Kromi Logistik: Autobranche als Wachstumschance

Uwe Pfeiffer, Finanzvorstand von Kromi Logistik, im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de. Bild und Copyright: Kromi.

Uwe Pfeiffer, Finanzvorstand von Kromi Logistik, im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de. Bild und Copyright: Kromi.

Nachricht vom 08.01.2014 08.01.2014 (www.4investors.de) - Eine weiter steigende Profitabilität steht bei Kromi für das neue Jahr ganz oben auf der Agenda. Dies macht Uwe Pfeiffer, Finanzvorstand von Kromi Logistik, im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de deutlich. Pfeiffer erläutert in dem Interview, dass die Internationalität seiner Gesellschaft immer weiter voranschreitet. Er sieht auf dem brasilianischen Markt ein enormes Potenzial, doch auch die Autobranche soll zum kommenden Wachstum beitragen. Pfeiffer spricht über die Prognose für das laufende Jahr und macht sich Gedanken über künftige Zukäufe.


"/medienpool/unternehmen/kromi/pfeiffer.jpg" alt="Uwe Pfeiffer, Finanzvorstand von Kromi Logistik, im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de. Bild und Copyright: Kromi." title="Uwe Pfeiffer, Finanzvorstand von Kromi Logistik, im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de. Bild und Copyright: Kromi." class="textbild" />www.4investors.de: Das vergangene Geschäftsjahr haben Sie mit einem minimalen Gewinn abgeschlossen. Welche Erwartungen haben Sie für das laufende Geschäftsjahr?

Pfeiffer: Wir blicken auf eine sehr erfreuliche Entwicklung unseres Geschäfts im vergangenen Berichtsjahr zurück. So konnten wir – bei einem Umsatzwachstum von rund 14 Prozent – unser Betriebsergebnis verfünffachen und unsere bereinigte EBIT-Marge nahezu verdoppeln. Für das laufende Jahr 2013 / 2014 planen wir eine erneute Geschäftsausweitung, insbesondere im deutschen Heimatmarkt und in Brasilien. Das Hauptaugenmerk liegt für uns dabei auf der Erhöhung der Profitabilität. So erwarten wir, neben einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich, auch beim operativen Ergebnis eine kontinuierliche Verbesserung. Entscheidende Faktoren für die Ergebnisentwicklung werden insbesondere die aktuell robust verlaufene Konjunktur und damit die Produktionsniveaus unserer Kunden sein. Sollten sich diese positiv entwickeln, streben wir im Rahmen unserer sukzessiven, profitablen Wachstumsstrategie eine weitere Steigerung des EBIT an.

www.4investors.de: Währungseffekte machen vielen Gesellschaften derzeit Probleme. Wie sieht das bei Kromi aus?

Pfeiffer: Das Auslandsgeschäft ist derzeit hinsichtlich des Risikopotenzials aus Währungsdifferenzen zu vernachlässigen, da bei Kromi ausschließlich in Euro fakturiert wird. Lediglich in Brasilien werden Wareneinkäufe und Verkäufe durch die Tochtergesellschaft vor Ort in Landeswährung getätigt. Ein direktes Währungsänderungsrisiko aufgrund von Handelsgeschäften liegt somit derzeit nicht bzw. nur in untergeordnetem Umfang vor. Hinsichtlich der Rückzahlung für den Kapitaldienst des Investments an die Muttergesellschaft trägt unsere brasilianische Tochtergesellschaft das Währungsrisiko. Währungseffekte, die nach IFRS-Bilanzierung unser Ergebnis beeinflussen, sind reine, nicht realisierte Bewertungsänderungen. Dies ist allerdings eher eine bilanzielle als eine auf direkte Wechselkursdifferenzen zurückzuführende Thematik, die beispielsweise in unserem HGB-Abschluss keine Rolle spielt.

www.4investors.de: Die Margen haben sich ein wenig zum Sorgenkind bei Kromi entwickelt. Gibt es dort eine Verbesserung? Haben Sie Gegenmaßnahmen getroffen?

Pfeiffer: Als Sorgenkind würde ich unsere Margensituation nicht bezeichnen. Die Entwicklung ist vielmehr dem starken Wachstum der vergangenen Jahre geschuldet, in denen wir viele Neukunden gewinnen konnten. Dies ist anfangs traditionell mit geringeren Margen verbunden. Daneben muss die Entwicklung auch immer differenziert und vor allem langfristig betrachtet werden. So sind zum Beispiel die erzielbaren Margen im Ausland aktuell niedriger als auf dem schon lange bearbeiteten Heimatmarkt. Daneben beobachten wir – auf Quartalssicht – immer auch einmal Zeiträume, in denen insgesamt eher geringmargige Werkzeuge nachgefragt werden. Dennoch ist natürlich die Optimierung der Margen für uns der Schlüssel zur Profitabilitätssteigerung. Deshalb haben wir, auch in unserem immer wichtiger werdenden Engineering- und Consulting-Bereich, verschiedene Maßnahmen getroffen, um die Gesamtmarge zu erhöhen. Dazu gehört auch, Auslandsengagements permanent auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen und – wo nötig – gegenzusteuern. In diesem Zusammenhang haben wir uns im abgelaufenen Geschäftsjahr entschieden, die direkten Aktivitäten auf dem französischen Markt vorerst einzustellen und die Niederlassung vor Ort zu schließen. Die hier erzielbaren Margen entwickelten sich nicht wie erhofft. Ein zukünftiges Engagement bleibt für uns, bei veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen, aber weiterhin eine Option der Unternehmensstrategie.

www.4investors.de: Brasilien war zuletzt einer Ihrer Favoriten. Wird dies auch im kommenden Jahr der Fall sein?

