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DGAP-News: Epigenomics AG veröffentlicht Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2020

12.11.2020, 08:47:13 (www.4investors.de - in Kooperation mit DGAP - EQS Group):

DGAP-News: Epigenomics AG / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung/9-Monatszahlen
Epigenomics AG veröffentlicht Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2020

12.11.2020 / 08:47
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Epigenomics AG veröffentlicht Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2020

Berlin (Deutschland) und San Diego, CA (USA), 12. November 2020 - Die Epigenomics AG (FSE: ECX, OTCQX: EPGNY, das "Unternehmen") hat heute die Finanzergebnisse (nach IFRS, ungeprüft) für die ersten neun Monate 2020 veröffentlicht.

Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

  • Am 16. Oktober 2020 hat die staatliche US-amerikanische Krankenversicherung Centers for Medicare und Medicaid Services (CMS) einen vorläufigen negativen Erstattungsvorschlag im Zusammenhang mit der National Coverage Determination (NCD) von Epi proColon, dem von Epigenomics entwickelten Bluttest zur Darmkrebsvorsorge, veröffentlicht. Im Anschluss an die 30-tägige öffentliche Kommentierungsphase, die am 15. November 2020 endet und die dazu genutzt wird, die CMS von den wissenschaftlich erwiesenen Vorteilen des Bluttests Epi proColon zu überzeugen, werden die CMS innerhalb von 60 Tagen ihre endgültige Entscheidung veröffentlichen.

Greg Hamilton, CEO der Epigenomics AG: "Die vorläufige Entscheidung der CMS ist für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar. Es ist für uns unerklärlich, warum unsere Mikrosimulationsstudien von CISNET und der Harvard Medical School bei der Entscheidungsfindung der CMS nicht berücksichtigt wurden. Beide Studien wurden in anerkannten wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht und zeigen eindeutig, dass Epi proColon die Häufigkeit und Mortalität von Darmkrebs genauso wirksam oder besser als andere zugelassene Methoden senken kann. Im Endeffekt geht die vorläufige Entscheidung der CMS somit zu Lasten der Patienten und nimmt vermeidbare Todesfälle billigend in Kauf. Wir glauben an die Chance, dass die CMS auf Basis dieser Ergebnisse ihre finale Entscheidung noch ändert - wie bereits in der Vergangenheit geschehen - und werden nichts unversucht lassen, die CMS dahingehend umzustimmen."

  • Am 26. Oktober 2020 hat der Vorstand der Epigenomics AG zudem gemäß § 92 Abs. 1 AktG bekanntgegeben, dass nach pflichtmäßigem Ermessen ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist. Demzufolge wurde von der Gesellschaft fristgerecht am 5. November 2020 die Einladung zu einer außerordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht, welche am 27. November 2020 als virtuelle Veranstaltung stattfinden wird.
  • Darüber hinaus wurde am 3. November 2020 von der Gesellschaft die Absicht verkündet, der außerordentlichen Hauptversammlung die Herabsetzung des Grundkapitals sowie eine Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von bis zu EUR 5,5 Mio. vorzuschlagen.

Greg Hamilton: "Wir sind der festen Überzeugung, dass sowohl unser von der FDA zugelassener Bluttest als auch unsere zukünftige Produktpipeline enormes Potenzial hat. Unsere derzeitige Liquiditätssituation schränkt jedoch unsere Möglichkeiten ein, sowohl die Chance zu erhöhen, die Entscheidung der CMS für Epi proColon rückgängig zu machen, als auch strategische Alternativen zu identifizieren und umzusetzen, die den Shareholder Value maximieren. Die Wandelschuldverschreibungen, die eine sogenannten Backstop-Vereinbarung beinhalten, in der sich unser größter Aktionär, die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, verpflichtet hat, Anleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 4,0 Mio. zu zeichnen, stellen eine wichtige Brückenfinanzierung für unser Unternehmen dar. Grundsätzlich erhält aber jeder Aktionär ein Bezugsrecht, um einer Verwässerung seiner Anteile vorzubeugen. Wir bitten alle Aktionäre, sich für die Hauptversammlung anzumelden und bei der Abstimmung unseren Vorschlägen zu folgen, um unsere Erfolgsaussichten zu maximieren."

