All for One: Ergebnis rutscht wegen des Restrukturierungskosten ins Minus
Die All for One Group SE hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026, das den Zeitraum bis Ende Juni 2026 umfasst, Umsatzerlöse von 379,6 Millionen Euro erzielt und damit das Vorjahresniveau von 380,4 Millionen Euro gehalten. Getragen wurde der Umsatz allerdings maßgeblich von der seit März 2026 vollkonsolidierten apsolut Group, die rund 14,2 Millionen Euro beisteuerte. Das operative Geschäft litt dagegen unter der schwachen Konjunktur im deutschsprachigen Raum und der Investitionszurückhaltung der Unternehmen, was zu Projektverschiebungen und geringerer Auslastung im Consulting führte.
Deutlich verschlechterte sich das Ergebnis der All for One Group SE. Das EBIT vor M&A-Effekten drehte auf minus 9,3 Millionen Euro, nach plus 17,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, die entsprechende Marge fiel von plus 4,6 auf minus 2,4 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis vor allem von Einmalaufwendungen aus dem im Mai 2026 beschlossenen Restrukturierungsprogramm sowie einem schwachen dritten Quartal. Bereinigt um diese Einmalkosten lag das EBIT vor M&A-Effekten bei plus 10,9 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Periodenverlust von 12,2 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 8,1 Millionen Euro, das Ergebnis je All for One Aktie fiel auf minus 2,63 Euro mach einem Gewinn von 1,65 Euro im Vorjahreszeitraum.
Innerhalb der Erlöse verschob sich das Gewicht weiter Richtung wiederkehrendes Geschäft. Die Cloud- und Services-Erlöse stiegen um 4 Prozent auf 115,6 Millionen Euro, das Consulting legte akquisitionsbedingt um 2 Prozent auf 163,1 Millionen Euro zu, während die Software- und Support-Umsätze um 8 Prozent auf 100,9 Millionen Euro zurückgingen. Der Anteil wiederkehrender Erlöse stieg auf 53 Prozent. Die Eigenkapitalquote bei All for One sank zum Stichtag deutlich auf 22 Prozent, nach 33 Prozent zum Geschäftsjahresende, die flüssigen Mittel gingen Unternehmensangaben vom Dienstag zufolge um 5 Millionen Euro auf 62,3 Millionen Euro zurück.
An der im Mai 2026 angepassten Prognose hält der Vorstand fest. Für das Gesamtjahr rechnet All for One weiterhin mit einem Konzernumsatz von 500 bis 530 Millionen Euro und einem EBIT vor M&A-Effekten am Breakeven mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 5 Millionen Euro. Die Einmalaufwendungen für das im Wesentlichen abgeschlossene Precision-Programm liegen mit bis zu 20 Millionen Euro im erwarteten Rahmen. Ab dem vierten Quartal soll das Programm zur Verbesserung von Profitabilität und Effizienz beitragen und das jährliche Kostenniveau ab Herbst 2026 um rund 20 Millionen Euro senken. Das laufende Übernahmeangebot von VINCI Energies, das am 16. Juli 2026 angekündigt worden war, spielt in der Mitteilung zum Quartal keine weitere Rolle.
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