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Raiffeisen: Griechenland, Euro-Dollar-Kurs und Staatsanleihen im Blickpunkt


05.01.2015 08:55 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nachdem am Freitag der ISM-Index aus den USA wie prognostiziert unter Konsensus gefallen ist (von 58,7 auf 55,5 Punkte, womit er sich immer noch im Hochkonjunktur-Bereich befindet), finden sich in den USA erst im späteren Wochenverlauf wieder wichtige Wirtschaftsdaten am Kalender (insbesondere Arbeitsmarktbericht am Freitag). In der Eurozone steht dagegen mit dem Sentix-Index die erste Konjunkturumfrage für den Jänner auf dem Programm. Nach der Verbesserung im Vormonat gehen wir dieses Mal von einem unveränderten Wert aus, was kompatibel mit der zuletzt beobachtbaren Bodenbildung/Wende nach oben bei den meisten Konjunkturvorlaufindikatoren in der Eurozone wäre. Vor dem Hintergrund einer in Aussicht gestellten Ausweitung des QE durch die EZB dürften auch die ersten Infl ationsdaten für Deutschland für den Dezember viel Beachtung finden: durch den dramatischen Ölpreisverfall ist klar, dass die Inflationsrate (inkl. Energiepreise) stark zurückgegangen ist (mit höchstwahrscheinlich einem weiteren Rückgang in den Jännerdaten). Am Finanzmarkt sorgt heute Morgen vor allem EUR/USD für Schlagzeilen: Mit knapp über 1,19 handelt der EUR auf dem tiefsten Niveau seit Juni 2010 - angesichts der Diskussionen um Griechenland und der Aussicht auf baldiges QE durch die EZB nicht allzu überraschend. Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf unverändert auch noch deutlich tiefere Niveaus. Auch der Ölpreis (Brent) erreichte heute Morgen mit 54,2 einen neuen Tiefstand.

Aktienmärkte


Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den US-Aktienmärkten am Freitag einen uneinheitlichen Start ins neue Jahr beschert. Lediglich der Dow Jones Industrials rettete sich noch leicht ins Plus, nachdem er über weite Strecken in der Verlustzone verharrt hatte. Innerhalb des S&P 500 zählten u.a. Versorger, Telekom und Energie zu den Gewinnern, während zyklische Sektoren auf der Verliererseite standen. Wenig Risikobereitschaft war auch am japanischen Aktienmarkt festzustellen. Der Nikkei 225 startete verhalten ins neue Jahr. Zu den Verlierern zählten in erster Linie exportorientierte Werte. Diese Woche werden die richtungsweisenden Impulse für die Aktienmärkte von der konjunkturellen Seite dies- und jenseits des Atlantiks kommen. Zudem wird die unsichere Lage im Krisenland Griechenland im Fokus stehen. Auf Unternehmensseite stehen vorerst noch keine nennenswerten Unternehmensveröffentlichungen an. Erst die Woche darauf werden dann die wirklichen Schwergewichte die Berichtssaison eröffnen. Analysten erwarten auf aggregierter Ebene ein Gewinnplus von 2,4 % bei den S&P 500 Unternehmen. Die Diskussionen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone werden heute im Zentrum des Anlegerinteresses stehen. Ersten Indikationen zufolge ist an den europäischen Aktienmärkten daher mit einem schwächeren Handelsbeginn zu rechnen.

Credit-Märkte


Auch am europäischen Corporate Bond Markt bleibt das engagierte Vorgehen der EZB im Mittelpunkt. Die Unternehmensanleihen dürften 2015 vor allem profitieren, wenn die EZB erstmals mit Käufen dieser Instrumente beginnen sollte. Banken: Die Europäische Bankenaufsicht EBA hat letzte Woche der Europäischen Kommission Vorschläge zur Überarbeitung der Regeln bzgl. der Asset Backed Securities übermittelt. Covered Bonds: Barclays plant einen GBP denominierten Covered Bond (3 Jahre, voraussichtliches Rating: AAA/Aaa/AAA). Ratings: Fitch hat das Rating des Computerherstellers Dell von BB- auf BB hinaufgestuft. Darüber hinaus gab Moody’s bekannt, die Covered Bonds der Deniz Bank auf eine mögliche Ratinghinabstufung überprüfen zu wollen.

Zentral- und Osteuropa


- Polnischer Zloty sowie ungarischer Forint über Feiertage unter Druck, getrieben durch Zinssenkungsphantasie und Unsicherheiten in Russland
- Russischer Rubel zeigt sich, nach den extremen Bewegungen Mitte Dezember 2014, etwas stabilisiert
- Einkaufsmanagerindizes für Dezember in Polen (52,8) und Tschechien (53,3) zeigten leichte Rückgänge gegenüber November

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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