DGAP-News: Anlegerbarometer: Deutsche Sparer auf der Suche nach einer Perspektive

Nachricht vom 20.03.2017 (www.4investors.de) -


DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Studie

Anlegerbarometer: Deutsche Sparer auf der Suche nach einer Perspektive (News mit Zusatzmaterial)
20.03.2017 / 10:02


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.




- Jeder vierte Anleger erwartet steigende Zinsen im nächsten halben Jahr- Die große Mehrheit geht von einer zunehmenden Teuerung aus- Fondssparpläne kommen für viele Sparer als ergänzende Anlage in Frage

Frankfurt, 20. März 2017 - Deutsche Anleger wissen durchaus, dass sie in Zeiten niedriger Zinsen mit herkömmlichen Spareinlagen nichts mehr verdienen und sich Anlagen wie Aktien oder Fonds als ertragsreichere Alternativen anbieten: 35 Prozent der Befragten halten es derzeit für attraktiv, Aktien beziehungsweise Fonds zu kaufen. Dennoch handeln sie nicht entsprechend. Zwei von fünf Anlegern (41 Prozent) geben ihr Geld lieber aus als es zu sparen. Andere glauben bereits an das Ende der Minizinsen. Sie setzen weiter auf traditionelle Sparformen und warten einfach ab. Dabei nehmen sie Vermögensverluste durch die Inflation in Kauf. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Obwohl nur noch elf Prozent der Befragten das Sparbuch attraktiv finden, setzen knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) auf diese Anlageform. Ähnlich verhält es sich beim Tagesgeld. Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) stuft diese Anlage als attraktiv ein. Trotzdem wird sie von doppelt so vielen Sparern (42 Prozent) nachgefragt. Einzelne Anleger schöpfen offenbar wieder Hoffnung mit Blick auf die Zinsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. Denn jeder Vierte interpretiert den jüngsten Zinsanstieg in den USA als Signal und erwartet auch hierzulande steigende Zinsen. Das sind elf Prozentpunkte mehr als im Vorquartal und damit der höchste Wert seit genau fünf Jahren. Von einem gleichbleibenden Zinsniveau gehen aktuell 58 Prozent aus im Vergleich zu 71 Prozent bei der letzten Erhebung. Mit fallenden Zinsen rechnen nur noch zwölf Prozent (letztes Quartal: 14 Prozent). "Anleger sollten sich von dem Zinsanstieg in den USA nicht täuschen lassen. Denn in Deutschland bleiben die Zinsen erstmal niedrig trotz gestiegener Inflationsrate. Ersparnisse auf klassischen Anlageformen wie Sparbuch oder Tagesgeld verlieren dadurch unter dem Strich an Wert," sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Eine zweiprozentige Teuerung führe über einen Zeitraum von zehn Jahren zu einem Verlust von 18 Prozent.

Die große Mehrheit rechnet mit einer zunehmenden Teuerung

Und gerade an der Preisfront erwarten die Befragten im kommenden halben Jahr keinerlei Entlastung: 81 Prozent gehen von einer steigenden Teuerungsrate aus. Davon rechnet sogar jeder Zwölfte (acht Prozent) mit stark steigenden Preisen. Ein gleichbleibendes Preisniveau erwarten dagegen 17 Prozent und fallende Preise lediglich zwei Prozent. "Anleger scheinen aktuell in einer Art Schockstarre zu verharren", sagt Gay. Denn nur wenige sehen einen Grund angesichts der steigenden Inflation ihr Sparverhalten zu ändern: 80 Prozent geben an, dass sie ihr Spar- und Geldausgabeverhalten konstant halten. Dabei ist ihnen durchaus bewusst, dass ihr Geld bei steigenden Preisen einer Entwertung ausgesetzt ist. Den besten Schutz vor Inflation bieten ihrer Meinung nach Anlagen in Gold (59 Prozent), in Aktien (17 Prozent), aber auch in Investmentfonds (11 Prozent).Fondssparpläne kommen für viele Sparer als ergänzende Anlage in Frage

An der Sparfähigkeit liegt es jedenfalls nicht, dass die Deutschen ihr Sparverhalten nur sehr zögerlich ändern: 88 Prozent der Befragten können sich einen Sparplan mit 50 Euro Beitrag im Monat leisten. Außerdem halten es 43 Prozent für sinnvoll, einen Teil ihres Geldes in höher rentierliche Anlageformen anzulegen. Für viele ist dabei der Fondssparplan grundsätzlich durchaus eine Option: 40 Prozent können ihn sich sehr gut ergänzend zu anderen Anlagen vorstellen. Für jeden Fünften (23 Prozent) kommt ein Fondssparplan sogar als Basisanlage in Frage. "Das zeigt, dass die Evolution des Sparens am besten über einen Sparplan funktioniert - monatlich, in kleinen Raten, unverbindlich und flexibel. Damit lassen sich Anleger am ehesten von aktienbasierten Anlagen überzeugen", sagt Gay. Ganz neu ist das Thema ohnehin nicht: Vier von fünf Befragten (80 Prozent) haben schon einmal von einem Fondsparplan gehört. Allerdings weiß nur jeder Dritte (31 Prozent), wie er funktioniert. "Viele denken bei Sparplänen zunächst an starre Konzepte mit langen Laufzeiten. Beim Fondsparen ist das aber anders", so Gay. Potenzial ist jedenfalls vorhanden. Denn knapp drei Viertel (73 Prozent) der Anleger sparen regelmäßig einen festen Betrag. Davon legt gut ein Viertel (28 Prozent) 100 bis 200 Euro pro Monat auf die Seite. 44 Prozent sparen sogar über 200 Euro monatlich. "Die deutschen Sparer lassen große Chancen ungenutzt. Sie wollen zwar auf Nummer sicher gehen. Indem sie ihr hart erspartes Geld der Inflation überlassen, erreichen sie aber genau das Gegenteil", sagt der für das Privatkundengeschäft zuständige Geschäftsführer.

