Immungenetics AG startet 'DrainAD' - eine klinische Studie Phase II zur Diagnose und Therapie der Alzheimer Demenz

Nachricht vom 23.11.2017 (www.4investors.de) -






DGAP-Media / 23.11.2017 / 12:00

Immungenetics AG, ein deutsches biopharmazeutisches Unternehmen, dessen Fokus auf der Entwicklung innovativer Therapien für neurodegenerative, Autoimmunerkrankungen und Alterskrankheiten liegt, gibt den Start von DrainAD, einer klinischen Studie Phase II für die Diagnose und Therapie der Alzheimer Demenz bekannt.
Die Studie, mitfinanziert durch das BMBF Programm "Neuroallianz", soll einen neuen Wirkmechanismus von Thiethylperazin bestätigen. Das als Medikament gegen Übelkeit, Erbrechen und Schwindel seit den 1960er Jahren in Europa bekannte Thiethylperazin hat durch die langjährige Vermarktung und Anwendungsüberwachung ein gut etabliertes Sicherheitsprofil. Nun soll es zum ersten Mal als Medikament zur Behandlung von Alzheimer Demenz eingesetzt werden.
Präklinische Studien, geleitet durch Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke (Universität Oslo), zeigten dass spezifische Transporterproteine in der Blut-Hirn-Schranke durch Thiethylperazin aktiviert werden, welche in der Lage sind beta-Amyloid aus dem Gehirn in den Blutkreislauf zu exportieren 1.  Eine Reduktion von toxischen beta-Amyloid Peptiden im Gehirn ist die Folge und könnte der Schlüssel zur Früherkennung und Therapie der Erkrankung sein.
Nach heutigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass nicht die Überproduktion von beta-Amyloid Peptide sondern ein verminderter Abtransport aus dem Gehirn und folglich ein verminderter Abbau Grund für das Auftreten und Fortschreiten der Alzheimer Demenz ist 2.  Thiethylperazin könnte dafür sorgen, dass toxische Peptidabfälle sich nicht im Gehirn anreichern und daher zu einer Abmilderung des Krankheitsverlaufs führen.
DrainAD wurde durch den renommierten wissenschaftlichen Beirat der Initiative GivetoCure unter die Top 3 der am vielversprechendsten klinischen Studien im Kampf gegen die Alzheimer Demenz ausgezeichnet. Ziel der offenen, multizentrischen, kontrollierten pharmakodynamischen klinischen Studie ist die Untersuchung des Drainage-Effekts von Thiethylperazin auf das toxische beta-Amyloid an der Blut-Hirn-Schranke. Es werden bis zu 60 Teilnehmer zwischen 55 und 75 Jahren mit einer beginnenden-bis-leichten Demenz sowie gesunde Probanden untersucht. Die Studie, in zwei Abschnitte gegliedert, wird zunächst mit einer Gruppe von 7 Patienten und 7 gesunden Probanden beginnen, welche täglich 26 bzw. 52 mg Thiethylperazin erhalten und über einen Zeitraum von vier Tagen behandelt werden.  Neben Sicherheit und Verträglichkeit des Wirkstoffes, ist der Nachweis eines erhöhten Abtransportes von beta-Amyloid Peptiden aus dem Gehirn in den Blutkreislauf primäres Ziel der Studie. Eine zweite Gruppe, bestehend aus 16 Patienten und 16 gesunden Probanden, wird anschliessend über einen längeren Zeitraum von 54 Tagen mit einer täglichen Dosis von 26 mg Thiethylperazin behandelt und unter anderem auf kognitiven Änderungen hin untersucht. Die Evaluierung dieser Änderungen im Zusammenhang mit der Gabe von Thiethylperazin stellt ein sekundäres Ziel der Studie dar.
"Der erste Teil der Studie wird den Wirkmechanismus bestätigen und den diagnostischen Wert bestimmen. Es gibt einen dringenden Bedarf an blutbasierten diagnostischen Tests, um Menschen mit einem erhöhten Risiko an Alzheimer Demenz zu erkranken, frühzeitig zu identifizieren. Ab einem gewissen Alter sollte dieser Test Teil von jeder regulären Blutbild-Untersuchung sein. Lumbalpunktion und PET Scan sind aufwendige und kostspielige Methoden, welche anschließend nur noch selektiv angewendet werden sollten", fasst Antonio Martinez Arbizu, Vorstand der Immungenetics AG zusammen. "Der diagnostische Teil der Studie wird durch den führenden Biomarker-Experten Prof. Dr. Jens Wiltfang an der Universität Göttingen durchgeführt. Im zweiten Teil der Studie, geleitet durch Prof. Dr. Lutz Frölich von der Universität Heidelberg-Mannheim - Gründer und Leitungsmitglied des European Alzheimer's Disease Consortium -, werden wir kognitive Änderungen nach dreimonatiger Behandlung mit Thiethylperazin untersuchen und therapeutische Vorteile evaluieren." 
