MS Industrie: Erwartungen werden angehoben
2025 rechnete MS Industrie mit einem Umsatz von 145 Millionen Euro bis 150 Millionen Euro. Gemeldet werden letztlich rund 145 Millionen Euro (+3 Prozent). Das EBITDA vor Anlaufkosten für den US-Standort liegt bei 6,2 Millionen Euro. Nach Anlaufkosten und Währungseffekten sind es 4,0 Millionen Euro. Die Analysten von GBC sind über das Ergebnis enttäuscht, sie waren von 7,82 Millionen Euro ausgegangen. Das vierte Quartal hat die Zahlen jedoch nach unten gezogen. Hier spielen niedrigere Abrufzahlen die entscheidende Rolle.
Auch der Vorsteuerverlust (nach Anlaufkosten und Währungseffekten) von 5,4 Millionen Euro verfehlt die Erwartungen der Analysten (-1,38 Millionen Euro) klar. In diesem Fall muss die stichtagsbezogene Wertanpassung bei Minderheitsbeteiligungen über -1,3 Millionen Euro berücksichtigt werden.
In Trossingen hat MS Industrie die dortige Betriebsimmobilie gekauft. Damit entfallen jährliche Mietaufwendungen von 2,6 Millionen Euro, allerdings steigen die jährlichen Abschreibungen um 0,9 Millionen Euro an. Der Kaufpreis lag bei rund 20 Millionen Euro. 17 Millionen Euro werden davon fremdfinanziert.
2026 rechnet MS Industrie mit einem Umsatz von rund 155 Millionen Euro. Der Auftragsbestand liegt bei etwa 80 Millionen Euro. Der US-Standort soll rund 5 Millionen Euro zum Umsatz beitragen.
Aufgrund des Immobilienkaufs erhöhen die Analysten ihre EBITDA-Prognose für 2026 von 10,69 Millionen Euro auf 12,64 Millionen Euro. Die Schätzung für 2027 wird von 12,14 Millionen Euro auf 14,74 Millionen Euro angehoben.
Wie bisher steht das Kursziel der Analysten für die Aktien von MS Industrie bei 2,50 Euro. Es gibt zudem weiter eine Kaufempfehlung für den Titel.
Die Aktie von MS Industrie (WKN: 585518, ISIN: DE0005855183, Chart, News) gewinnen auf Xetra 0,8 Prozent auf 1,29 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten gibt die Aktie 22 Prozent nach.
