innoscripta Aktie: Ermittlungen lösen massiven Kurssturz aus
Durchsuchungen bei innoscripta und weiteren Gesellschaften der Gruppe haben am Donnerstag einen massiven Ausverkauf der innoscripta Aktie ausgelöst: Der Aktienkurs brach um rund 58 Prozent ein. Hintergrund der Durchsuchungen ist nach Angaben des Unternehmens aus Tutzing ein steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Erlangung nicht gerechtfertigter Steuervorteile bei Forschungszulagen von Kunden. Grundlage der Durchsuchungen waren zwei Beschlüsse des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd vom 3. August und 15. September 2026.
„Nach dem derzeitigen, noch vorläufigen Kenntnisstand der Gesellschaft beziehen sich die in den Durchsuchungsbeschlüssen konkret beschriebenen operativen Vorgänge auf mögliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter bei der Bearbeitung bestimmter Kundenmandate”, so innoscripta.
innoscripta prüft die Sachverhalte und kooperiert nach eigenen Angaben mit den Ermittlungsbehörden. Das Unternehmen verweist darauf, dass es Kunden bei Beantragung und Abwicklung von Forschungszulagen berät und unterstützt, die Verantwortung für Richtigkeit und Vollständigkeit der Behördenangaben aber bei den jeweiligen Kunden liege. Wie schwer die Vorwürfe für innoscripta wiegen, ist derzeit offen: Eine abschließende Bewertung der Ermittlungen sowie möglicher finanzieller oder sonstiger Folgen für die Gruppe sei aktuell noch nicht möglich, so das Unternehmen.
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