m4e AG: „Die operativen Erfolge spiegeln sich noch nicht im Kurs wider“

m4e-CEO Hans Ulrich Stoef im Interview mit der Redaktion von www.4investors.de. Foto und Copyright: m4e.

m4e-CEO Hans Ulrich Stoef im Interview mit der Redaktion von www.4investors.de. Foto und Copyright: m4e.

Nachricht vom 21.05.2015 21.05.2015 (www.4investors.de) - Gewinnsprung bei der m4e AG: Das Münchener Brand Management- und Medienunternehmen konnte 2014 sein EBIT um 71 Prozent auf 2,1 Millionen Euro steigern. Bei Umsätzen von 18,1 Millionen Euro sprang die EBIT-Marge von 6,5 Prozent auf 11,8 Prozent. Die Konzentration auf das margenstärkere Kerngeschäft Entertainment trägt Früchte und lässt für 2015 weitere Gewinnsteigerungen erwarten. Im Interview mit der Redaktion von www.4investors.de zeigt sich m4e-CEO Hans Ulrich Stoef zuversichtlich, bereits in Kürze einige neue Output-Deals bekanntgeben zu können, und gleichzeitig enttäuscht über das aktuelle Kursniveau der m4e-Aktie. Hauck + Aufhäuser bescheinigt m4e mit einem Kursziel von 5,50 Euro ein Potenzial von 76 Prozent.


www.4investors.de: Herr Stoef, m4e hat im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnisplus von 71 Prozent ausgewiesen. Gab es Sonderfaktoren, die das Ergebnis positiv beeinflusst haben oder ist der Gewinnsprung eine direkte Folge der Konzentration auf das margenstärkere Kerngeschäft Entertainment?

Stoef:
Nein, Sondereffekte, die das Ergebnis positiv beeinflusst hätten, gab es im Geschäftsjahr 2014 nicht. Die guten Zahlen sind vielmehr das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und Weiterentwicklung des Unternehmens über Jahre. Insbesondere die Fokussierung auf den Bereich Family Entertainment hat sich ausgezahlt und trägt jetzt Früchte – das zeigt insbesondere die in 2014 auf 11,8 Prozent fast verdoppelte EBIT-Marge.

www.4investors.de: Die Produktion der dritten Staffel von „Mia and me“ ist bereits gestartet. Wann wird diese im TV zu sehen sein und welche langfristigen Pläne haben Sie mit der Marke „Mia and me“?

Stoef:
Die dritte Staffel, die sich seit wenigen Wochen in Produktion befindet, soll im Herbst 2016 ausgeliefert werden. Der Content wird ständig erweitert und wir gehen davon aus, dass auch eine vierte Staffel von „Mia and me“ sowie ein Kinofilm, geplant für 2017, produziert wird, damit wir den nachwachsenden Fans immer neue Inhalte und spannende Abenteuer bieten können, die gleichzeitig die Marke ausbauen. Wir sind zuversichtlich, dass uns „Mia and me“ noch über Jahre hinaus sehr viel Freude bereiten wird.

www.4investors.de: Inwiefern ist diese Serie für die m4e auch Türöffner für weitere Projekte?

Stoef:
Es war sehr wichtig zu beweisen, dass auch in Deutschland Animationsserien mit Weltformat entwickelt und produziert werden können, welche sich wiederum auch zur Konsumgütermarke entwickeln können. Dies ist uns gelungen und natürlich schaut der internationale Markt auf uns und ist gespannt, was wir als nächstes Projekt anbieten werden. Niemand – weder TV-Sender noch Hersteller von Merchandisingartikeln – möchten einen Hit versäumen. Augenblicklich stehen wir sicherlich für hohe Qualität mit Hit-Potenzial und das hilft uns, bereits frühzeitig Partnerschaften zu schließen und die Finanzierungen für neue Produktionen sicherzustellen.

www.4investors.de: Im Oktober 2014 feierte Ihre Eigenproduktion „Tip the Mouse“ unter dem deutschen Titel „Leo Lausemaus“ bei Super RTL ihre Deutschlandpremiere. Haben sich Ihre Erwartungen an die neue Serie – national wie international – bisher erfüllt?

