Masterflex trotzt schwachem Tech-Geschäft
Die Masterflex SE erzielte im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 27,4 Millionen Euro, nach 27,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Während die Zielindustriegruppe Life – darunter Medizintechnik, Food, Pharma und Agrar – nach Angaben des Unternehmens aus Gelsenkirchen Wachstum verzeichnete, entwickelte sich das Geschäft in der Kundengruppe Tech rückläufig. Betroffen waren laut Masterflex konjunktursensible Bereiche wie Maschinenbau, Kunststoffverarbeitung, Robotik und Halbleiter. Regional verlief die Entwicklung uneinheitlich: In den USA fiel der Jahresstart verhalten aus, während Asien sowie Deutschland und Europa positiv abschnitten.
Das operative EBIT des Herstellers von Verbindungs- und Schlauchsystemen stieg auf 4,6 Millionen Euro, nach 4,5 Millionen Euro im Vorjahr, die operative EBIT-Marge verbesserte sich auf 16,7 Prozent, nach 16,3 Prozent. Das operative EBITDA wuchs um 3,0 Prozent auf 6,0 Millionen Euro. Das den Aktionären zuzurechnende Konzernergebnis belief sich auf 3,2 Millionen Euro, nach 3,0 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Masterflex Aktie lag bei 0,33 Euro, nach 0,32 Euro im Vorjahreszeitraum.
„Wir sind mit hoher Ergebnisqualität in das Jahr 2026 gestartet. Trotz eines Umsatzes auf Vorjahresniveau und gezielter Anlaufinvestitionen konnten wir unsere Marge weiter steigern und gleichzeitig unseren Auftragsbestand ausbauen. Das unterstreicht die Robustheit unseres Geschäftsmodells”, so Andreas Bastin, CEO der Masterflex Group, am Mittwoch.
Neues Werk in Marokko soll Impulse bringen
Die Bilanz sieht Masterflex als „solide” an: Das Eigenkapital stieg zum 31. März 2026 auf 72,5 Millionen Euro, nach 69,0 Millionen Euro zum Jahresende 2025, die Eigenkapitalquote blieb stabil bei 73,3 Prozent. Die Nettoverschuldung belief sich auf 2,9 Millionen Euro, nach 2,7 Millionen Euro zum Jahresende 2025, der Verschuldungsgrad gemessen als Nettoverschuldung zum operativen EBITDA auf Zwölfmonatsbasis lag unverändert bei 0,1. Der Auftragsbestand wuchs zum 31. März 2026 auf 21,3 Millionen Euro, nach 19,8 Millionen Euro zum Jahresende 2025 und 20,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand die Prognose: Erwartet werden Umsatzerlöse zwischen 103 und 108 Millionen Euro sowie ein EBIT zwischen 13 und 16 Millionen Euro. Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen vor allem im zweiten Halbjahr, getragen vom Hochlauf des neuen Luftfahrt-Produktionswerks in Marokko sowie ersten Auslieferungen aus einem im Geschäftsjahr 2025 neu abgeschlossenen Entwicklungs- und Rahmenvertrag. Die damit verbundenen Anlaufkosten dürften die Ergebnisentwicklung kurzfristig leicht belasten.
Die Masterflex Aktie notiert bei 24,20 Euro mit 4,31 Prozent im Plus.
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