Basler hebt die Prognose erneut an - Sony bringt Unsicherheiten
Die Basler AG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Auftragseingang um 59 Prozent auf 180 Millionen Euro gesteigert und den Umsatz um 36 Prozent auf 152,4 Millionen Euro. Das EBIT kletterte auf 31,1 Millionen Euro, nach 8,6 Millionen Euro im angepassten Vorjahreswert, die EBIT-Marge auf 20,4 Prozent, nach 7,7 Prozent. Das EBIT stieg auf 31,1 Millionen Euro, nach 8,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Je Basler Aktie stieg der Gewinn von 0,21 Euro auf 0,77 Euro. Der freie Cashflow verbesserte sich auf 12,9 Millionen Euro gegenüber 2,3 Millionen Euro zuvor.
Damit wuchs Basler nach eigenen Angaben deutlich stärker als der Gesamtmarkt, der laut VDMA-Daten beim Auftragseingang nominal um 25 Prozent und beim Umsatz um 9 Prozent zulegte.
Auf dieser Grundlage hebt Basler seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 weiter an. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatz zwischen 270 und 290 Millionen Euro, nach zuvor 247 bis 270 Millionen Euro, sowie eine EBIT-Marge zwischen 12,5 und 14,5 Prozent, nach bislang 9,5 bis 13,0 Prozent. Die vergleichsweise breite Spanne trägt nach Angaben der Gesellschaft aus Ahrensburg Unsicherheiten in den Lieferketten Rechnung. Zudem berücksichtigt die Margenerwartung höhere variable Vergütungsbestandteile infolge der verbesserten Geschäftsentwicklung.
Wenige Tage vor Veröffentlichung der Basler-Zahlen erschütterte zudem ein Erdbeben die japanische Region Kumamoto. Davon betroffen ist ein Werk von Sony, einem der größten Bildsensorlieferanten von Basler, das die Produktion vorübergehend einstellen musste. Da die Sicherheitsbestände in der Lieferkette wegen der hohen Nachfrage der vergangenen Monate weitgehend abgebaut sind, erwartet Basler vorübergehende Produktionsbelastungen in den Monaten September und Oktober.
In den ersten Wochen des dritten Quartals entwickelte sich der Auftragseingang nach Angaben von Basler weiterhin positiv, zudem startet das Unternehmen mit einem gut gefüllten Auftragsbestand und einem positiven Book-to-Bill-Verhältnis in die zweite Jahreshälfte. Neben der Sony-Lieferkette nennt Basler zunehmende Engpässe bei weiteren Lieferanten als Risikofaktor für die vollständige Bedienung der hohen Nachfrage.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.