Pfeiffer: Unsere Tochter in Brasilien ist für uns ein wesentliches Standbein, um international zu agieren und zudem ein Markt mit einem immensen Potenzial. Viele Hersteller aus der Automobil- und Luftfahrtbranche haben dort in den vergangenen Jahren Werke etabliert. Da das Land immer noch auf der Schwelle zu einem Industriestaat steht, haben sich viele Prozesse noch nicht so einspielen können, wie das unter anderem in europäischen Ländern der Fall ist. Damit kommen immer wieder neue Herausforderungen auf uns zu. Wir sind aber weiterhin absolut davon überzeugt, mit unserer brasilianischen Tochter eine wichtige Investition für die Zukunft getätigt zu haben. Unser aktuelles dortiges Umsatzwachstum von – in Landeswährung – 64 Prozent belegt diese großen Möglichkeiten.

www.4investors.de: Welche Pläne stehen bei Kromi 2014 im Fokus?

Pfeiffer: Für Kromi steht auch im kommenden Jahr die Profitabilitätssteigerung ganz oben auf der Agenda. Wir sind in den letzten Jahren enorm gewachsen und haben zahlreiche Neukunden gewinnen können. Nun gilt es, mit unseren beim Kunden etablierten Systemen gemeinsam weiter zu wachsen und unsere Margen zu steigern. Grundsätzlich werden wir jedoch auch jeder guten Neuakquisition Priorität einräumen. Unsere starke Eigenkapitalbasis und die Ertragssituation unterstützen dieses Vorgehen.

"/medienpool/unternehmen/kromi/werkzeuge1.jpg" alt="Tool Management Lösung von Kromi Logistik. Bild und Copyright: Kromi." title="Tool Management Lösung von Kromi Logistik. Bild und Copyright: Kromi." class="textbild" />www.4investors.de: Ihre Personalaufwandsquote ist zuletzt gesunken. Wird sich dies fortsetzen?

Pfeiffer: Die Kromi Logistik AG ist dank der in den vergangenen Jahren getroffenen Anpassungen und der erreichten Unternehmensgröße sehr gut aufgestellt, um den eingeschlagenen Kurs des nachhaltigen, profitablen Wachstums fortzuführen. Wir konnten uns einen festen Mitarbeiterstamm aufbauen – viele Kollegen sind sogar schon von Beginn an mit von der Partie. Da wir vorerst nicht auf große Neueinstellungen angewiesen sind, um auch weitere Neukunden effizient zu bedienen, gehen wir auch für das kommende Jahr von einer sinkenden Personalaufwandsquote aus.

www.4investors.de: Experten glauben, dass 2014 für einen Aufschwung in der Autobranche sorgen wird. Sehen Sie das auch so? Welche direkten Auswirkungen hätte dies auf Kromi?

Pfeiffer: Insbesondere die Auslandsnachfrage nach Produkten deutscher Automobilhersteller ist sehr robust, das merken auch unsere Kunden aus der Zulieferindustrie. Da wir rund ein Drittel unserer Umsätze mit Kunden dieser Branche generieren, ist ein nachhaltiger Aufschwung auch für unser Geschäft förderlich. Über die Versorgung neuer Werke von Bestandskunden und die weitere Neukundenakquise wollen wir die Wachstumschancen in diesem Sektor auch 2014 nutzen.

www.4investors.de: Wird sich der Trend zu internationalen Großkunden weiter verstärken?

Pfeiffer: Da unsere Kunden aus dem deutschen Mittelstand größtenteils global tätig sind, wird der Internationalisierungstrend bei Kromi auch zukünftig anhalten. Wir versorgen schon jetzt viele unserer Kunden an mehreren Standorten im In- und Ausland und sind damit teilweise auch bei der Errichtung neuer Produktionsstandorte in neuen Märkten von Beginn an dabei. So geschehen in diesem Jahr bei Bosch Mahle Turbo Systems in Österreich. Damit spiegelt unser Geschäftsmodell die Internationalität unserer Kunden wider, wodurch auch wir Stück für Stück ein immer globaler agierender Konzern werden.

www.4investors.de: In den einschlägigen Börsenforen wird über Kromi kaum diskutiert. Steht das Unternehmen zu wenig im Rampenlicht der Öffentlichkeit?

Pfeiffer: Die Kromi-Aktie ist ein Papier ohne große Handelsaktivitäten. Das liegt daran, dass der Großteil unserer Aktionäre schon länger das Unternehmen begleitet und an einem Langzeitinvestment interessiert ist. Wir sind sehr zufrieden mit unseren treuen Aktionären und haben uns bewusst für einen relativ geringen Streubesitz von gerade einmal rund 15 Prozent entschieden. Dabei konnten wir den Kurs im Jahr 2013 dennoch kontinuierlich steigern und liegen damit momentan bei fast 10 Euro je Aktie.

www.4investors.de: Es hat in den vergangenen Jahren fast nie eine Dividende bei Kromi gegeben. Wird sich dies künftig ändern?

Pfeiffer: Für uns und unsere Aktionäre steht vor allem die Steigerung der Profitabilität im Vordergrund. Wir wollen weiter profitabel wachsen und schütten aus diesem Grund aktuell keine Dividende aus. Dies steht auch im momentanen Interesse der Aktionäre, wie die einvernehmliche Abstimmung der Hauptversammlung gezeigt hat. Mittelfristig ist es aber selbstverständlich auch unser Ziel, eine Dividendenfähigkeit zu erreichen, um unsere treuen Aktionäre am Geschäftserfolg zu beteiligen. (Redakteur: Johannes Stoffels)


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