Evotec hat mit der Vorlage der Neunmonatszahlen die Prognose für das Jahr 2019 angehoben. An der Börse reagieren die Anleger positiv auf die Neuigkeiten. Bild und Copyright: science photo / shutterstock.com.

Evotec Aktie setzt zum Kurssprung an - Neunmonatszahlen 2019

12.11.2019 08:53 - Autor: Michael Barck ... auf Twitter

Evotecs heute veröffentlichte Zahlen für die ersten neun Monate 2019 kommen an der Börse gut an. Aktuelle Indikationen für die Evotec Aktie notieren am Dienstagmorgen bei 19,92/20,00 Euro und damit deutlich über dem gestrigen XETRA-Schlusskurs der Biotech-Aktie (19,435 Euro, +1,3 Prozent). Vor allem dass die Hamburger die Prognose für 2019 angehoben haben, kommt an der Börse bei den Anlegern gut an. „Die Prognose bezüglich Umsatz und unverpartnerte F&E-Kosten für das Gesamtjahr 2019 wird bestätigt. Die EBITDA-Prognose wird auf etwa 15 Prozent (zuvor: >10 Prozent) angehoben”, teilt der TecDAX-notierte Konzern mit.

Die wichtigsten Neunmonatszahlen von Evotec:
  • Konzernumsatz: Anstieg um 16% auf 321,4 Millionen Euro (9M 2018: 278,1 Millionen Euro)
  • Wachstum des bereinigten Konzern-EBITDA um 36% auf 93,2 Millionen Euro (9M 2018: 68,7 Millionen Euro)
  • Unverpartnerte F+E-Aufwendungen in Höhe von 25,7 Millionen Euro (9M 2018: 16,0 Millionen Euro)
  • Starke Liquiditätsposition von 282,6 Millionen Euro (31. Dezember 2018: 149,5 Millionen Euro)
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Die komplette Original-Nachricht des Unternehmens:
Die Evotec SE (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, MDAX/TecDAX, ISIN: DE0005664809) veröffentlichte heute die Finanzergebnisse und die Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate 2019.

AUSGEZEICHNETE FINANZIELLE PERFORMANCE

Konzernumsatz: Anstieg um 16% auf 321,4 Mio. EUR (9M 2018: 278,1 Mio. EUR)
Wachstum des bereinigten Konzern-EBITDA um 36% auf 93,2 Mio. EUR (9M 2018: 68,7 Mio. EUR)
Unverpartnerte F+E-Aufwendungen in Höhe von 25,7 Mio. EUR (9M 2018: 16,0 Mio. EUR)
Starke Liquiditätsposition von 282,6 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 149,5 Mio. EUR)
OPERATIVE PERFORMANCE - WIRKSTOFFFORSCHUNG UND -ENTWICKLUNG BESCHLEUNIGEN

Mehrere neue Partnerschaften bei EVT Innovate und EVT Execute
Just - Evotec Biologics - erfolgreicher Start
Mehrere wichtige Meilensteine erreicht (z. B. Bayer, Boehringer Ingelheim, Celgene, Indivumed)
Beteiligungspipeline entwickelt sich sehr gut, z. B. positive Ergebnisse der Phase-II-Studie(Wirksamkeitsnachweis) in chronischem Husten mit Bayer
Verlängerung der iPSC basierten ZNS-Partnerschaft mit Celgene bis 2023 löst zusätzliche Zahlung von 30 Mio. $ aus
Joint Venture mit dem Ziel neuartiger Therapien bei Nierenerkrankungen mit Vifor Pharma gegründet (nach Ende der Berichtsperiode)
Erweiterung der BRIDGE-Partnerschaften durch LAB10x und LAB555 (nach Ende der Berichtsperiode)
Weitere Unternehmensgründungen und Kapitalbeteiligungen z. B. an Aeovian, Eternygen, Facio, Immunitas und Ausgründung der Breakpoint Therapeutics GmbH mit Fokus auf DNA-Schadensantwort
Erweiterung einer führenden Position in der Antiinfektiva-Forschung und -entwicklung (z. B. Partnerschaften mit GARDP, GNA Now, Helmholtz und der Bill & Melinda Gates Foundation)
ANHEBUNG DER EBITDA PROGNOSE FÜR DAS GESAMTJAHR 2019
Prognose bezüglich Umsatz und unverpartnerter F&E-Kosten für das Gesamtjahr 2019 bestätigt; Anhebung der EBITDA-Prognose auf etwa 15% (zuvor: >10%)

FINANZERGEBNISSE
In den ersten neun Monaten 2019 setzte sich die starke Umsatzentwicklung des Evotec-Konzerns fort und stieg um 16% auf 321,4 Mio. EUR (9M 2018: 278,1 Mio. EUR). Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die sehr gute Performance im Basisgeschäft in allen Geschäftsbereichen, solide Meilensteinzahlungen und erste Umsatzbeiträge von Just - Evotec Biologics (10,4 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Umsätze aus Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen, die von Quartal zu Quartal stark variieren können, gingen im Vergleich zum Vorjahr auf 22,3 Mio. EUR zurück (9M 2018: 27,2 Mio. EUR). Sie beinhalteten unter anderem Zahlungen von Bayer, Boehringer Ingelheim und Celgene.

