Afyren: Operatives Minus bleibt hoch – Sondereffekt dreht Ergebnis ins Plus
Afyren hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,3 Millionen Euro erzielt. Durch die erstmalige Vollkonsolidierung von Afyren NEOXY ab April sind die Zahlen mit dem Vorjahr allerdings nur eingeschränkt vergleichbar. Operativ schreibt das französische Unternehmen weiterhin Verluste: Das laufende Betriebsergebnis lag bei minus 9,7 Millionen Euro. Ein einmaliger Ertrag von 15,8 Millionen Euro aus der bilanziellen Behandlung der vollständigen Übernahme von Afyren NEOXY ließ das Betriebsergebnis dennoch auf plus 6,2 Millionen Euro und den Nettogewinn auf 2,4 Millionen Euro steigen. Im Vorjahreszeitraum hatte Afyren 6,9 Millionen Euro Verlust ausgewiesen.
Beim Hochlauf der NEOXY-Anlage meldet Afyren Fortschritte. Nach Verbesserungsarbeiten erreichte die Produktionskapazität mehrfach 30 Prozent und im Juli für 48 Stunden 40 Prozent. Für das zweite Halbjahr soll sich der Umsatz von Afyren NEOXY gegenüber dem ersten Halbjahr verdoppeln. Die Gewinnschwelle der Anlage und anschließend des Konzerns bleibt das Ziel nach Abschluss des Investitionsprogramms 2026/2027.
Finanziell verfügte Afyren Ende Juni über 17,3 Millionen Euro Liquidität bei 40,9 Millionen Euro Finanzschulden. Zusätzlich hat das Unternehmen eine Venture-Debt-Finanzierung über 12,5 Millionen Euro bei BNP Paribas mit fünfjähriger Laufzeit vereinbart und erhält 3 Millionen Euro Fördermittel. Der verbleibende Investitionsbedarf für die Leistungssteigerung der Anlage wird mit 7 Millionen Euro beziffert.

