Sartorius: Pharma-Capex wandert in die USA – mwb research skeptisch
Für Sartorius wird ein strukturelles Risiko zunehmend konkret: Große Pharmaunternehmen verlagern ihre Investitionen in die USA, während europäische Projekte auf der Kippe stehen. mwb research sieht sich in seiner Verkaufsempfehlung für den TecDAX-notierten Titel bestätigt und bleibt in einer aktuellen Analyse für die Sartorius-Vorzugsaktie auch beim Kursziel von 190 Euro. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Zwei aktuelle Entwicklungen schärfen das Risikobild: Eli Lilly könnte die zweite Ausbauphase seines deutschen Standorts in Alzey halbieren, Boehringer Ingelheim erwägt die Streichung von Projekten im Wert von 900 Millionen Euro in Deutschland. Dahinter steckt ein struktureller Kapital-Shift großer Pharmakonzerne in Richtung USA, befeuert durch Zollbefreiungen und die America-First-Industriepolitik. Für Sartorius könnte diese regionale Verschiebung besonders das geräteintensive Laborprodukte-Segment sowie Teile des Bioprocess-Geschäfts treffen. Wiederkehrende Umsätze, die mwb research auf rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes schätzt, dürften das Wachstum zwar stabilisieren, verzögerte Investitionszyklen aber nicht vollständig auffangen.
Die Schätzungen der Aktienanalysten sehen den Umsatz von 3,54 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 4,53 Milliarden Euro im Jahr 2028 wachsen, die EBITDA-Marge soll von 27,2 Prozent auf 30,4 Prozent steigen. Das Ergebnis je Sartorius Aktie soll von 2,24 Euro im Jahr 2025 auf 5,69 Euro im Jahr 2028 klettern, die Dividende von 0,74 auf 1,00 Euro.
Die Sartorius Vz. Aktie beendete die Handelswoche am Freitag bei 236,70 Euro mit 5,24 Prozent im Minus. Aktuelle Nachrichten und Analysen zu Biotech-Unternehmen finden Sie auf unserer Themenseite zu Biotech-Aktien.

