersten Blick kompliziert und riskant wirken. Doch gerade langfristig betrachtet liegt die Rendite deutlich höher als bei Spareinlagen. Laut finanztip.de hat der Weltaktienindex MSCI World in den letzten 44 Jahren ca. 6,7% Rendite pro Jahr erwirtschaftet.

    Trotzdem birgt ein Aktieninvestment Risiken:
    • Volatilität: Aktienkurse unterliegen kurzfristigen Schwankungen, die sich gerade innerhalb von Zeiträumen wie 1-3 Jahren sehr negativ auf das Investment auswirken können.
    • Totalverlustrisiko: Sollte das jeweilige Unternehmen Insolvenz anmelden, erhalten Aktionäre in der Regel keine Kompensation für ihre Investitionen.

Beide Risiken lassen sich jedoch abmildern, indem Anleger auf verschiedene Aktienwerte oder sogar Aktienfonds setzen. Darüber hinaus ist eine langfristige Anlageperspektive von 15-20 Jahren durchaus empfehlenswert, um Kursschwankungen ausgleichen zu können. Ist es zudem absehbar, dass das Kapital in einigen Jahren benötigt wird, lohnt sich eine Umschichtung in Rentenfonds, um kurzfristigen Schwankungen auszuweichen.

Tipp: Ein Fondssparplan mit regelmäßigen Einzahlungen hilft zudem ebenfalls, Kursschwankungen abzumildern. Da immer die gleiche Summe investiert wird, kaufen Anleger bei hohen Kursen weniger Anteile und bei niedrigen entsprechend mehr. Der sogenannte Durchschnittskosteneffekt glättet also die Ausschläge.

Gold als Anlagealternative – sinnvoll oder nicht?


Ein Investment in Gold bietet sowohl Vor- als auch Nachteile:


VorteileNachteile
  • Gold hat einen materiellen Wert in sich und büßt im Gegensatz zu einer Währung niemals seinen gesamten Wert ein.
  • Die Goldreserven sind weltweit nicht unendlich, was den Wert stützt.
  • Gold erwirtschaftet nur durch eine Preiserhöhung Renditen.
  • Die Lagerung kann mitunter kostspielig werden.
  • Der Goldpreis ist mitunter stärkeren Schwankungen unterworfen als die Kurse von Aktien.


Aufgrund der oben genannten Vor- und Nachteile ergibt sich der Schluss, dass Anleger niemals ausschließlich auf Gold setzen können. Als Ergänzung im Anlageportfolio kann ein kleiner Anteil Gold jedoch als eine „Versicherung“ vor einem Währungscrash dienen.

Fazit


Auch wenn die Renditen für Zinseinlagen sich auf einem sehr niedrigen Stand befinden, bieten sich auch in der aktuellen Marktlage Chancen für Anleger. Wer dabei zumindest einen Teil seines Vermögens auch weiterhin sicher anlegen möchte, sollte im Festgeld- und Tagesgeldbereich Angebote vergleichen und die interessantesten Konditionen ermitteln. Darüber hinaus kann ein Aktieninvestment mit der richtigen Weitsicht eine deutlich höhere Rendite bei überschaubarem Risiko bringen.

Dieser Text ist eine Kolumne von Daniel Franke. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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