DGAP-News: KHD Humboldt Wedag International AG: Zwischenmitteilung zum 13. Mai 2016

Nachricht vom 13.05.2016 (www.4investors.de) -


DGAP-News: KHD Humboldt Wedag International AG / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung

KHD Humboldt Wedag International AG: Zwischenmitteilung zum 13. Mai 2016
13.05.2016 / 10:00


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
KHD Humboldt WedagInternational AG, Köln
Zwischenmitteilung zum 13. Mai 2016 entsprechend § 51a BörsO (Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse)
/
ISIN: DE0006578008WKN: 657800Börsenkürzel: KWGwww.khd.com
Zusammenfassung erstes Quartal 2016
- Weiterhin bestehende Zurückhaltung der Kunden bei der Auftragsvergabe
- Umsatzrückgang um 31,4 % gegenüber erstem Quartal des Vorjahres auf EUR 34,8 Mio.
- EBIT in Höhe von EUR -8,0 Mio. aufgrund von geringem Umsatzvolumen, Mehrkosten in einzelnen Projekten und Unterauslastung vorhandener Kapazitäten
- Prognoseanpassung für relevante Steuerungsgrößen für das Geschäftsjahr 2016
Kennzahlen im Überblick
in EUR Mio.
01.01. - 31.03.2016

01.01. - 31.03.2015

Auftragseingang
-1,1
 
58,3
 
Umsatz
34,8
 
50,7
 
Bereinigtes Bruttoergebnis vom Umsatz
2,6
 
4,8
 
Bereinigtes Bruttoergebnis vom Umsatz in %
7,5
 
9,5
 
EBIT
-8,0
 
-5,5
 
EBIT-Marge (in %)
-23,0
 
-10,8
 
EBT
-6,2
 
-3,0
 
Periodenergebnis
-6,5
 
-4,2
 
Ergebnis je Aktie (in EUR)
-0,13
 
-0,08
 
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
-14,7
*
-12,3
*
Cashflow aus Investitionstätigkeit
1,2
*
1,3
*
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
0,0
 