9M 2020 Finanzergebnisse

  • Die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2020 lagen bei TEUR 541, im Vergleich zu TEUR 847 im Vorjahreszeitraum, was auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist. Ursächlich dafür waren geringere Produktumsätze in den USA, da in der aktuellen Pandemie-Situation viele Berechtigte ihre Vorsorgeuntersuchungen aufschieben.
  • Die Forschungs- & Entwicklungskosten sanken im 9-Monatszeitraum von TEUR 5.654 im Vorjahr auf TEUR 3.412. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der aufgrund der Covid-19-Pandemie erzwungenen Unterbrechung nahezu aller klinischen Studien in den USA, darunter auch die Post-Approval Studie für Epi proColon.
  • Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind im Berichtszeitraum um TEUR 1.429 auf TEUR 5.442 (9M 2019: TEUR 6.871) gesunken, bedingt durch die Verringerung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten, da aufgrund der Pandemie nahezu alle relevanten Veranstaltungen wie Konferenzen und Messen abgesagt wurden.
  • Insgesamt verringerten sich die operativen Kosten aus den oben genannten Gründen im 9-Monatsvergleich von EUR 13,4 Mio. auf EUR 10,9 Mio.
  • Das bereinigte EBITDA (vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung) lag innerhalb der ersten neun Monate 2020 bei EUR -8,1 Mio. (9M 2019: EUR -9,7 Mio.).
  • Der Periodenfehlbetrag verbesserte sich auf EUR 9,1 Mio. (9M 2019: EUR 10,0 Mio.); der Verlust je Aktie reduzierte sich zusätzlich aufgrund der gestiegenen Aktienanzahl als Folge der zuletzt durchgeführten Kapitalerhöhungen auf EUR 0,20 (9M 2019: EUR 0,28).
  • Der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank in den ersten neun Monaten 2020 deutlich um EUR 3,3 Mio. auf EUR 7,5 Mio. (9M 2019: 10,8 Mio.). Ursächlich dafür ist das zum Vorjahr verbesserte Betriebsergebnis (EBIT).
  • Zum 30. September 2020 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von EUR 6,6 Mio. (inkl. marktgängiger Wertpapiere) gegenüber EUR 11,0 Mio. zum Jahresende 2019.

Ausblick 2020:

Umsatz / EBITDA / Finanzmittelverbrauch

  • Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen von Covid-19 hat die Epigenomics AG, wie viele börsennotierte Unternehmen und wie bereits im Halbjahresbericht 2020 erläutert, die Umsatzprognose für 2020 zurückgezogen. Zudem korrigiert die Gesellschaft nun die Prognose für das bereinigte EBITDA (vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung) und den Finanzmittelverbrauch für 2020 nach oben, da die im Frühjahr eingeleiteten Kostenreduzierungsprogramme mittlerweile deutliche Erfolge zeigen. Das EBITDA vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung wird innerhalb der Bandbreite von EUR -10,0 Mio. bis EUR -11,0 Mio. (vorher: EUR -10,5 Mio. bis EUR -12,5 Mio.) und der Finanzmittelverbrauch in einer Bandbreite von EUR 10,0 Mio. bis EUR 11,0 Mio. (vorher: EUR 10,5 Mio. bis EUR 12,5 Mio.) erwartet.

Weitere Informationen

Der Finanzbericht für die ersten neun Monate 2020 ist auf der Epigenomics Website verfügbar: https://www.epigenomics.com/de/news-investoren/finanzberichte/.

Darüber hinaus finden Sie auf der Epigenomics Website einen Brief des Vorstands an die Aktionärinnen und Aktionäre der Gesellschaft: https://www.epigenomics.com/de/news-investoren/hauptversammlung/.
 

Über Epigenomics
Epigenomics AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit dem Fokus auf Bluttests zur Früherkennung von Krebs. Auf Basis seiner patentgeschützten Biomarker-Technologie für den Nachweis methylierter DNA entwickelt und vermarktet Epigenomics Bluttests für verschiedene Krebsindikationen mit hohem medizinischem Bedarf. Epigenomics' Hauptprodukt ist der Bluttest Epi proColon(R) zur Früherkennung von Darmkrebs. Epi proColon ist von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassen und wird in den USA, Europa, China und weiteren ausgewählten Ländern vermarktet. Für Epi proLung(R), einen Bluttest zur Erkennung von Lungenkrebs sowie für HCCBloodTest, einen Bluttest zur Erkennung von Leberkrebs, hat das Unternehmen das CE-Kennzeichen zur Vermarktung in Europa erhalten.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.epigenomics.com.
 

Kontakt:
Unternehmen
Epigenomics AG, Geneststrasse 5, 10829 Berlin
Tel +49 (0) 30 24345 0, Fax +49 (0) 30 24345 555, E-Mail: contact@epigenomics.com

Investor Relations
IR.on AG, Frederic Hilke, Tel +49 221 9140 970, E-Mail: ir@epigenomics.com

 

Hinweis zu zukunftsgerichteten Aussagen

Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

 



12.11.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Epigenomics AG
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Deutschland
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Fax: +49 30 24345-555
E-Mail: ir@epigenomics.com
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