Deutsches BIP: Dynamik lässt wegen Zollstreit nach, schnelle Trendwende ist nicht zu erwarten - DZ Bank
Aufgrund von zollbedingten Vorzieheffekten ist Deutschlands Wirtschaft im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen. Diesen Schwung kann Europas ökonomisches Schwergewicht von April bis Juni aber nicht mitnehmen – das hiesige BIP geht um 0,1 Prozent zurück. Laut dem statistischen Bundesamt liegt das an niedrigeren Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. Private und staatliche Konsumausgaben haben dagegen zugenommen.
Hauptgrund für die aktuelle Misere dürfte erneut die Unsicherheit über den Fortgang des Zollstreits zwischen der EU und den USA sein. Im zweiten Quartal hat dies die Exportwirtschaft gehemmt.
Eine schnelle Trendwende ist nicht zu erwarten. Der nun ausgehandelte „Deal“ reduziert zwar die Planungsunsicherheit der deutschen Firmen – mit dem Einfuhrzoll in Höhe von 15 Prozent auf fast alle Güter nehmen die Belastungen im Export aber weiter zu. Immerhin: Wir gehen davon aus, dass die höheren Staatsausgaben für Infrastruktur und Verteidigung Deutschlands Konjunktur ab dem Winterhalbjahr einen Impuls verleihen werden.
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