0,0
 
in EUR Mio.
31.03.2016

31.12.2015

Eigenkapital
195,6
 
203,4
 
Eigenkapitalquote (in %)
51,5
 
51,8
 
Liquide Mittel und Intercompany Darlehen **
197,6
 
212,7
 
Net Working Capital
32,1
 
25,1
 
Auftragsbestand
148,0
 
183,8
 
Mitarbeiter
744
 
735
 
* Der Ausweis der erhaltenen Zinsen erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2015 im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bzw. im Cashflow aus Investitionstätigkeit.
** Intercompany Darlehen in Höhe von EUR 100 Mio., davon EUR 50 Mio. Darlehen mit der Möglichkeit einer kurzfristigen Fälligstellung innerhalb von 30 Tagen.
Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Leitung des KHD Konzerns
Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde Herr Tao Xing zum weiteren Vorstand der KHD Humboldt Wedag International AG (im Folgenden auch "KHD" oder "Konzern") bestellt. Herr Tao Xing wird sich mit seiner langjährigen Erfahrung in der Zementindustrie schwerpunktmäßig um die Verbesserung und den Ausbau der KHD Geschäftsaktivitäten in China, Asia-Pacific und Amerika kümmern. Von Juni bis Ende Dezember 2015 gehörte Herr Tao Xing dem Aufsichtsrat der KHD an.
Am 11. März 2016 hat Herr Johan Cnossen sein Amt als Vorstandsvorsitzender (CEO) und Mitglied des Vorstands mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das Vorstandesteam hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Zuständigkeiten nach dem Rücktritt des bisherigen CEO für einen Übergangszeitraum neu organisiert. Dabei übernimmt der Finanzvorstand (CFO), Herr Jürgen Luckas, die Rolle des Vorstandssprechers.
Marktumfeld
Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt ein weltweites Wachstum von 3,4 % (Vorjahr: 3,1 %) voraus. In den Schwellenländern wird mit einem Wachstum von nur 4,0 % die niedrigste Zunahme seit 2008 erwartet. Für die entwickelten Industrieländer wird ein Anstieg um 2,1 % (Vorjahr: 1,9 %) prognostiziert.
Gemäß dem CW Group sank der weltweite Zementverbrauch um 1,7 % in 2015, was vor allem durch die wirtschaftliche Abschwächung in China, die geopolitische Unruhe sowie die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise begründet ist. Der weltweite Zementverbrauch wird auch in 2016 um 1,2 % schrumpfen. Der Zementverbrauch außerhalb Chinas wird jedoch im Jahr 2016 voraussichtlich um 4,2 % wachsen. Die Märkte der KHD zeigen in Bezug auf den erwarteten Zementverbrauch unterschiedliche Tendenzen:
- Obwohl in Indien die Regierung insgesamt ein Wachstum von 7,5 % erwartet, schreiten die Infrastrukturprojekte nicht so schnell voran wie erhofft. Gleichwohl sind 10.000 Kilometer an Autobahntrassen in der Diskussion und es wird erwartet, dass der Zementverbrauch im Jahr 2016 um 6,0 % wächst.
- Russland bleibt weiterhin von den Sanktionen sowie dem niedrigen Ölpreis betroffen. Die Bautätigkeit sank um 7,5 % im Jahr 2015 und es wird für 2016 ein nochmaliger Rückgang erwartet. Dies wird zu einem prognostizierten Rückgang des Zementverbrauchs von 5,0 % führen.
- Das langsamere Wachstum in der Türkei wird voraussichtlich einen Rückgang des Zementverbrauchs von 1,0 % im Jahr 2016 zur Folge haben.
- In den USA sind im Jahr 2015 die Produktionskapazitäten für Zement nicht gewachsen und für 2016 werden nur 1,5 Millionen Tonnen zusätzliche Kapazitäten erwartet. Investitionen in den Wohnungsbau werden im Jahr 2016 voraussichtlich um 16 % zunehmen. Auch niedrigere Energiepreise unterstützen Investitionen, sodass insgesamt ein Anstieg des Zementverbrauchs von 5,0 % für das Jahr 2016 erwartet wird - zusätzlich zu dem Wachstum von 3,3 % im Jahr 2015.
Geschäftsentwicklung
Im ersten Quartal 2016 belief sich der Auftragseingang auf EUR -1,1 Mio. Der negative Auftragseingang ist Folge des sehr geringen Neugeschäfts (EUR 12,8 Mio.) verbunden mit Auftragsstornierungen und -minderungen (EUR -9,1 Mio.) sowie Wechselkurseffekten im Auftragsbestand. Diese Veränderungen des Auftragsbestands werden über den Auftragseingang fortlaufend angepasst. Der bereinigte Auftragseingang (EUR 12,8 Mio.) liegt deutlich unter dem Niveau des ersten Quartals des Vorjahres sowie dem für das erste Quartal 2016 budgetierten Auftragseingang. Ursächlich für diesen enttäuschenden Start in das Geschäftsjahr 2016 sind vor allem erneute Verzögerungen bei der Vergabe von Aufträgen durch unsere Kunden.
Im Geschäftsbereich Capex konnten im ersten Quartal 2016 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 47,5 Mio.) gewonnen werden. Der Auftragseingang im Ersatzteil- und Servicegeschäft (Segment Plant Services) belief sich auf EUR 9,1 Mio. und liegt damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert von EUR 10,9 Mio., jedoch nur leicht unter dem geplanten Auftragseingang.
Infolge des unbefriedigenden Auftragseingangs hat sich der Auftragsbestand zum 31. März 2016 gegenüber dem Wert vom 31. Dezember 2015 deutlich um EUR 35,8 Mio. auf EUR 148,0 Mio. reduziert. Der derzeitige Auftragsbestand ist für die Vollauslastung der vorgehaltenen Kapazitäten nicht ausreichend. Trotz einer im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs erwarteten deutlichen Verbesserung des Auftragseingangs wird derzeit sorgfältig evaluiert, inwieweit bei einzelnen Gesellschaften des KHD Konzerns Kapazitätsanpassungen notwendig sind.

