Vincorions Auftragseingang vervierfacht sich im Börsen-Premierenjahr
Börsenneuling Vincorion erzielte im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 69,0 Millionen Euro, nach 49,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – ein Anstieg von 40 Prozent. Das bereinigte EBIT wuchs um 30 Prozent auf 12,4 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge lag bei 18,0 Prozent, nach 19,4 Prozent im Vorjahr. Der Auftragseingang belief sich auf 149,4 Millionen Euro, nach 38,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Gesamtauftragsbestand erreichte rund 1,2 Milliarden Euro, mehr als 90 Prozent des für 2026 geplanten Umsatzes sind durch feste Auftragsbestände gedeckt. Der Free Cashflow lag bei minus 7,1 Millionen Euro, nach plus 1,6 Millionen Euro im Vorjahr. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Auf Segmentebene wuchs Vehicle Systems am stärksten: Der Umsatz stieg um 60,6 Prozent auf 35,4 Millionen Euro, getragen von höherer Nachfrage nach Stabilisierungsprodukten und Ersatzteilen. Power Systems legte um 42,6 Prozent auf 20,7 Millionen Euro zu, maßgeblich durch Systeme für die bodengebundene Luftverteidigung. Im EU-geförderten SENTINEL-Projekt übernimmt Vincorion nach eigenen Angaben eine führende industrielle Rolle für Deutschland bei der Entwicklung taktischer Energiesysteme. Aviation hielt den Umsatz erwartungsgemäß mit 13,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.
„Unsere Systeme stehen im Kern der europäischen Verteidigungsfähigkeit. Das spiegelt sich in unserem Auftragsbestand wider und gibt uns eine außergewöhnliche Planungssicherheit”, sagt Vincorion-CEO Kajetan von Mentzingen.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vincorion-Vorstand die Prognose: Erwartet werden ein Konzernumsatz zwischen 280 und 320 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von 18 bis 19 Prozent.
Die Vincorion Aktie notiert am Donnerstagvormittag bei 23,40 Euro mit 6,27 Prozent im Plus. Der Börsengang erfolgte im März zu 17 Euro. Privatanleger spielten bei der Zuteilung beim IPO allerdings kaum eine Rolle und erhielten insgesamt lediglich 358.310 Aktien zugeteilt, was rund 2,5 Prozent des verbleibenden Platzierungsvolumens entsprach, mit einer Obergrenze von gerade einmal je 10 Vincorion Aktien pro Auftrag.