1) Krohn et al. 2011. "Cerebral amyloid-? proteostasis is regulated by the membrane transport protein ABCC1 in mice." J Clin Invest. 2011 Oct 3; 121(10): 3924-3931.
2) Mawuenyega et al. 2010. "Decreased clearance of CNS beta-amyloid in Alzheimer's disease." Science. 2010; 5:1774.
 Über die Neuroallianz
Das Neuroallianz-Konsortium hat ein neuartiges strategisches Partnerschaftsmodell entworfen, bei dem verschiedene akademische Institutionen und Firmen eine Reihe innovativer diagnostischer und therapeutischer Forschungsprojekte bearbeiten. Ziel ist es, Forschungsaktivitäten gezielt und effizient in für Patienten greifbare Vorteile zu transformieren.
Schwerpunkt sind die Diagnostik und Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson oder Epilepsie. 40 Millionen Euro stehen in einem Zeitraum von 2009 bis 2018 zur Verfügung. Für weitere Informationen besuchen Sie http://www.neuroallianz.de
 Über die kooperierenden Alzheimer Experten
Die Forschung von Prof. Pahnke, Neuropathologe und Biologe an der Universität Oslo, legt ihren Hauptfokus auf grundlegende molekulare Mechanismen und neue Behandlungsoptionen für neurodegenerative Erkrankungen, hauptsächlich Alzheimer Demenz. Prof. Pahnke und sein Team untersuchen Mechanismen die zur Ableitung von toxischen Peptiden über die Blut-Hirn-Schranke führen,  sowie neue bildgebende Verfahren, mitochondriale Funktionen und neuroimmunologische Mechanismen. Weitere Informationen finden Sie unter http://pahnkelab.eu/
Prof. Wiltfang (Universität Göttingen), Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und stellvertretender Koordinator für klinische Forschung am DZNE in Göttingen, ist führender Experte für Biomarker in der Alzheimer Demenz und regelmäßig an Biomarker-Studien beteiligt. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.psychiatrie.med.uni-goettingen.de/
Prof. Frölich ist Leiter der Gerontopsychatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Der wissenschaftliche Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Entwicklung und Auswertung neuer Therapien bei Demenzerkrankungen, der Erforschung neuropsychologisch-diagnostischer Anwendungen bei Demenzen, sowie in funktionell-bildgebenden Verfahren bei psychiatrischen Alterskrankheiten. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.zi-mannheim.de/forschung/personen/person/382.html sowie http://www.eadc.infoÜber die GivetoCure Initiative
Give to Cure ist die weltweit erste non-profit Organisation, welche Medikamentenentwicklung beschleunigt indem sie Einzelpersonen dabei unterstützt direkt und transparent klinische Studien zu finanzieren.  Weitere Informationen finden Sie unter http://www.givetocure.org/members
 Über Immungenetics AG
Immungenetics AG ist ein klinisch-forschendes Biopharmazeutisches Unternehmen, welches neue, effektive Behandlungsoptionen für Erkrankungen des Alters, sowohl häufig auftretende als auch seltene Erkrankungen entwickelt. Aktuelle Projekte bewegen sich im Bereich Neurodegeneration, mitochondriale Dysfunktionen, metabolische Syndrome, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen, sowie Verlängerung der Lebenserwartung.
Das Unternehmen, welches seinen Hauptsitz in Rostock (Deutschland) hat und weitere Labore in Lübeck und Oslo beschäftigt, hat eigene Wirkstoffentwicklungsplattformen erschaffen, welche zu first-in-class Therapien in neuen Wirkmechanismen führen.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.immungenetics.com
Für detaillierte Informationen können Sie sich wenden an:
Antonio Martinez Arbizu, Vorstand
Immungenetics AG
Email: drainad [at] immungenetics.com

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Emittent/Herausgeber: Immungenetics AG
Schlagwort(e): Gesundheit
23.11.2017 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

631811  23.11.2017 








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