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DGAP-Adhoc: Die Deutsche Bank legt Pläne für umfangreiche strategische Transformation und Restrukturierung vor

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

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07.07.2019 (www.4investors.de - in Kooperation mit DGAP - EQS Group):


DGAP-Ad-hoc: Deutsche Bank AG / Schlagwort(e): Strategische Unternehmensentscheidung

Die Deutsche Bank legt Pläne für umfangreiche strategische Transformation und Restrukturierung vor
07.07.2019 / 16:29 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Die Deutsche Bank legt Pläne für umfangreiche strategische Transformation und Restrukturierung vor
Frankfurt am Main, 7. Juli 2019 - Der Vorstand der Deutschen Bank gibt eine Reihe von Maßnahmen bekannt, um die Bank umzubauen. Sie sind Teil der laufenden Anstrengungen, die Profitabilität der Bank zu stärken und die Rendite für die Aktionäre zu verbessern. Zu diesen Maßnahmen gehören:
 Rückzug aus dem weltweiten Aktiengeschäft und erhebliche Verringerung der risikogewichteten Aktiva in der Unternehmens- und Investmentbank
Die Deutsche Bank wird sich aus dem Aktienhandelsgeschäft zurückziehen, wobei ein fokussiertes Aktienemissionsgeschäft (Equity Capital Markets) fortgeführt wird. Darüber hinaus plant die Bank, ihr Handelsgeschäft, insbesondere den Handel mit Zinsprodukten (Rates), anzupassen und den Abbau ihres Portfolios an nichtstrategischen Aktiva zu beschleunigen. In der Summe wird die Deutsche Bank durch diese Maßnahmen die risikogewichteten Aktiva, welche diesen Bereichen zugeordnet sind, um etwa 40 Prozent reduzieren.
Die Bank wird eine neue Abbaueinheit (Capital Release Unit) gründen, um die Bilanzpositionen effizient abzuwickeln, die aus den Geschäftsfeldern stammen, die aufgegeben oder verkleinert werden. Diese Positionen umfassen 74 Milliarden Euro an risikogewichteten Aktiva und eine Gesamtverschuldung (Leverage Exposure) von 288 Milliarden Euro (gemessen am Wert zum 31. Dezember 2018).
Diese Maßnahmen sollen es der Deutschen Bank ermöglichen, sich auf die Kerngeschäfte zu konzentrieren, in denen sie eine starke Marktposition hat, und dort zu investieren. Das gilt für das Geschäft mit Unternehmenskunden, das Finanzierungsgeschäft, das Geschäft mit Fremdwährungen, das Beratungs- und Emissionsgeschäft, das Privatkundengeschäft sowie das Asset Management.
 Umfangreicher Umbau der Geschäfts- und Infrastrukturbereiche
Die Deutsche Bank wird ein Kostensenkungsprogramm umsetzen, das ihre bereinigten Kosten auf 17 Milliarden Euro im Jahr 2022 senken soll. Sie strebt im selben Jahr ein Aufwands-Ertrags-Verhältnis von 70 Prozent an.
Im Zusammenhang mit der Restrukturierung rechnet die Deutsche Bank mit Belastungen in Höhe von rund 3 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2019, wovon sich rund 200 Millionen Euro auf die harte Kernkapitalquote (CET1) auswirken. In diesen Kosten enthalten sind eine Abschreibung von Steuerforderungen aus latenten Steuern in Höhe von etwa 2 Milliarden Euro und Wertminderungen von etwa 900 Millionen Euro. Weitere Restrukturierungsaufwendungen werden im zweiten Halbjahr 2019 sowie in den Folgejahren erwartet. In der Summe rechnet die Deutsche Bank mit Belastungen von insgesamt 7,4 Milliarden Euro bis Ende 2022.
 Transformation mit vorhandenen Ressourcen finanzieren
Der Vorstand der Deutschen Bank plant, die Transformation mit den vorhandenen Ressourcen zu finanzieren und kein neues Kapital aufzunehmen. Das spiegelt die derzeitige starke Kapitalposition der Bank ebenso wider wie die Überzeugung des Vorstands, dass die abzubauenden Aktiva hochwertig und nur mit geringen Risiken behaftet sind. Im Zusammenhang mit diesen Entscheidungen beabsichtigt der Vorstand, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 keine Dividende auf die Aktien der Bank vorzuschlagen. Die Bank erwartet, dass sie während des gesamten Transformationsprozesses ausreichend ausschüttungsfähige Posten hat, um Kuponzahlungen auf die Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1) zu leisten.
 Überarbeitete Kapital- und Verschuldungsziele
Der Vorstand ist der Auffassung, dass die künftige Geschäftsausrichtung mit niedrigeren Eigenkapitalanforderungen einhergeht. Nach Beratungen mit den Aufsichtsbehörden plant der Vorstand künftig mit einer harten Kernkapitalquote (CET 1) von mindestens 12,5 Prozent. Als Ergebnis des deutlichen Abbaus der Bilanzsumme strebt die Bank eine Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung der Regulierung) von 4,5 Prozent bis Ende 2020 an, die sich bis 2022 auf etwa 5 Prozent verbessern soll.
 Vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal 2019
Einschließlich der Belastungen durch die oben dargestellte Restrukturierung rechnet die Deutsche Bank für das zweite Quartal 2019 mit einem Verlust von etwa 500 Millionen Euro vor Steuern und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern. Bereinigt um diese Belastungen erwartet die Bank für das zweite Quartal einen Gewinn vor Steuern in Höhe von rund 400 Millionen Euro und nach Steuern von 120 Millionen Euro. Dabei rechnet sie mit Erträgen von 6,2 Milliarden Euro und zinsunabhängigen Aufwendungen von 5,6 Milliarden Euro sowie bereinigten Kosten von 5,35 Milliarden Euro.
Die Bank plant, ihre Ergebnisse für das zweite Quartal am 24. Juli 2019 zu veröffentlichen.
 
Hinweis: Zahlen zu einzelnen Geschäftsbereichen in diesem Dokument, die den pro-forma-Effekt der Neusegmentierung zeigen, sind nicht testiert, vorläufig und können sich ändern.
 
 
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