Frauen haben 2017 die Wahl - FidAR: 'Gleiche Chancen für Frauen in der Wirtschaft endlich durchsetzen'

Nachricht vom 08.03.2017 (www.4investors.de) -





DGAP-Media / 08.03.2017 / 12:40

Berlin, 08.03.2017: Anlässlich des Internationalen Frauentages warnt die Initiative FidAR e.V. davor, sich vom Erfolg der Frauenquote in Deutschland blenden zu lassen. Richtig ist: Nie waren so viele Frauen in Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen vertreten. Dies ist zweifellos auch auf die seit 2015 gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote zurückzuführen. Die Bilanz wird aber durch die bislang wenig ehrgeizigen Ziele eines Teils der Unternehmen getrübt, ambitionierte individuelle Zielgrößen für mehr Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und den zwei obersten Managementebenen festzulegen und umzusetzen. Die Antwort auf das fehlende Engagement bei den freiwilligen Zielgrößen könnte eine Ausweitung der festen Quote für Aufsichtsräte dieser Unternehmen nach der Bundestagswahl sein.
"Die Frauen haben 2017 in Deutschland die Wahl. Das Ziel muss sein, endlich mehr Frauen auf allen Führungsebenen der Wirtschaft durchzusetzen", erklärt FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow. "Der Druck der gesetzlichen Quote wirkt. Sie hat für eine deutlich messbare Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten gesorgt. Aber die Wirtschaft hat teils das Angebot des Gesetzgebers offenbar missverstanden, jenseits der Kontrollgremien der von der Quote betroffenen Unternehmen und hier vorrangig der DAX-Konzerne auf feste Vorgaben zu verzichten, sondern individuelle Zielgrößen angepasst auf die Unternehmenssituation zu ermöglichen."

Die Bundesfrauenministerin hat heute im Rahmen der Vorlage des ersten Monitoringberichts zum Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FüPoG) eine verbindliche Frauenquote für mehr Unternehmen als bisher gefordert. "Die feste Frauenquote ist eine reelle Option auch für die ca. 3.500 börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Unternehmen, die derzeit lediglich selbst festgelegte Planziele veröffentlichen müssen", so Schulz-Strelow. "Wer keinen Zuwachs beim Frauenanteil plant, wird diesen auch nicht erreichen. Bei der konkreten Verbesserung des Frauenanteils könnten die Unternehmen mehr Ehrgeiz zeigen. Sollte die freiwillige Verpflichtung weiterhin nicht greifen, helfen auch hier nur sanktionsbewehrte Vorgaben."

Von den 106 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen, die unter die Quote für den Aufsichtsrat fallen, hatten Ende 2016 knapp zwei Drittel keine Frau im Vorstand und nannten als Wachstumsziel "Null". Sie hatten - wie insgesamt ca. 3.500 weitere Unternehmen - zum September 2015 erstmals auch Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand, Aufsichtsrat und den zwei obersten Managementebenen festlegen müssen. Letzter Stichtag für die Überprüfung der Ziele der ersten Runde ist der 30. Juni 2017. Ab diesem Zeitpunkt sind neue Zielgrößen vorzulegen, für deren Erreichung die Unternehmen dann maximal 5 Jahre Zeit haben.

"Null-Ziele sind keine motivierende Botschaft an die weiblichen Führungskräfte in den Unternehmen. Die nächste Runde der vorzulegenden Planzahlen muss den Willen widerspiegeln, die gleichberechtigte Teilhabe in den Spitzenpositionen der Wirtschaft umzusetzen", betont Schulz-Strelow. "Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Frauen in der Belegschaft, die sich mit 10 Prozent Frauenanteil im Management zufriedengeben, setzen völlig falsche Zeichen: Ihren Mitarbeiterinnen bedeuten sie, dass sie kaum Aufstiegschancen haben. Und im Wettbewerb um weibliche Führungskräfte signalisieren sie: Bei uns habt ihr wenig Chancen. Das wird sich mittelfristig rächen, nicht nur in Zeiten von Führungskräftemangel."

Dabei ist sich die FidAR-Präsidentin mit Christine Lagarde, Managing Director des Internationalen Währungsfonds (IWF) einig. "Mehr Frauen in den Führungsgremien der Unternehmen sind die Voraussetzung dafür, die Potenziale der Frauen insgesamt besser zu nutzen", bekräftigt Lagarde bei der Vorstellung des Talentpools von Frauen für Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen der internationalen Initiative European Women on Boards (EWoB) in Brüssel anlässlich der Pressekonferenz der EU-Kommissarin V?ra Jourová zum Internationalen Frauentag. "Nach IWF-Untersuchungen kann eine zusätzliche Frau im Board den Gewinn um bis zu 13 Punkte steigern", so Lagarde. (Pressemitteilung EWoB).