Ertragslage Konzern
Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr (EUR 50,7 Mio.) um 31,4 % auf EUR 34,8 Mio. Bedeutende Umsatzbeiträge leisteten vor allem Projekte in Indien, Nordamerika und Russland. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im ersten Quartal 2016 bei EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.). In den Herstellungskosten sind EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) Leerkosten infolge der nicht vollständigen Auslastung der vorhandenen Kapazitäten enthalten. Da diese Kosten nicht direkt in Zusammenhang mit der Erzielung der Umsatzerlöse stehen, wurden sie bei der Ermittlung des bereinigten Bruttoergebnisses korrigiert. Das bereinigte Bruttoergebnis von Umsatz belief sich im ersten Quartal 2016 auf EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.). Die bereinigte Bruttoergebnismarge sank um 2 Prozentpunkte auf 7,5 %. Die bereinigte Bruttoergebnismarge verblieb damit auf einem unbefriedigenden Niveau und ist nach wie vor belastet durch Effekte aus der Abarbeitung von Aufträgen, die in Vorjahren bei hartem Wettbewerb unter hohem Margendruck gewonnen wurden. Zudem führten besondere Herausforderungen in der Auftragsbearbeitung zu Mehrkosten in der Abwicklung einzelner Großprojekte.
Die Vertriebsaufwendungen stiegen gegenüber den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015 um 6,5 % von EUR 2,5 Mio. auf EUR 2,7 Mio. Trotz des schwierigen Marktumfeldes investierte KHD damit ganz bewusst in das Account Management und die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten. Dabei fokussierten sich die Vertriebsaktivitäten auf strategisch wichtige Projekte in den Kernmärkten der KHD. In dem für KHD traditionell sehr starken iranischen Markt wurde unser Vertriebsbüro nach den Jahren des Embargos erheblich ausgebaut, um eine kompetente und effiziente Kundenbetreuung vor Ort sicherzustellen. Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) deutlich um 16,1 % gesunken. Dieser Rückgang ist nicht zuletzt auch ein Erfolg der fortwährenden Bemühungen im Kostenmanagement. Auch die sonstigen Aufwendungen sanken deutlich auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.). Neben Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) enthalten die sonstigen Aufwendungen auch Wechselkurseffekte von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) und Aufwendungen aus Devisentermingeschäften zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.). Den Aufwendungen aus Devisentermingeschäften stehen Erträge aus Wechselkurseffekten der korrespondierenden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) gegenüber, die bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise mit den Aufwendungen zu saldieren sind.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit EUR -8,0 Mio. unter dem Vorjahreswert (EUR -5,5 Mio.). Das niedrige Umsatzvolumen, die unbefriedigende Bruttomarge und die oben angesprochenen Sondereffekte haben in Summe zu einer EBIT-Marge von -23,0 % (Vorjahr: -10,8 %) geführt.
Die Finanzerträge verminderten sich auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.), während die Finanzaufwendungen von EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,3 Mio. anstiegen. Das Finanzergebnis des Konzerns reduzierte sich in Summe auf EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). In den Finanzerträgen sind unverändert zum Vorjahr Zinsen in Höhe von EUR 1,5 Mio. aus zwei im Geschäftsjahr 2014 ausgereichten Darlehen an die AVIC International (HK) Group Ltd. enthalten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf EUR -6,2 Mio. (Vorjahr: EUR -3,0 Mio.).
Das Periodenergebnis betrug EUR -6,5 Mio. (Vorjahr: EUR -4,2 Mio.), sodass sich ein verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie von EUR -0,13 (Vorjahr: EUR -0,08) errechnet.
Ertragslage Segmente
Zu den Umsatzerlösen im ersten Quartal 2016 trug das Segment Capex aufgrund des niedrigeren Auftragsbestands zu Beginn des Jahres lediglich EUR 24,8 Mio. (Vorjahr: EUR 42,1 Mio.) bei. Der Umsatzbeitrag des Segment Plant Services erreichte EUR 10,0 Mio. (Vorjahr: EUR 8,6 Mio.). Während das bereinigte Bruttoergebnis vom Umsatz im Segment Capex mit EUR -0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) enttäuschend ausfiel, konnte das Segment Plant Services ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) erzielen. Im Segment Capex konnte lediglich eine bereinigte Bruttoergebnismarge von -2,0 % (Vorjahr: 5,7 %) erzielt werden, während die Bruttoergebnismarge im Segment Plant Services 31,7 % (Vorjahr: 27,6 %) betrug.
Während das EBIT im Segment Capex mit EUR -8,7 Mio. (Vorjahr: EUR -6,7 Mio.) sehr unbefriedigend ausfiel, konnte das Segment Plant Services ein EBIT in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) erzielen.

