Lufthansa: Analysten sehen klare Unterbewertung der Aktie
Viele Fluggesellschaften sind für die Entwicklungen im zweiten Quartal eher vorsichtig. Die Lufthansa dürfte hingegen ein gutes Jahresviertel geschafft haben. Man ist im Unternehmen selber etwas überrascht, wie stabil die Nachfrage trotz höherer Preise ist. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Die Analysten von mwb research rechnen für das zweite Quartal mit einem Umsatz von 10,8 Milliarden Euro, das wäre ein Plus von 4,6 Prozent. Höhere Kerosinkosten von 300 Millionen Euro und Streikkosten von 150 Millionen Euro dürften die Zahlen belasten. Etwa 60 Prozent der höheren Kosten dürfte die Lufthansa weiterreichen können. Die restliche Summe belastet das Ergebnis. Die Kerosinentwicklung ist im Kurs aber schon ausreichend berücksichtigt.
Bisher hat die Lufthansa für 2027 36 Prozent des Kerosinbedarfs gehedget. Im März und April hat man mit dem Hedging ausgesetzt, im Mai hat man dies wieder aufgenommen. Inzwischen dürften rund 40 Prozent der Kosten gehedget sein. Die Sorge vor einer Kerosinknappheit, die es zu Beginn des Iran-Konflikts gab, erscheint inzwischen übertrieben.
Die Experten bestätigen die Kaufempfehlung für die Aktien der Lufthansa. Das Kursziel sehen sie weiter bei 21,00 Euro.
Aus ihrer Sicht ist die Lufthansa unterbewertet. Der Markt preist demnach ein nie endendes Krisenszenario ein. Für die Experten ist dies nicht gerechtfertigt.
Die Experten rechnen 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 1,18 Euro. 2027 soll es ein Plus je Papier von 1,52 Euro geben.
Die Aktien der Lufthansa geben 2,4 Prozent auf 9,77 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 35 Prozent.

