Adidas Aktie: CEO kauft und Analysten erwarten teils hohes Potenzial
Vier Analystenhäuser haben die jüngsten Quartalszahlen von Adidas ausgewertet und bleiben mit Kurszielen in jüngsten Studien zur Adidas Aktie zwischen 190 und 215 Euro mehrheitlich zuversichtlich - der Anteilschein des Konzerns aus Herzogenaurach beendete die Handelswoche im XETRA-Handel bei 159,40 Euro. Der Kursrutsch nach der Zahlenvorlage gilt drei Instituten als überzogen, nur eines mahnt zur Geduld. Für zusätzliches Vertrauen sorgt ein Aktienkauf des Vorstandschefs.
Den höchsten fairen Wert veranschlagt die DZ Bank mit 215 Euro und rät zum Kauf. Die Verkaufswelle nach den Zahlen hält das Institut für eine Fehleinschätzung des Marktes, die sich als Einstiegsgelegenheit nutzen lasse. Rückenwind im zweiten Quartal kam demnach von der Fußball-WM und dem lebhaften Geschäft mit Laufschuhen, während Marketingausgaben und Gemeinkosten ab dem dritten Quartal in ruhigeres Fahrwasser zurückkehren dürften. Hinzu kämen mögliche Zollrückerstattungen von 250 bis 300 Millionen US-Dollar.
Jefferies bleibt bei der Kaufempfehlung und einem Kursziel von 205 Euro für die Adidas Aktie. Dass der Konzern sein operatives Gewinnziel wegen höherer Kosten verfehlte, habe zunächst für Ernüchterung gesorgt, die das Management in einer optimistisch gestimmten Telefonkonferenz zudem nur teilweise ausräumen konnte, so das Analystenhaus. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Bank mit sinkenden Betriebskosten und lässt ihre Schätzungen unverändert.
RBC bestätigt die Einstufung des DAX-Titels mit Outperform, schraubt das Kursziel für die Adidas Aktie nach den Zahlen jedoch von 210 auf 200 Euro herunter. Die scharfe Reaktion der Börse auf die Zahlen schießt nach Ansicht des Instituts über das Ziel hinaus. Die Marke sei gut in Form, und die Qualität des Umsatzwachstums stehe außer Frage.
Vorsichtiger positioniert sich Berenberg mit einer Halteempfehlung und einem Kursziel von 190 Euro. Aus Sicht des Analystenhauses fällt die Bilanz des Quartals gemischt aus. Der niedrige Kurs allein reiche als Kaufargument nicht, ausschlaggebend sei die Stimmung der Verbraucher, und die müsse sich erst aufhellen.
Losgelöst von den Analystenstimmen setzte Vorstandschef Bjørn Gulden in dieser Woche ein eigenes Signal. Einer Directors-Dealings-Meldung zufolge erwarb er am 31. Juli über Xetra Adidas-Aktien für insgesamt rund 508.569 Euro, im Schnitt zahlte er dafür 158,93 Euro je Papier.
