Rheinmetall verkauft Automotive-Geschäft - Abschreibung über 200 Millionen Euro
Rheinmetall trennt sich von seinem zivilen Geschäft und hat dazu einen Kaufvertrag mit der Münchener Industriegruppe Aequita unterzeichnet. Übernommen wird die Division Power Systems, die 2025 rund 2 Milliarden Euro umsetzte und bereits seit dem Schlussquartal des vergangenen Jahres als nicht fortgeführte Aktivität bilanziert wird. Der vorläufige Kaufpreis für sämtliche Anteile liegt laut Angaben von Rheinmetall vom Mittwoch bei 350 Millionen Euro, kann sich bis zum Abschluss jedoch durch marktübliche Anpassungen noch verändern. Vollzogen werden soll die Transaktion im vierten Quartal 2026, vorbehaltlich der behördlichen Freigaben. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Mit dem Verkauf zieht der Konzern den Schlussstrich unter den Umbau zum reinen Rüstungskonzern. Schon 2023 und 2024 hatte Rheinmetall das Geschäft mit Groß- und Kleinkolben abgegeben; nun folgt mit der zivilen Sparte der letzte große Schritt. Künftig will sich das Unternehmen ausschließlich auf militärische Kunden und Sicherheitsbehörden konzentrieren und sein Portfolio über die Bereiche Land, Luft, See und Weltraum ausweiten.
Die anhaltende Schwäche im Automotive-Geschäft schlägt allerdings noch einmal bilanziell durch: Auf den abzugebenden Bereich entfällt eine weitere Abschreibung von rund 200 Millionen Euro – zusätzlich zu den 350 Millionen Euro, die bereits im Konzernabschluss 2025 verbucht worden waren.
Die Rheinmetall Aktie notiert bei 1.186,40 Euro mit 0,72 Prozent im Minus.


