Pyrum verdoppelt Umsatz, verfehlt aber Jahresprognose
Der Altreifenrecycler Pyrum Innovations hat im Geschäftsjahr 2025 die Erlöse auf 4,1 Millionen Euro nahezu verdoppelt (Vorjahr: 2 Millionen Euro). Darin enthalten sind 2 Millionen Euro aus Beratungsleistungen. Weil im vierten Quartal erwartete Erlöse aus dem Rußprodukt ThermoTireBlack ausblieben, blieb die Gesamtleistung mit 10,6 Millionen Euro im unteren Bereich der angepeilten Spanne von 10 bis 15 Millionen Euro und lag unterhalb des Vorjahreswerts von 11,7 Millionen Euro. Pyrums vorläufiger Jahresverlust auf Konzernebene weitete sich leicht auf 10,5 Millionen Euro aus.
Auf der Liquiditätsseite verbesserte sich dagegen die Lage: Eine im Dezember 2025 abgeschlossene Kapitalerhöhung über rund 13 Millionen Euro hob den Kassenbestand von Pyrum zum Jahresende auf 17 Millionen Euro. Gestiegene Investitionszuschüsse für Arbeitsplätze in Dillingen trugen zudem dazu bei, dass sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf knapp 3 Millionen Euro mehr als verdoppelten.
Strategisch trat Pyrum nach eigenen Angaben vom Freitag in eine neue Projektphase ein: Mit der Gründung zweier Projektgesellschaften in Tschechien und Deutschland sollen die Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Zudem ermöglicht eine neu erhaltene EU-Zertifizierung für das Thermolyseöl TTO künftig dessen Einsatz als Biokraftstoff und erschließt damit ein zusätzliches Marktsegment. Den finalen Geschäftsbericht will das Unternehmen am 8. Mai vorlegen.
Die Pyrum Aktie notiert bei 25,80 Euro.
