Moderna dämpft die Kosten, kämpft aber weiter mit hohen Verlusten
Moderna hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 145 Millionen US-Dollar erzielt, nach 142 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Rückläufige COVID-Impfstoffverkäufe in den USA und Südamerika glich der Konzern dabei über Lieferungen in Großbritannien sowie höhere Erlöse aus Fertigungsbereitschaft und Kooperationen aus. Auf die USA entfielen 87 Millionen US-Dollar, auf internationale Märkte 58 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von 0,8 Milliarden US-Dollar, der sich gegenüber dem Vorjahr um 43 Millionen US-Dollar oder 5 Prozent verringerte. Der Verlust je Aktie lag bei 1,97 US-Dollar, nach 2,13 US-Dollar.
Auf der Kostenseite kam Moderna voran. Die Herstellkosten sanken um 22 Prozent auf 93 Millionen US-Dollar, vor allem wegen geringerer Kosten für ungenutzte Fertigungskapazitäten. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben gingen um 7 Prozent auf 651 Millionen US-Dollar zurück, was Moderna auf das Auslaufen mehrerer Programme in der Spätphase zurückführt. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken um 6 Prozent auf 216 Millionen US-Dollar. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Investments lag zum 30. Juni 2026 bei 6,9 Milliarden US-Dollar, nach 7,5 Milliarden US-Dollar zum Ende des ersten Quartals. Im Juli zahlte Moderna zusätzlich 950 Millionen US-Dollar aus einem im ersten Quartal angekündigten Rechtsstreitvergleich.
In der Pipeline verlief das Quartal gemischt. Für den Grippeimpfstoffkandidaten mFLUSIVA erhielt Moderna die einstimmige Empfehlung eines FDA-Beratungsgremiums vor der Zulassungsentscheidung, die für den 5. August 2026 ansteht. Bei Erfolg wäre es das fünfte zugelassene Produkt des Unternehmens. Zulassungen für die Impfstoffe mRESVIA und mNEXSPIKE erhielt Moderna zudem in mehreren Ländern. Ein Rückschlag kam dagegen vom Norovirus-Impfstoffkandidaten mRNA-1403, der in der Zwischenauswertung der Phase-3-Studie die statistischen Kriterien für einen frühen Erfolg verfehlte, weshalb Moderna nun eine zusätzliche Kohorte einschließen will.
An der Umsatzprognose hält Moderna fest und peilt für 2026 weiterhin ein Wachstum von bis zu 10 Prozent an. Die Erwartungen für die Kosten senkte der Konzern: Die Herstellkosten sieht Moderna nun bei rund 1,7 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 1,8 Milliarden US-Dollar, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bei etwa 2,9 Milliarden US-Dollar, nach 3,0 Milliarden US-Dollar. Entsprechend hebt Moderna die Erwartung für den Jahresendbestand an Zahlungsmitteln um rund 0,2 Milliarden US-Dollar auf 4,7 bis 5,2 Milliarden US-Dollar an.
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