Ihre Ansprechpartnerin

Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e. V.
Tel.: +49 (30) 887 14 47 13, E-Mail: monika.schulz-strelow@fidar.de

Pressekontakt:

Matthias Struwe | Eye Communications | Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (7 61) 137 62-21, E-Mail: m.struwe@eyecommunications.de

Über FidAR:

FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e.V. ist eine überparteiliche und überregionale Initiative, die 2006 von Frauen in Führungsposition in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Leben gerufen wurde. FidAR strebt eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen und die Verbesserung der Unternehmenskontrolle an. Ziel der Initiative ist die paritätische Besetzung aller Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft. FidAR verfolgt diese Ziele im engen Austausch mit Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und in Kooperation mit den relevanten Wirtschafts- und Frauenverbänden. FidAR ist aktives Mitglied im europäischen Netzwerk EWoB- European Women on Board (www.ewob-network.eu). Mehr Informationen zu FidAR im Internet unter www.fidar.de.



Ende der Pressemitteilung
Emittent/Herausgeber: FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e. V.
Schlagwort(e): Unternehmen
08.03.2017 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

551801  08.03.2017 




(Werbung)




Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Salzgitter will Teile von ArcelorMittal kaufen
16.07.2018 - Linde: Milliardendeal unterzeichnet
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - VTG Aktie mit Kurssprung - Übernahmeangebot steht an
16.07.2018 - Akasol baut Zusammenarbeit mit Daimler aus
16.07.2018 - SAF-Holland: Margenwarnung und eine Achterbahnfahrt der Aktie
16.07.2018 - Cancom Aktie: Keine Panik!
16.07.2018 - Deutsche Bank: Überraschung!
16.07.2018 - Accentro Real Estate: Übernahme in Berlin


Chartanalysen

16.07.2018 - Steinhoff Aktie: Die Uhr tickt…
16.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Startet das Comeback?
16.07.2018 - Aixtron Aktie: Gelingt der große Durchbruch?
16.07.2018 - BYD Aktie: Eine wichtige Marke wackelt - schlechte Neuigkeiten
16.07.2018 - Fresenius Aktie: Wichtige Entscheidungen stehen an
16.07.2018 - Baumot Aktie: Es drohen schlechte News zum Wochenstart!
13.07.2018 - Aixtron Aktie: Jetzt zählt es für den Aktienkurs
13.07.2018 - Geely Aktie: Eine ganz schön wackelige Sache!
13.07.2018 - BYD Aktie: Steht eine Neubewertung an?
13.07.2018 - Baumot Aktie auf Achterbahnfahrt - wie ist die aktuelle Lage?


Analystenschätzungen

16.07.2018 - Deutsche Bank: Kurs übertrifft Kursziel
16.07.2018 - Deutsche Telekom: Vor den Quartalszahlen
16.07.2018 - VTG: Gewinne mitnehmen?
16.07.2018 - Bayer: Ein wenig Geduld
16.07.2018 - Dialog Semiconductor: Hohes Aufwärtspotenzial
16.07.2018 - BASF: Kursziel der Aktie gibt nach
16.07.2018 - Klöckner: Prognose für 2019 sinkt
16.07.2018 - BMW: Die China-Beteiligung
16.07.2018 - Dialog Semiconductor: Quartalszahlen kommen gut an
13.07.2018 - E.On: E-Mobilität als Impulsgeber


Kolumnen

16.07.2018 - DAX: Exit vom Brexit? Freundlicher Wochenstart, SKS ad acta gelegt - Donner + Reuschel Kolumne
16.07.2018 - SAP Aktie: Topbildung möglich - UBS Kolumne
16.07.2018 - DAX: Bearishe Flagge vor Vollendung - UBS Kolumne
13.07.2018 - DAX: Noch halten die Unterstützungen - UBS Kolumne
13.07.2018 - EUR/CHF: Bullen legen nach - UBS Kolumne
13.07.2018 - US-Inflation steigt, aber noch nicht wegen der Zölle - Commerzbank Kolumne
13.07.2018 - DAX: Freundlich ins Wochenende - Start der US-Berichtssaison - Donner + Reuschel Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate mit 2,9% auf dem höchsten Stand seit 2012! - Nord LB Kolumne
12.07.2018 - USA: Inflationsrate für den Juni - VP Bank Kolumne
12.07.2018 - WTI-Öl konsolidiert nach Kurssprung: Kursziel wurde fast erreicht - Donner + Reuschel Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR