Newron: Phase-3-Programm treibt Forschungskosten und Verlust nach oben
Newron Pharmaceuticals hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger umgesetzt und zugleich die Ausgaben für die Entwicklung von Evenamide kräftig erhöht. Der Gesamtertrag sank von 11,9 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro, nachdem das italienische Biotech-Unternehmen im Vorjahreszeitraum von Meilenstein- und Vorauszahlungen profitiert hatte. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen von 6,1 Millionen Euro auf 14,6 Millionen Euro. Dadurch drehte das operative Ergebnis von plus 1,3 Millionen Euro auf minus 16,6 Millionen Euro. Unter dem Strich entstand ein Verlust von 16,4 Millionen Euro nach einem Minus von 0,1 Millionen Euro. Je Newron Aktie verschlechterte sich das Ergebnis von minus 0,004 Euro auf minus 0,798 Euro.
Der operative Mittelabfluss belief sich im ersten Halbjahr auf 10,8 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 33,4 Millionen Euro zugeflossen waren. Nach Angaben vom Dienstag verfügte Newron Ende Juni über liquide Mittel einschließlich kurzfristiger Finanzinstrumente von 32,9 Millionen Euro nach 28,9 Millionen Euro Ende 2025. Nach dem Bilanzstichtag kamen im September weitere rund 11 Millionen Euro aus einer Finanzierungstranche und einer Meilensteinzahlung von EA Pharma/Eisai hinzu. Insgesamt wurden aus der vereinbarten Finanzierung über bis zu 38 Millionen Euro bislang 20,5 Millionen Euro gezeichnet; weitere 5,5 Millionen Euro werden bis Ende November erwartet und weitere 12 Millionen Euro sind an positive ENIGMA-TRS-Ergebnisse geknüpft.
Operativ bleibt das Phase-3-Programm mit Evenamide entscheidend. Bei ENIGMA-TRS 1 wurde das Screening inzwischen abgeschlossen, nachdem 996 Patienten aufgenommen wurden. Mindestens 600 Patienten sollen Mitte Oktober randomisiert sein, die 12-Wochen-Topline-Daten werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Bei ENIGMA-TRS 2 bleibt die Rekrutierung in den USA nach dem gemeldeten plötzlichen Tod eines Studienteilnehmers außerhalb der USA ausgesetzt. Nach Gesprächen mit der FDA setzt Newron Änderungen um und wartet auf die Freigabe zur Wiederaufnahme. Außerhalb der USA läuft die Studie weiter. Zusätzlich wurde der Patentschutz für Evenamide durch ein weiteres Stoffpatent bis 2044 verlängert.
Newron sieht sich den „größten Teils des Jahres 2027” finanziert
„Wir sind sehr zufrieden mit den anhaltenden Fortschritten bei ENIGMA-TRS 1: Der letzte Patient hat die Screening-Phase durchlaufen, und die Rekrutierung wird voraussichtlich in Kürze den Zielwert erreichen. Nach unserem konstruktiven Typ-A-Treffen mit der FDA sind wir zudem weiterhin zuversichtlich, dass die Rekrutierung für den US-Teil von ENIGMA-TRS 2 in naher Zukunft wieder aufgenommen wird”, so Stefan Weber, CEO von Newron.
Newron rechnet damit, mit den verfügbaren Mitteln die geplanten Entwicklungsprogramme und den laufenden Betrieb während des größten Teils des Jahres 2027 finanzieren zu können. Damit reicht die Liquiditätsplanung nach Angaben des Unternehmens über die erwartete Veröffentlichung der 12-Wochen-Daten aus ENIGMA-TRS hinaus. Für beide pivotalen Phase-3-Studien werden Topline-Ergebnisse im Jahr 2027 erwartet.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Newron Pharmaceuticals.
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