Trotz wieder gestiegener Buchungszahlen ist die Lage bei TUI weiter höchst wackelig. Analysten warnen vor Bilanzrisiken und einem fallenden Aktienkurs. Bild und Copyright: nitpicker / shutterstock.com.

TUI: Neue Expertenstimmen zur Aktie von Warnungen geprägt

14.08.2021 10:06 - Autor: Michael Barck ... auf Twitter

Vor allem am Donnerstag ging es bei der Aktie von TUI turbulent zu, der Aktienkurs des Reisekonzerns schwankte nach den Neunmonatszahlen stark. Die Handelswoche beendete der Titel gestern dann bei 3,929 Euro. Zu den Quartalszahlen gibt es mittlerweile auch einige Analystenstimmen.

So hat die DZ Bank die Einstufung der TUI Aktie mit „Verkaufen“ bei einem Kursziel von 2,60 Euro - und damit deutlich unter dem aktuellen Kursniveau - bestätigt. Man äußert Sorgen aufgrund diverser Zahlen wie unter anderem die negative Eigenkapitalquote sowie die Nettoverschuldung der Gesellschaft. Man rechnet damit, dass TUI erst 2022/2023 wieder Gewinne schreiben werde. Allerdings entspanne sich mit der steigenden Zahl der Buchungen die Situation.

Die Aktienanalysten von Jefferies machen ebenfalls auf bilanzielle und Liquiditäts-Risiken bei TUI aufmerksam, allerdings stütze die steigende Zahl der Buchungen den Cashflow. Man sieht das Kursziel für den Anteilschein sogar nur bei 0,90 Euro und stuft den Titel mit „Underperform“ ein.

Ebenfalls ein „Underperform“ bekommt die TUI Aktie von den Analysten bei Bernstein, die aber ein Kursziel von 2,50 Euro erwarten. TUI habe erstmalig seit dem Ausbruch der Pandemie wieder einen positiven Cashflow erzielen können statt den Abfluss von Mitteln zu verzeichnen.
Daten zum Wertpapier: TUI
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Ticker-Symbol: TUI1
WKN: TUAG00
ISIN: DE000TUAG000

Lesen Sie mehr zum Thema TUI im Bericht vom 12.08.2021

TUI-Chef Joussen sieht „hohen Nachholbedarf”

TUI hat am Donnerstag Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 vorgelegt. Das Unternehmen meldet einen Umsatz von 650 Millionen Euro nach 72 Millionen Euro im Vorjahresquartal, das deutlich stärker von den Folgen der COVID-19 Pandemie für die Reisebranche betroffen war. Vor Zinsen und Steuern weist das Unternehmen einen Verlust von 0,75 Milliarden Euro aus gegenüber 1,46 Milliarden Euro Verlust im Vergleichszeitraum. Unter dem Strich reduziert sich der Quartalsverlust bei TUI von 1,51 Milliarden Euro auf 0,94 Milliarden Euro.

„Die Nachfrage nach Urlaubsreisen bleibt ungebrochen hoch. Sobald in den Märkten Reisebeschränkungen fallen, nimmt die Buchungsdynamik deutlich zu”, so TUI. Man habe in allen europäischen Märkten die Aktivitäten wieder aufgenommen. Damit generiere man wieder Mittelzuflüsse, so das Unternehmen. Den Cash-Flow vor Finanzierungstätigkeit beziffert man mit rund 320 Millionen Euro.

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