Deutsche Telekom und T-Mobile US: Spekulationen kommen bei der US-Seite schlecht an
Die Berichte über einen möglichen Zusammenschluss von Deutsche Telekom und ihrer börsennotierten US-Tochter T-Mobile US stoßen auf Analystenseite auf wenig Begeisterung - zumindest aus Sicht der amerikanischen Aktionäre. Im Raum steht laut Medienberichten eine neue Holdinggesellschaft, die für beide Konzerne ein Übernahmeangebot unterbreiten würde. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
JPMorgan bewertet T-Mobile US weiterhin mit „Overweight” und einem Kursziel von 300 US-Dollar, sieht für den US-Konzern aber keinen strategischen Mehrwert. Aus Sicht der Deutschen Telekom sei die Logik noch nachvollziehbar, für die Aktionäre der T-Mobile US hingegen bedeutete ein solcher Deal vor allem eines: plötzliches Exposure in einem wachstumsschwachen europäischen Markt. Eine hohe Prämie könnte den Deal zwar schmackhafter machen, änderte aber nichts an der strukturellen Schieflage. JPMorgan verweist zudem auf die bereits negative Marktreaktion bei beiden Titeln.
Bernstein Research bleibt bei „Market-Perform” mit einem Kursziel von 245 US-Dollar und fällt ein noch klareres Urteil: Eine Transaktion dürfte per saldo negativ für T-Mobile-Aktionäre ausfallen. Sollte - wie vom Institut für wahrscheinlich gehalten - ein Konglomeratsabschlag entstehen, trügen die Anteilseigner der US-Tochter davon überproportional die Last. Derzeit, so das Institut, überwiegen die offenen Fragen deutlich.
Die Deutsche Telekom Aktie notiert bei 27,77 Euro mit 0,87 Prozent im Plus.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Deutsche Telekom.

Dieser Bericht könnte Sie auch interessieren