Softing: Prognose hat „Luft nach oben” mit neuen Projekten
Beim der Softing AG hat sich die Ertragslage im ersten Quartal 2026 verbessert: Das EBITDA stieg auf 1,3 Millionen Euro nach 0,8 Millionen Euro im Vorjahr, die EBITDA-Marge auf 6,1 Prozent nach 3,5 Prozent. Der Verlust unter dem Strich verringerte sich auf minus 1,0 Millionen Euro nach minus 1,5 Millionen Euro, das EBIT auf minus 0,9 Millionen Euro nach minus 1,3 Millionen Euro. Der Umsatz des Unternehmens aus Haar bei München ging leicht auf 21,5 Millionen Euro nach 22,3 Millionen Euro zurück.
Die Umsatzentwicklung hängt vor allem am Segment IT Networks, das unter den Planzahlen blieb. „Die stark verbesserten Umsätze im März und April lassen erwarten, dass die Lücken bei IT Networks aus dem Februar im Jahresverlauf zumindest teilweise kompensiert werden können”, so Softing. Die Automotive-Sparte hielt sich trotz des schwierigen Branchenumfelds mit 8,3 Millionen Euro Unternehmensangaben zufolge auf gutem Niveau, nachdem das Vorjahr durch einen Großauftrag geprägt war. Im Segment Industrial baue sich der Umsatz mit margenstarkem Softwaregeschäft schrittweise auf.
Der Auftragseingang wuchs auf 20,4 Millionen Euro nach 19,5 Millionen Euro im Vorjahr, der Auftragsbestand sank jedoch auf 15,2 Millionen Euro nach 20,1 Millionen Euro. Mit dem Erwerb des Engineering- und Testgeschäfts der WEIDITEC GmbH in Ingolstadt erweitert Softing Automotive ab Mai 2026 sein regionales Kompetenzangebot für Automobilhersteller – der zusätzliche Jahresumsatz wird auf 1,5 bis 2,0 Millionen Euro geschätzt.
Verschuldung soll abgebaut werden
„Für das Gesamtjahr erwarten wir bei zunehmender Diversifikation unserer Kunden einen Umsatz leicht unter Vorjahr, jedoch bedingt durch margenstarkes Geschäft bei einem höheren Ergebnis. Gleichzeitig wollen wir die langfristige Verschuldung in diesem Jahr um rund 3 Millionen Euro weiter abbauen”, kündigt Konzernchef Wolfgang Trier am Freitag an. Zusätzliche Impulse könnten neue Aufträge bringen, über die Softing verhandelt.
Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigt der Softing-Vorstand die Prognose mit einem Konzernumsatz zwischen 80 und 85 Millionen Euro sowie einem operativen EBIT zwischen 3,0 und 4,0 Millionen Euro. Das EBIT wird zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Millionen Euro erwartet. Eine Erholung im zweiten Halbjahr, getragen von wachsendem Auftragseingang und einer erwarteten „erwartete Entschärfung der Zolldrohungen”, könnte Luft nach oben bringen: „Sollte sich im Jahresverlauf die Anzahl der geopolitischen Brandherde verringern und damit auch die industrielle Nachfrage anziehen, wäre bezogen auf Umsatz und Ergebnis auch mehr vorstellbar”, so Trier.
Die Softing Aktie notiert bei 2,75 Euro mit 3,77 Prozent im Plus.
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