National-Bank: Die Wirtschaftsweisen stellen ihre Frühjahrsprognose vor


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Nachricht vom 23.03.2016 23.03.2016 (www.4investors.de) - Die Stimmungsindikatoren aus dem verarbeitenden und dem Dienstleistungsgewerbe aus verschiedenen Ländern des Euroraums fielen überraschend gut aus. Gemäß der vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindizes konnte vor allem der Dienstleistungssektor überzeugen. Die deutschen Unternehmen schauen ebenfalls wieder optimistischer in die Zukunft. Der Ifo-Geschäftsklimaindikator legte noch etwas stärker zu, als es im Durchschnitt geschätzt worden war. Die deutschen Unternehmer lassen sich von den schwierigen Rahmenbedingungen nicht beeindrucken. Möglicherweise spüren sie ja auch bereits eine stärkere Nachfrage aus anderen Teilen der Welt. Der nach wie vor vergleichsweise schwache Euro dürfte ihnen dabei nicht ungelegen kommen. Damit sollte das Wirtschaftswachstum im Euroraum zumindest für die kommenden sechs Monate gut abgesichert sein. Vor diesem Hintergrund ist es von Interesse, wie das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen ausfallen wird, das heute vorgestellt wird. Eine leichte Reduzierung des erwarteten Wirtschaftswachstums für das laufende Jahr ist wahrscheinlich. Viel wichtiger ist es jedoch, wie sie die Perspektiven für 2017 ff. einschätzen und ob sie sich zur Wirksamkeit der Geldpolitik der EZB äußern werden.

Gestern haben sich auch zwei US-amerikanische Notenbanker zu Wort gemeldet. Beide malten ein vergleichsweise optimistisches Bild von der US-amerikanischen Wirtschaftsentwicklung. Sie gehen von zwei bzw. drei weiteren Leitzinsanhebungen in den USA noch in diesem Jahr aus, wobei die konkreten Termine abhängig von der Entwicklung der Konjunkturdaten seien. Danach scheint sich die Fed von ihrem Zinserhöhungszyklus nicht verabschiedet zu haben, wie es die Marktteilnehmer zwischenzeitlich geglaubt haben. Das entscheidende Problem bei den Aussagen der US-Notenbanker gestern und vorgestern ist jedoch ihr fehlen-des Stimmrecht im FOMC. Daher haben ihre Einschätzungen keinen direkten Einfluss auf die US-Geldpolitik, sondern nur einen indirekten bspw. über den dot plot oder das öffentliche Eintreten für weitere Straffungen der Geldpolitik.

Die Aussagen der Notenbanker dürften neben der Präsentation des Frühjahrsgutachtens die wichtigsten Impulsgeber sein. Von den deutschen Vertretern werden, sofern sie sich zur Geldpolitik äußern, die bekannten kritischen bzw. ablehnenden Töne zur Geldpolitik der EZB zu erwarten sein. Doch ist ihre Position im EZB-Rat nicht konsensfähig. Das zeigen die Aussagen anderer Vertreter der EZB aus den letzten Tagen. An Konjunkturdaten ist lediglich die Zahl der Verkäufer neuer US-Immobilien zu beachten. Großen Einfluss auf das Marktgeschehen wird davon jedoch nicht ausgehen.

Der Bund Future dürfte den Tag etwas schwächer beginnen und sich im Tagesverlauf zwischen 161,80 und 163,10 bewegen. Am Vormittag dürfte sich die Emission der 2046er Bund als Belastungsfaktor erweisen. Eine Unterdeckung bei der Emission ist wahrscheinlich. Portugal dürfte für seine beiden Emissionen etwas mehr Rendite bieten müssen, denn die dortige Regierung muss weiterhin an ihrer Glaubwürdigkeit hinsichtlich der Umsetzung des Prozesses der Haushaltskonsolidierung arbeiten. Die Rendite 10jähriger US-Treasuries sollte zwischen 1,86 und 2,00% schwanken.


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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