DGAP-Adhoc: Deutsche Bank kündigt Maßnahmen zur Neuausrichtung ihrer Unternehmens- und Investmentbank und weitere Kosteninitiativen an

Nachricht vom 26.04.201826.04.2018 (www.4investors.de) -


DGAP-Ad-hoc: Deutsche Bank AG / Schlagwort(e): Strategische Unternehmensentscheidung

Deutsche Bank kündigt Maßnahmen zur Neuausrichtung ihrer Unternehmens- und Investmentbank und weitere Kosteninitiativen an
26.04.2018 / 07:16 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Der Vorstand der Deutschen Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) hat strategische Anpassungen in der Unternehmens- und Investmentbank beschlossen. Die Bank will sich konsequenter auf stabilere Ertragsquellen konzentrieren und die Geschäftsfelder stärken, die für europäische und multinationale Kunden besonders relevant sind. Um die Ressourcen besser zu verteilen sowie Kapital und Bilanz effizienter zu nutzen, wird die Bank andere Bereiche zurückfahren, in denen der Vorstand im veränderten Marktumfeld keine nachhaltigen Wettbewerbsvorteile mehr sieht.
Konkret hat der Vorstand drei Maßnahmen beschlossen:
Im Beratungs- und Finanzierungsgeschäft (Corporate Finance) konzentriert sich die Deutsche Bank künftig auf die Branchen und Segmente mit Bezug zu ihren europäischen Kunden sowie auf Emissions- und Finanzierungsgeschäfte, in denen sie zu den Marktführern gehört. In den USA und in Asien wird sie ihr Geschäft in den Sektoren reduzieren, die kaum grenzüberschreitend aktiv sind. Eine weltweite Expertise bietet die Bank weiterhin für Unternehmen, Finanzinstitute und Finanzinvestoren, die für die Wirtschaft in Deutschland und Europa besonders relevant sind.
Das Zinsgeschäft in den USA wird deutlich verkleinert, um die Bilanz der Bank, die Verschuldungsposition und die Repo-Finanzierung zu reduzieren. Aufrechterhalten bleibt das europäische Geschäft, das größer und für die Kunden bedeutender ist und so bessere Ergebnisse erzielt.
Das weltweite Aktiengeschäft wird der Vorstand genau prüfen. Auch hier dürfte das Geschäft in bestimmten Bereichen zurückgefahren werden. Unter anderem will die Bank das Bilanzvolumen im Geschäft mit Hedgefonds (Prime Finance) reduzieren, indem sie den Schwerpunkt auf die wichtigsten Kunden legt und ihre Ressourcen darauf konzentriert.

Die Bank beabsichtigt, die Kosten in der Unternehmens- und Investmentbank sowie den angeschlossenen Infrastrukturfunktionen deutlich zu senken.
Der Vorstand bekräftigt, dass die bereinigten Kosten im Jahr 2018 nicht über 23 Milliarden Euro liegen sollen. Um das angestrebte Kostenniveau zu erreichen oder möglicherweise zu unterbieten, sind zusätzliche Maßnahmen zur Kostensenkung geplant. Dazu gehören die folgenden Initiativen:
Die Zahl der Mitarbeiter soll im Lauf des Jahres 2018 sinken, insbesondere durch die Anpassungen in der Unternehmens- und Investmentbank und den angeschlossenen Infrastrukturfunktionen.
Die Führungsstrukturen sollen auf allen Ebenen schlanker werden.
Die Ausgaben für externe Dienstleister und für Gebäude sollen weltweit sinken.
Die internen Kontrollsysteme sollen effizienter werden.

 
 
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