Die Bruttomarge betrug in den ersten neun Monaten 2019 30,7% (9M 2018: 30,1%). Dieser Anstieg gegenüber 2018 ist auf eine hohe Auslastung der Kapazitäten und Wechselkurseffekte zurückzuführen.

Die unverpartnerten F+E-Aufwendungen in Höhe von 25,7 Mio. EUR konzentrierten sich in den ersten neun Monaten 2019 insbesondere auf Initiativen in den Bereichen metabolische Erkrankungen, Onkologie und Plattformprojekte. Die verpartnerten F&E-Aufwendungen für das Antiinfektiva-Portfolio in Höhe von 15,6 Mio. EUR wurden unter F&E ausgewiesen, während die vollständig durch Evotecs Partner Sanofi erstatteten F&E-Aufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die Unterteilung in unverpartnerte und verpartnerte F&E-Aufwendungen wurde in den ersten neun Monaten 2018 noch nicht vorgenommen. Damals wurden F&E-Aufwendungen von insgesamt 16,0 Mio. EUR ausgewiesen, im Vergleich zu insgesamt 41,3 Mio. EUR in der Berichtsperiode.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2019 um 13% auf 46,2 Mio. EUR (9M 2018: 40,8 Mio. EUR). Grund für diesen Anstieg ist das allgemeine Unternehmenswachstum, inklusive die Erhöhung der Mitarbeiterzahl, Systemaktualisierungen, Beratungshonorare sowie Aufwendungen von erworbenen Unternehmen, Eigenkapital- und Finanzierungsgeschäfte.

Evotec verzeichnete Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte in Höhe von 11,9 Mio. EUR (9M 2018: Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4,2 Mio. EUR). Diese einmalige Wertberichtigung wurden aufgrund der Beendigung der SGM-1019-Vereinbarung durch unseren Partner Second Genome vorgenommen, das Programm wurde vollständig wertberichtigt (10,3 Mio. EUR). Diese Wertberichtigung auf immaterielle Vermögenswerte löste zudem die Wertberichtigung eines Firmenwerts in Höhe von 1,6 Mio. EUR der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Evotec (US) Innovate aus. Alle Rechte am zugrundeliegenden Vermögenswert fielen an Evotec zurück.

Der Anstieg des bereinigten Konzern-EBITDA auf 93,2 Mio. EUR (9M 2018: 68,7 Mio. EUR) resultierte vor allem aus der sehr guten Performance im Basisgeschäft, den soliden Beiträgen aus Meilensteinerreichungen und Lizenzumsätzen, dem positiven EBITDA-Beitrag von Just - Evotec Biologics und den Effekten aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 (+10,1 Mio. EUR).

In den ersten neun Monaten 2019 belief sich das operative Ergebnis von Evotec auf 46,4 Mio. EUR (9M 2018: 59,5 Mio. EUR). Ein Vorjahresvergleich ist jedoch nicht aussagekräftig, da 2018 durch den Einmaleffekt des negativen Unterschiedsbetrags aus der Akquisition von ID Lyon (15,4 Mio. EUR) deutlich positiv beeinflusst wurde. Das Periodenergebnis betrug in den ersten neun Monaten 2019 29,7 Mio. EUR (9M 2018: 52,3 Mio. EUR) und ist ebenfalls nicht vergleichbar mit dem Vorjahreswert, da es durch den Einmaleffekt von Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte beeinflusst wurde.

Evotec beendete das dritte Quartal 2019 mit einer starken Liquiditätsposition von 282,6 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 149,5 Mio. EUR). Davon entfielen 249,6 Mio. EUR auf Barguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten und 33,0 Mio. EUR auf Wertpapiere. Die Liquidität wurde in den ersten neun Monaten vor allem durch die vollständige Rückzahlung des Restes der Brückenfinanzierung in Höhe von 140 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Akquisition von Aptuit im August 2017, sowie die Rückzahlung flexibler Bankkreditverträge, die erfolgreiche Ausgabe eines Schuldscheins des Unternehmens im Wert von 250 Mio. EUR brutto mit einer sehr attraktiven Verzinsung von unter 1,5% sowie dem Abruf einer weiteren Tranche des Forschungs-Darlehens der European Investment Bank und die Akquisition von Just - Evotec Biologics beeinflusst.