Finanz- und Vermögenslage
Die Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierte sich im ersten Quartal 2016 um EUR 15,0 Mio. auf EUR 97,6 Mio. Maßgeblich war der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, der mit EUR -14,7 Mio. unter dem Wert des Vorjahresquartals (EUR -12,3 Mio.) lag. Ursächlich für den Mittelabfluss im ersten Quartal waren vor allem ausgebliebene Kundenanzahlungen in Folge des fehlenden Auftragseingangs sowie niedrige Teilzahlungen aufgrund des hohen Fertigstellungsgrads wesentlicher Aufträge im Auftragsbestand. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) umfasst im Wesentlichen die Zinszahlungen aus denen an die AVIC gewährten Darlehen. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten in Höhe von EUR -1,5 Mio. beläuft sich der Finanzmittelfonds zum 31. März 2016 nunmehr auf EUR 97,6 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 112,6 Mio.).
Die Bilanzsumme von EUR 380,0 Mio. hat sich gegenüber dem Wert zum Jahresende 2015 (EUR 392,3 Mio.) um EUR 12,3 Mio. reduziert. Wesentliche Erhöhungen bei den Vermögenswerten gab es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ EUR 2,1 Mio.), den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo (+ EUR 2,0 Mio.) sowie den Steuerforderungen (+ EUR 2,0 Mio.), während bei den geleisteten Anzahlungen (- EUR 3,5 Mio.) sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (- EUR 15,0 Mio.) Verminderungen zu verzeichnen waren. Die übrigen kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerte zeigten nur geringe Veränderungen.
Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 5,6 Mio. und die Rückstellungen um EUR 0,9 Mio., während sich die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen um EUR 2,8 Mio. erhöhten. Die übrigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten zeigten nur leichte Veränderungen.
Das Net Working Capital - die Differenz von Umlaufvermögen (abzüglich liquider Mittel) und kurzfristigen Verbindlichkeiten - ist gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2015 (EUR 25,1 Mio.) auf EUR 32,1 Mio. gestiegen.
Das Eigenkapital lag bei EUR 195,6 Mio. und sank damit im Vergleich zum Jahresende 2015 (EUR 203,4 Mio.) um EUR 7,8 Mio. Grund für diesen Rückgang waren neben dem negativen Periodenergebnis von EUR 6,5 Mio. auch erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungseffekte aus Bilanzen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe EUR 1,3 Mio. Die Eigenkapitalquote zum 31. März 2016 erreicht 51,5 % und ist gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2015 (51,8 %) nahezu unverändert.
Risiken und Chancen
Das Risikomanagement der KHD stellt sicher, dass Veränderungen der Risikoposition rechtzeitig erkannt werden. Für konkrete Risiken wird, soweit erforderlich, durch die Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen. Die identifizierten Risiken gefährden weder einzeln noch in Kombination den Fortbestand des KHD Konzerns.
Im Vergleich zum Bilanzstichtag 2015 hat sich zum Datum dieser Zwischenmitteilung keine wesentlich veränderte Einschätzung der Risiken und Chancen ergeben. Wir verweisen auf den diesbezüglichen Abschnitt im Konzernlagebericht der KHD zum 31. Dezember 2015 (Seite 55 ff. des Konzerngeschäftsberichts).
Ausblick
Politische Unsicherheiten, niedrige Rohstoffpreise, die wirtschaftliche Abschwächung in China sowie auch der Konsolidierungsprozess innerhalb der Zementindustrie werden auch weiterhin im Jahr 2016 und mit aller Wahrscheinlichkeit im Jahr 2017 erhebliche Auswirkungen haben. Es wird erwartet, dass die Zementproduktion in China um 5 % pro Jahr schrumpft, bevor im Jahr 2019 wieder ein Wachstum erzielt werden kann. Für die Länder in Afrika südlich der Sahara sowie für die USA werden Zementimporte eine wichtige Rolle spielen, sodass trotz des wachsenden Zementverbrauchs geringe Investitionen in den Ausbau von Kapazitäten zur Zementproduktion erwartet werden. Aufgrund des schwierigen Investitionsumfelds in Russland werden Entscheidungen über neue Zementanlagen sowie Modernisierungen und Erweiterungen bestehender Anlagen weiter verschoben. Andere Märkte in denen KHD gut positioniert ist, werden dagegen ein kontinuierliches Wachstum erleben. Hierzu zählt insbesondere Indien, wo erwartet wird, dass die Zementnachfrage bis 2020 um jährlich 6,8 % wächst. Die Preise für die Projekte, die kurzfristig zur Vergabe anstehen, werden aufgrund des intensiven Wettbewerbs in allen Märkten weiter unter Druck bleiben.
Wesentliche Basis für die Prognose im Geschäftsbericht 2015 war der erwartete deutliche Anstieg des Auftragseingangs insbesondere im ersten Quartal 2016. Zwar rechnet KHD für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin mit einem deutlich höheren Volumen an Neuaufträgen als im Vorjahr und hält an der abgegebenen Prognose des Auftragseingangs fest, allerdings wird KHD die Umsatz- und EBIT-Ziele im Geschäftsjahr nicht erreichen können. Die wesentliche Ursache ist der im ersten Quartal 2016 ausgebliebene Auftragseingang im Segment Capex. Gemäß der aktualisierten Planung erwartet KHD im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse, die etwa 10 % unter dem Vorjahreswert liegen werden. Das EBIT wird deutlich unter dem Wert des Geschäftsjahrs 2015 erwartet.
Mit der Erwartung, dass in den verbleibenden drei Quartalen des Geschäftsjahrs der geplante Auftragseingang realisiert werden kann, bestätigt KHD die Prognose hinsichtlich des deutlichen Anstiegs des Auftragsbestandes sowie eines ausgeglichenen operativen Cashflows.
Trotz der aktuellen Herausforderungen verfügt KHD über eine solide Eigenkapital- und Liquiditätsposition, mit der auch besonders schwierige Marktphasen im zyklischen Zementanlagenbau bewältigt werden können. Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Konzern weiterhin von einer stabilen Finanz- und Vermögenslage aus.
Köln, den 13. Mai 2016
Der Vorstand
gez. Jürgen Luckas gez. Yizhen Zhu gez. Daniel Uttelbach
gez. Tao Xing