Stoef:
Wir sind äußerst zufrieden mit der Entwicklung und auch bereits in Gesprächen mit den Co-Produktionspartnern in Bezug auf eine weitere Staffel. Die Quoten bei Super RTL haben die Erwartungen mehr als erfüllt, ebenso wie bei den Sendern in Italien, Niederlanden, Belgien, Frankreich und Holland. Mit „Tip the Mouse“ haben wir eine weitere Serie von internationaler Bedeutung an den Start gebracht.

www.4investors.de: Kommen wir auf das laufende Geschäftsjahr zu sprechen: Welche Ziele haben Sie sich für 2015 gesetzt?

Stoef:
Wir wollen unsere Marken „Mia and me“, „Tip the Mouse“ sowie die neue Serie „Wissper“ weiter ausbauen und neue Märkte erschließen. Gleichzeitig planen wir neue Produktionen von Stoffen, die sich augenblicklich in der Entwicklung befinden. In der Folge rechnen wir mit einem Umsatzplus von 8 Prozent bei einer überdurchschnittlichen EBITDA-Steigerung von mindestens 12 Prozent. Außerdem starten wir neue Entwicklungen und Kooperationen über unsere Tochtergesellschaft Hahn + m4e Productions, die uns in den nächsten Jahren zu zusätzlichem Wachstum verhelfen sollen.

www.4investors.de: Bis 2019 planen Sie 13 Serien/Marken bzw. Co-Produktionen mit einem Gesamtbudget von bis zu 50 Millionen Euro – das klingt ambitioniert. Wie werden Sie diese Projekte finanzieren? Benötigen Sie eine Kapitalerhöhung?

Stoef:
Wir sind in der Lage, die für diese Projekte notwendigen Mittel aus dem operativen Cashflow zu bewerkstelligen und benötigen aus heutiger Sicht keine Kapitalerhöhung. Nur wenn wir schnell mehr produzieren wollen und gleichzeitig unsere Equity-Positionen erhöhen möchten, könnte dieses eine Kapitalmaßnahme notwendig machen. Das sehen wir allerdings zurzeit nicht.

www.4investors.de: Welche Rolle wird dabei die von Ihnen bereits angesprochene Tochter Hahn + m4e Productions GmbH spielen, die gemeinsame Produktionsfirma von Gerhard Hahn/Hahn Film AG und der m4e Gruppe?

Stoef:
Wie gesagt, wir haben große Pläne in der Zusammenarbeit mit Gerhard Hahn, dem Schöpfer von „Mia and me“, und durch die Neugestaltung und den deutlichen Ausbau der Kooperation setzen wir nicht nur ein Zeichen für Kontinuität, sondern wollen auch den Output an neuen Programmmarken deutlich erhöhen. Das gemeinsame Produktionsunternehmen Hahn + m4e Productions GmbH wird zur exklusiven Produktions- und Vermarktungsplattform für beide Unternehmen und deren künftige Entwicklungen, Produktionen und Koproduktionen. Das wird natürlich mittelfristig zu weiterem signifikantem Wachstum für m4e führen. Wir sind zuversichtlich, bereits in Kürze einige neue Output-Deals bekanntgeben zu können.

www.4investors.de: Trotz des deutlichen Ergebnissprungs notiert die m4e-Aktie noch auf dem Niveau des Vorjahres. Hauck + Aufhäuser empfiehlt die m4e-Aktie in ihrem Research-Update mit einem Kursziel von 5,50 Euro zum Kauf. Hat die Börse das Potenzial der m4e-Aktie noch nicht erkannt, das die Analysten sehen?

Stoef:
Um ehrlich zu sein, müssen wir zugeben, dass wir sehr enttäuscht über die Stagnation der Aktie sind. Natürlich beschäftigt uns das Thema, warum die operativen Erfolge sich nicht entsprechend im Kurs widerspiegeln. Unser Geschäftsmodell bietet grundsätzlich ein großes Wertsteigerungspotenzial, was wir natürlich auch gerne belohnt sehen möchten. (Redakteur: Redaktion 4investors  Redaktion 4investors auf Twitter )


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