OPERATIVE PERFORMANCE
Das Segment EVT Execute setzte seinen starken Wachstumskurs durch die Unterzeichnung neuer oder die Verlängerung etablierter Partnerschaften fort. Die starke Performance wurde durch die Unterzeichnung einer strategischen mehrjährigen Wirkstoffforschungspartnerschaft in mehreren Therapiebereichen mit Takeda unterstrichen. Evotec wird ihre führende integrierte Wirkstoffforschungsplattform einsetzen, um klinische Kandidaten zu finden, die Takeda in der klinischen Entwicklung weiterverfolgen wird. Evotec hat Anspruch auf präklinische, klinische und kommerzielle Meilensteine, die insgesamt mehr als 170 Mio. $ pro Programm ausmachen können, sowie auf Umsatzbeteiligungen.

Die Integration von Just - Evotec Biologics in den Evotec-Konzern verläuft planmäßig. In den ersten drei Monaten seit der Akquisition unterzeichnete Just - Evotec Biologics neue Vereinbarungen mit z. B. Teva und Biocon Biologics.

EVT Innovate hat in den bestehenden Kooperationen weiterhin gute Fortschritte erzielt, wichtige Neuverträge unterzeichnet und bestehende Verträge verlängert und erreichte in den Beteiligungspipelines größere Fortschritte. Mit seinem P2X3-Antagonisten in der Indikation chronischer Husten erzielte Bayer in der Phase II (Wirksamkeitsnachweis) positive Ergebnisse, die sowohl gute Wirksamkeit als auch auf Sicherheit zeigten.

Das Academic-BRIDGE-Portfolio von Evotec wurde durch LAB555 erweitert, die erste BRIDGE in Israel (nach Ende der Berichtsperiode). Ziel der Partnerschaft ist die beschleunigte Wirkstoffforschung und -entwicklung durch eine effiziente Translation frühphasiger Forschungsprojekte der Hebrew University.

Evotec investiert weiterhin in vielversprechende Unternehmen mit operativen Synergien. So beteiligte sich das Unternehmen nach erfolgreicher Einreichung von Aeovians erstem Wirkstoffkandidaten an der Series A-Finanzierung von Aeovian und nahm mit Breakpoint Therapeutics, einem virtuellen Unternehmen, das auf die Entwicklung von Evotecs Portfolio im Bereich DNA-Schadensantwort fokussiert ist, die zweite Ausgründung vor. Zudem investierte Evotec in die in Boston ansässige NewCo Immunitas Therapeutics, die sich mit monoklonalen Antikörpern beschäftigt.

Evotec baute ihre Vorreiterrolle auf den Gebieten Frauengesundheit und Antiinfektiva-Forschung weiter aus. Evotec ging eine Partnerschaft mit Celmatix ein, um präklinische Programme für weit verbreitete, aber unterversorgte Erkrankungen zu entwickeln, die sich auf die reproduktive Gesundheit von Frauen auswirken. Dazu gehören das Polyzystische Ovarialsyndrom ("PCOS"), Endometriose und Unfruchtbarkeit.

Im Feld der Antiinfektivaentwicklung schloss Evotec zusätzliche Kooperationen wie z. B. "GNA Now", eine neue Initiative zur Entwicklung neuartiger antibakterieller Wirkstoffe ab. Durch die Zunahme antibiotischer Resistenzen als wachsende Bedrohung öffentlicher Gesundheitssysteme konnte Evotec Projektfinanzierungen erhalten, um die Wirkstoffforschung in diesem Bereich mit hohem medizinischen Bedarf weiter voranzutreiben.

Nach dem Ende der Berichtsperiode gründeten Evotec und Vifor Pharma ein Joint Venture, das sich auf die Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapien im Bereich Nephrologie konzentriert. Beide Unternehmen werden jeweils einen Anteil von 50% halten, wobei Vifor Pharma für den Aufbau einer Nephrologie-Pipeline den Zugang zu den F+E-Kapazitäten von Evotec nutzen wird, während Evotec einen Vermarktungspartner für alle durch das Joint Venture entwickelten Wirkstoffe gewinnt. Die Anfangsfinanzierung von 25 Mio. EUR für die präklinische Entwicklung wird von Vifor Pharma übernommen, während Evotec ihre PanHunter Bioinformatik-Plattform in Kombination mit hochwertigen Datensätzen tausender Nierenpatienten in das Joint Venture einbringt.

ANHEBUNG DER EBITDA PROGNOSE FÜR DAS GESAMTJAHR 2019 Die Prognose bezüglich Umsatz und unverpartnerte F&E-Kosten für das Gesamtjahr 2019 wird bestätigt; Die EBITDA-Prognose wird auf etwa 15% (zuvor: >10%) angehoben.


Prognose 2019
Ergebnis 2018
Konzernerlöse aus Verträgen mit Kunden ohne Erlöse aus Weiterbelastungen
Etwa 15% Wachstum
364,0 Mio. EUR
Unverpartnerte F+E-Aufwendungen
Ca. 30-40 Mio. EUR
22,9 Mio. EUR
Bereinigtes Konzern-EBITDA
Anstieg um etwa 15% gegenüber 2018
92,0 Mio. EUR

Auf einem Blick - Chart und News: Evotec


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