ams OSRAM drängt in KI-Rechenzentren – Cashflow-Wende 2027
ams Osram erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 796 Millionen Euro, nach 820 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang erklärt sich aus Währungseffekten, dem Auslaufen von Nicht-Kernaktivitäten sowie der teilweisen Dekonsolidierung des an Ushio verkauften Speziallampengeschäfts. Auf vergleichbarer Basis wuchs das Kernportfolio um rund 8 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 16,5 Prozent am oberen Ende der Prognosespanne, nach 16,4 Prozent im Vorjahr. Der Free Cashflow drehte auf plus 37 Millionen Euro, nach minus 28 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, und enthält Erlöse aus Desinvestitionen.
Strategisch bedeutsam ist der Eintritt in den Markt für KI-Rechenzentren: ams OSRAM hat eine Entwicklungsvereinbarung mit einem nicht namentlich genannten Infrastrukturpartner im AI-Data-Center-Ökosystem zur Kommerzialisierung von Digital-Photonics-Technologien für optische Verbindungen unterzeichnet. Im Bereich Augmented Reality schätzt das Unternehmen das Umsatzpotenzial auf 50 bis 100 Euro je Gerät, abhängig von Stückzahl und Lebenszyklus. Für das zweite Quartal 2026 erwartet amsOSRAM Umsätze zwischen 725 und 825 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 15,5 Prozent plus/minus 1,5 Prozentpunkte.
„Sehr soliden Start in das Geschäftsjahr”
„Wir haben einen sehr soliden Start in das Geschäftsjahr verzeichnet. Die Unterzeichnung einer Entwicklungsvereinbarung mit einem Marktführer für AI Photonics Lösungen für KI-Rechenzentren stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein dar und verdeutlicht klar, dass unsere Transformation zum führenden Unternehmen im Bereich Digital Photonics zunehmend an Dynamik gewinnt. Gleichzeitig arbeiten wir zügig an der Abrundung unseres Portfolios, um der entscheidende Partner für die nächste Generation KI gestützter Augmented Reality Brillen zu werden”, so Aldo Kamper, CEO von ams OSRAM.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem moderaten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr sowie einem Free Cashflow von über 300 Millionen Euro inklusive Desinvestitionserlösen. Exklusive dieser Erlöse wird ein deutlich negativer Free Cashflow erwartet, bedingt durch die Reduzierung des Factorings, Rückzahlungen von Kundenanzahlungen und Übergangseffekte. Für 2027 kündigt ams OSRAM die Rückkehr zu einem positiven Free Cashflow an, inklusive Nettozinsaufwand und exklusive Desinvestitionen.
Die ams OSRAM Aktie notiert bei 16,15 Euro mit 19,19 Prozent im Plus.
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