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das erste Quartal erhob Forsa die Daten vom 8. bis 17. Februar 2017. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.
Bei Rückfragen:
Pressestelle, Sandra Lorke · Tel.: (0 69) 25 67 - 26 41 · Mail: sandra.lorke@union-investment.de
Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, 60311 Frankfurt am Main






Zusatzmaterial zur Meldung:Dokument: http://n.eqs.com/c/fncls.ssp?u=MPMFXOHLNBDokumenttitel: Grafik Anlegerbarometer
20.03.2017 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de



553957  20.03.2017 





(Werbung)




Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

19.07.2018 - Steinhoff: So soll Hemisphere saniert werden
19.07.2018 - curasan kündigt Kapitalerhöhung an
19.07.2018 - Villeroy + Boch sieht sich auf Kurs - Ziele bestätigt
19.07.2018 - zooplus bestätigt Wachstumsprognose
19.07.2018 - German Startups kommt beim Konzernumbau voran
19.07.2018 - Basler meldet Übernahme
19.07.2018 - Data Modul bestätigt Prognose für 2018
19.07.2018 - RIB Software: Neuer Auftrag
19.07.2018 - blockescence holt sich Kapital für Akquisitionen
19.07.2018 - Aixtron: Der nächste Auftrag…


Chartanalysen

19.07.2018 - BYD Aktie: Wichtige Marken liegen jetzt im Fokus
19.07.2018 - Geely Aktie: Erholungsversuch gescheitert - und nun?
19.07.2018 - Siemens Healthineers Aktie: Ein wichtiges Signal
18.07.2018 - Epigenomics Aktie: Spannende Entwicklung - kommt der Ausbruch?
18.07.2018 - Softing Aktie: Hier tut sich etwas!
18.07.2018 - Bitcoin Group Aktie: Was ist heute denn hier los?
18.07.2018 - KPS Aktie: Ein Treffer - aber was passiert jetzt?
18.07.2018 - Baumot Aktie: Die Gefahr ist noch nicht vorüber!
18.07.2018 - Aumann Aktie: Wichtiges Kaufsignal?
18.07.2018 - Steinhoff Aktie: Achtung, Neuigkeiten aus Südafrika!


Analystenschätzungen

19.07.2018 - Morphosys Aktie: Reaktionen auf den Novartis-Deal
19.07.2018 - SAP: Starke Entwicklung beim Kursziel der Aktie
19.07.2018 - Continental: Transparenz steigt
19.07.2018 - E.On: Schlüssige Strategie
19.07.2018 - Continental: Kritik an den Plänen – Abstufung der Aktie
19.07.2018 - Scout24: Kritik am Zukauf
19.07.2018 - Klöckner: Ein ganz kleines Plus
18.07.2018 - Lufthansa: Fast 10 Euro
18.07.2018 - ProSiebenSat.1: Netflix zieht die Blicke auf sich
18.07.2018 - Aixtron: Kursziel unter Druck – Kurs legt zu


Kolumnen

19.07.2018 - DAX „unterdurchschnittlich“: Test der 200-Tage-Linie als Gradmesser - Donner + Reuschel Kolumne
19.07.2018 - US-Hausbaubeginne gehen überraschend stark zurück - Commerzbank Kolumne
19.07.2018 - Bayer Aktie: Die letzte Chance der Bullen - UBS Kolumne
19.07.2018 - DAX: Im Niemandsland - UBS Kolumne
18.07.2018 - Nebenwerte an der Börse München - Kolumne
18.07.2018 - EuroStoxx 50: Ausbruchsversuch läuft an - UBS Kolumne
18.07.2018 - DAX: Bullen setzen sich durch - UBS Kolumne
18.07.2018 - Apple, Samsung: Smartphones immer länger im Gebrauch, nur nicht in China - Commerzbank Kolumne
18.07.2018 - DAX: Tuchfühlung mit 200-Tage-Linie - Fed hält an Zinspolitik fest - Donner + Reuschel Kolumne
17.07.2018 - USA: Fed-Chef zeigt sich tiefenentspannt - VP Bank Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR