Raiffeisen: Altera, Intel, Griechenland und Staatsanleihen im Blickpunkt

Bild und Copyright: drserg / shutterstock.com.

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02.06.2015 09:07 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nach dem gestrigen Datenhochkaräter (ISM stieg unerwartet auf 52,8 Indexpunkte, siehe gestrige Short Note) ist der Datenkalender in den USA für heute wenig spannend. Es stehen lediglich die Auftragseingänge zur Veröffentlichung an. In der Eurozone wird heute neben der deutschen Arbeitslosenquote die erste Hochrechnung für den Verbraucherpreisindex der Eurozone veröffentlicht. Die Schnellschätzung der deutschen Inflationsrate gestern lieferte ein weiteres Indiz dafür, dass der Konsumentenpreisindex für die gesamte Eurozone zum ersten Mal seit November 2014 im Vergleich zum Vorjahr wieder zulegen könnte. Aufgrund des im Mai gestiegenen Ölpreises sollte der dämpfende Effekt der Energiepreise nachlassen. Marktthema bleibt weiterhin Griechenland. Beim gestrigen Treffen mit den Geldgebern ist man lediglich übereingekommen, die Verhandlungen mit höherer Intensität verfolgen zu wollen. Am Primärmarkt werden heute Zypern, Malta und der ESM Schatzanweisungen platzieren.

Aktienmärkte
Zum Wochenauftakt verbuchten die wichtigsten US-Aktienindizes moderate Gewinne und beendeten den Handelstag allesamt im positiven Terrain. Gemischte Wirtschaftsdaten sorgten für einiges an Zurückhaltung unter den Investoren. Während Daten zu den Verbraucherausgaben enttäuschten, gab es den Einkaufsmanagerindizes von Markit und ISM zufolge im verarbeitenden Gewerbe ein Wachstum über den Konsensschätzungen. Für Aufsehen sorgte die Übernahme von Altera durch den US-Chiphersteller Intel. Kostenpunkt rund USD 16,7 Mrd. Altera soll dem Halbleiter-Primus helfen, im gewinnträchtigen Geschäft mit Datenzentren erfolgreich zu sein. Der japanische Aktienmarkt konnte vom weiteren Verfall des japanischen Yens (ggü. dem USD wurde ein 12-Jahrestief erreicht) nicht übermäßig profitieren und so beendete der Nikkei 225 den Handelstag nahezu unverändert. Nach aktuellen Futures-Indikationen zeichnet sich an den europäischen Börsenplätzen ein Handelsbeginn auf Vortagesniveau ab.

Credit
Gestern gab es eine Reihe von EUR Corporate Bond Emissionsankündigungen. Der Papierproduzent Stora Enso (Ba2/BB) hat bereits mehrere Investorenmeetings abgehalten, eine EUR Emission ist demnächst zu erwarten. Mit einer weiteren Anleihe ist von dem US-amerikanischen Agrarproduzent Archer-Daniels-Midland (A2/A) zu rechnen. Aus Österreich wird die Uniqa Versicherung (A-) mehrere Investorenmeetings abhalten um eine EUR Nachranganleihe zu bewerben. Die britische Aviva Versicherung hat bereits gestern neben einer GBP 400 Mio. Anleihe eine 30,5 jährige EUR 900 Mio. Nachranganleihe platziert (Erster Call im Dezember 2025, Baa1, MS+255 BP). Sekundärmarkt: Am ersten Handelstag des Monats gab es trotz guter Konjunkturdaten leichte Risikoprämienanstiege.

Zentraleuropa / Osteuropa
- CZ: Konjunkturaufschwung hält an
- HU: Wachsender Handelsbilanzüberschuss, starker Einkaufsmanagerindex
- PL: Einkaufsmanagerindex ließ stärker nach als erwartet
- RU: Staatskasse hebt REPO-Grenze auf RUB 100 Mrd. an

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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