Verbio springt wieder in die schwarzen Zahlen - regulatorischer Rückenwind
Nach einem verlustreichen Vorjahreszeitraum hat die Verbio SE in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 die Trendwende geschafft: Das Periodenergebnis drehte auf 22,3 Millionen Euro nach minus 40,5 Millionen Euro, das Ergebnis je Verbio Aktie auf 0,35 Euro nach minus 0,64 Euro. Das EBITDA stieg auf 105,7 Millionen Euro nach 22,4 Millionen Euro, das EBIT auf 58,3 Millionen Euro nach minus 24,2 Millionen Euro. Beim Cashflow dreht das Bild ebenfalls: Der operative Cashflow erreichte 96,4 Millionen Euro nach minus 11,5 Millionen Euro, der Free Cashflow 33,0 Millionen Euro nach minus 107,8 Millionen Euro.
Haupttreiber des Geschäfts war nach Angaben des Unternehmens aus Zörbig bei Leipzig die Erholung des THG-Quotenmarkts, die sich sowohl in steigenden Handelsvolumina als auch höheren Absatzpreisen niederschlug. Der Neunmonats-Umsatz von Verbio kletterte von 1,15 Milliarden Euro auf 1,34 Milliarden Euro.
Allein im dritten Quartal sprang das EBITDA auf 60,2 Millionen Euro nach 8,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – getragen vor allem vom Segment Bioethanol/Biomethan, das von der saisonal hohen THG-Quoten-Nachfrage und dem Hochlauf der Anlage im amerikanischen Nevada profitierte. Verbios Nettofinanzverschuldung sank zum 31. März 2026 auf 126,8 Millionen Euro nach 164 Millionen Euro zum Geschäftsjahresbeginn, die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 59,3 Prozent nach 58,2 Prozent.
Verbio peilt oberes Ende der neuen Erwartungsspanne an
Regulatorisch erhält Verbio Rückenwind: Der Bundesrat verabschiedete am 8. Mai 2026 die Neuregelung zur Treibhausgasminderungsquote, die von derzeit 12 Prozent auf 17,5 Prozent im Jahr 2027 und bis 2040 schrittweise auf 65 Prozent steigt. „Mit der neuen THG-Quotenregelung werden wir integraler Bestandteil eines vorausschauenden Energiekonzepts. Wir erhalten künftig nicht mehr nur eine Klimaschutz-Prämie für unsere Produkte, sondern auch eine Resilienz-Prämie”, sagt Verbio-Chef Claus Sauter am Mittwoch.
Vor diesem Hintergrund konkretisiert der Vorstand die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2025/26 auf das obere Ende der Spanne von 100 bis 140 Millionen Euro und erwartet eine Nettofinanzverschuldung zum Jahresende von unter 140 Millionen Euro.
Die Verbio Aktie notiert bei 36,48 Euro mit 10,68 Prozent im Plus.
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