Beno Holding: Volle Pipeline sorgt für Wachstumsambitionen
Im Portfolio der Beno Holding befinden sich derzeit Objekte an 12 Standorten mit 40 Mietern. Die Nettokaltmiete liegt jährlich bei 7,3 Millionen Euro, der FFO beträgt 2,3 Millionen Euro. Es gibt eine Leerstandsquote von rund 3 Prozent.
Diese Zahlen präsentiert Beno-Vorstand Michael Bussmann auf der Münchner Kapitalmarkt Konferenz (MKK) von GBC. Den Wert des aktuellen Portfolios beziffert er mit rund 90 Millionen Euro. Hingegen liegt die Marktkapitalisierung bei klar unter 30 Millionen Euro.
Für Bussmann zeigt sich hier eine deutliche Unterbewertung der Beno-Aktie. Das macht er noch an einem anderen Beispiel fest. Das FFO-Multiple steht zwischen 11 und 12. Die Peer Group hat hingegen ein Multiple von mehr als 17.
Bussmann macht in München deutlich, dass Beno in Zukunft wachsen soll. Es gibt eine Reihe von Akquisitionsmöglichkeiten. Die entsprechende Pipeline hat ein Volumen von mehr als 190 Millionen Euro. Dabei stehen krisenfeste Immobilien aus dem Bereich Light Industrial mit laufenden Cashflows im Fokus von Beno. Solche Objekte können beim Auszug eines Mieters leicht neu vermietet werden, glaubt Bussmann. Der Manager erwartet nicht, dass man sich mit Zukäufen in dieser Größenordnung übernimmt. Die Plattform von Beno kann ein Objektvolumen von 300 Millionen Euro schaffen, ohne dass die Personalkosten stark steigen.
Alle bisherigen Standorte von Beno sind inzwischen mit Unterstützung von Nemetschek vollständig digitalisiert, man setzt auf den digitalen Zwilling und auf Fernverwaltung. Dies ist für künftige Zukäufe nützlich.
Gute Erfahrungen hat Beno mit einer PV-Anlage auf einem Objekt in Dortmund gemacht. Das veranlasst die Gesellschaft, auch für die anderen Standorte laut über PV-Anlagen nachzudenken. Daraus kann letztlich ein zusätzlicher Ergebnisbeitrag generiert werden.
Ein Aspekt stört Bussmann nach wie vor. Schon auf früheren Konferenzen, u.a. der Börse München, war dies ein Thema: der niedrige Streubesitz. 16 Prozent sind für viele Investoren unattraktiv. Daran will Beno arbeiten. Es wäre keine Überraschung, wenn die im m:access notierte Gesellschaft früher oder später eine Kapitalerhöhung ankündigt, um Akquisitionen zu finanzieren. So kann zugleich der Streubesitz vergrößert werden.
Die Aktien von Beno gewinnen heute 0,6 Prozent auf 8,35 Euro. Bei geringen Umsätzen hat die Aktie in den vergangenen sechs Monaten 30 Prozent zugelegt.
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