13.05.2016 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de

Sprache:
Deutsch

Unternehmen:
KHD Humboldt Wedag International AG



Colonia-Allee 3



51067 Köln



Deutschland


Telefon:
+49 (0)221 6504 1500


Fax:
+49 (0)221 6504 1409


E-Mail:
michael.nielsen@khd.com


Internet:
www.khd.com


ISIN:
DE0006578008


WKN:
657800


Börsen:
Regulierter Markt in Frankfurt (General Standard); Freiverkehr in Berlin







Ende der Mitteilung
DGAP News-Service

463501  13.05.2016 




(Werbung)




Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

16.07.2018 - ThyssenKrupp: Der nächste Abgang
16.07.2018 - VTG kommentiert Übernahmeversuch: „Angebotspreis nicht angemessen”
16.07.2018 - NorCom und AVL konkretisieren Kooperationsverhandlungen
16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Salzgitter will Teile von ArcelorMittal kaufen
16.07.2018 - Linde: Milliardendeal unterzeichnet
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - VTG Aktie mit Kurssprung - Übernahmeangebot steht an
16.07.2018 - Akasol baut Zusammenarbeit mit Daimler aus
16.07.2018 - SAF-Holland: Margenwarnung und eine Achterbahnfahrt der Aktie


Chartanalysen

16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - Aixtron Aktie: Gelingt der große Durchbruch?
16.07.2018 - BYD Aktie: Eine wichtige Marke wackelt - schlechte Neuigkeiten
16.07.2018 - Fresenius Aktie: Wichtige Entscheidungen stehen an
16.07.2018 - Baumot Aktie: Es drohen schlechte News zum Wochenstart!
13.07.2018 - Aixtron Aktie: Jetzt zählt es für den Aktienkurs
13.07.2018 - Geely Aktie: Eine ganz schön wackelige Sache!
13.07.2018 - BYD Aktie: Steht eine Neubewertung an?
13.07.2018 - Baumot Aktie auf Achterbahnfahrt - wie ist die aktuelle Lage?


Analystenschätzungen

16.07.2018 - Deutsche Bank: Optimismus klingt ganz anders
16.07.2018 - Deutsche Bank: Analysten verfallen nicht in Euphorie
16.07.2018 - Deutsche Bank: Kurs übertrifft Kursziel
16.07.2018 - Deutsche Telekom: Vor den Quartalszahlen
16.07.2018 - VTG: Gewinne mitnehmen?
16.07.2018 - Bayer: Ein wenig Geduld
16.07.2018 - Dialog Semiconductor: Hohes Aufwärtspotenzial
16.07.2018 - BASF: Kursziel der Aktie gibt nach
16.07.2018 - Klöckner: Prognose für 2019 sinkt
16.07.2018 - BMW: Die China-Beteiligung


Kolumnen

16.07.2018 - US-Einzelhandel: Revisionen öffnen den Weg zu 4% Wachstum im II. Quartal - Nord LB Kolumne
16.07.2018 - DAX: Exit vom Brexit? Freundlicher Wochenstart, SKS ad acta gelegt - Donner + Reuschel Kolumne
16.07.2018 - SAP Aktie: Topbildung möglich - UBS Kolumne
16.07.2018 - DAX: Bearishe Flagge vor Vollendung - UBS Kolumne
13.07.2018 - DAX: Noch halten die Unterstützungen - UBS Kolumne
13.07.2018 - EUR/CHF: Bullen legen nach - UBS Kolumne
13.07.2018 - US-Inflation steigt, aber noch nicht wegen der Zölle - Commerzbank Kolumne
13.07.2018 - DAX: Freundlich ins Wochenende - Start der US-Berichtssaison - Donner + Reuschel Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate mit 2,9% auf dem höchsten Stand seit 2012! - Nord LB Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate für den Juni - VP Bank Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR