DGAP-Adhoc: Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018 nach oben eingegrenzt

Nachricht vom 11.07.2018 (www.4investors.de) -


DGAP-Ad-hoc: Gerresheimer AG / Schlagwort(e): Fusionen & Übernahmen

Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018 nach oben eingegrenzt
11.07.2018 / 20:17 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Gerresheimer übernimmt Sensile Medical / Erwartet unabhängig hiervon wegen zwei neuer Großaufträge mittelfristig erhöhtes Wachstum und verbesserte Profitabilität bei zunächst höherem Capex / Organische Umsatzprognose 2018 nach oben eingegrenzt

Düsseldorf, 11. Juli 2018 - Gerresheimer erweitert sein Geschäftsmodell mit der Übernahme der Sensile Medical AG, Schweiz ("Sensile Medical") aufgrund eines heute unterzeichneten Aktienkaufvertrages in Richtung Original Equipment Manufacturer (OEM) für Drug Delivery Plattformen mit digitalen und elektronischen Fähigkeiten für Pharma- und Biopharmakunden. Sensile Medical entwickelt innovative Drug Delivery Produkte und Plattformen zur Verabreichung von Medikamenten, einschließlich digitaler Vernetzung. Sensile Medical arbeitet bereits sehr erfolgreich mit Kunden an der Entwicklung von Devices für Diabetiker und Patienten mit Herzerkrankungen. Der Kaufpreis wird in Abhängigkeit von dem Erreichen vertraglich definierter Meilensteine maximal EUR 350 Mio. betragen. Die Anfangszahlung beträgt EUR 175 Mio.

Unabhängig davon konnte Gerresheimer zwei große neue Aufträge gewinnen, einen zur Herstellung von Inhalatoren und einen für vorfüllbare Spritzen für einen großen Heparinhersteller. Andererseits verliert Gerresheimer einen deutlich kleineren Auftrag im Inhalationsbereich mit nachfolgenden Restrukturierungsaufwendungen für das Werk in Küssnacht (Schweiz), das bis Ende 2019 geschlossen werden soll.

Ohne Sensile Medical ergeben sich daraus folgende Änderungen in der Planung der Investitionen, Profitabilität und Umsatzerlöse: Für die Jahre 2019 und 2020 werden höhere Investitionen von voraussichtlich zusätzlichen 2 Prozentpunkten bis maximal 4 Prozentpunkten der währungsbereinigten Umsatzerlöse angesetzt, die unter anderem zur Kapazitätserweiterung des Werks in Horsovsky Tyn (Tschechische Republik) sowie für weitere Automatisierungen und für ein neues Werk in Osteuropa genutzt werden sollen. Gleichzeitig erwartet Gerresheimer, dass dies ebenfalls in den Jahren 2019 und 2020 zu Belastungen der Adjusted EBITDA-Marge von ca. 1 Prozentpunkt führen wird (verglichen mit dem Wert des Geschäftsjahres 2017), und zwar wegen der niedrigmargigen Umsatzerlöse im Engineering- und Werkzeuggeschäft aus den gewonnenen neuen Großaufträgen sowie der erhöhten Aufwendungen für Verlagerung, Mitarbeitertrainings und das An- und Hochfahren der Produktion.

Für die Jahre 2021 und 2022 erwartet Gerresheimer ebenfalls ohne Berücksichtigung von Sensile Medical, dass dann einerseits die Umsatzerlöse über das übliche Wachstum hinaus genauso wie die Adjusted EBITDA-Marge um 2 Prozentpunkte steigen und andererseits das Investitionsvolumen wieder auf rund 8 Prozent zurückgehen wird.

Im Anschluss an die am 22.02.2018 gegebene Prognose erwartet Gerresheimer ohne Berücksichtigung von Sensile Medical für das laufende Jahr ein starkes zweites Halbjahr und präzisiert die Prognose für die währungsbereinigten Umsatzerlöse folglich am oberen Ende auf EUR 1,38 Mrd. bis EUR 1,4 Mrd.

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