Homann Holzwerkstoffe: Litauen-Anlaufverluste drücken EBITDA
Anleihe-Emittent Homann Holzwerkstoffe hat im Geschäftsjahr 2025 den Konzernumsatz auf 383,1 Millionen Euro gesteigert, nach 369,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA fiel auf 38,2 Millionen Euro, nach 56,3 Millionen Euro im Vorjahr, die entsprechende Marge sank von 15,3 auf 9,5 Prozent. Wesentliche Ursache waren nach Angaben des Unternehmens vom Freitag Anlaufverluste des im Mai 2025 in Betrieb genommenen Werks im litauischen Pagiriai in Höhe von 15,6 Millionen Euro, nach 8,2 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um diese Effekte erzielten die Bestandswerke ein EBITDA von 53,9 Millionen Euro, nach 64,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis drehte auf minus 12,9 Millionen Euro, nach plus 14,2 Millionen Euro im Vorjahr. Ohne Anlaufverluste hätte es 12,5 Millionen Euro betragen, gegenüber 29,7 Millionen Euro im Vorjahr. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Im Juni 2025 emittierte Homann eine neue Unternehmensanleihe über 120 Millionen Euro mit siebenjähriger Laufzeit und löste damit die Anleihe 2021/2026 vorzeitig ab. Im Dezember 2025 erfolgte ein Zweitlisting der Anleihe an der Börse Oslo. Zudem wurde die Finanzierung des litauischen Werks bis 2030 verlängert. Das Eigenkapital sank auf 186,3 Millionen Euro, nach 197,1 Millionen Euro zum Vorjahresende, die Eigenkapitalquote von 33,2 auf 29,7 Prozent.
Für 2026 erwartet Homann einen moderaten Anstieg bei Umsatz und bereinigtem EBITDA. Treiber soll das Werk Pagiriai sein, dessen Auslastung steigen und dessen Anlaufverluste insbesondere im zweiten Halbjahr spürbar sinken sollen. Die Prognose stehe unter dem Vorbehalt anhaltender geopolitischer Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf Kostensteigerungen bei Chemikalien und Transport infolge des Nahostkonflikts, so Homann Holzwerkstoffe.
