Die deutsche Industrieproduktion wächst im Oktober ordentlich - Commerzbank


08.12.2021 09:30 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die deutsche Industrieproduktion legte im Oktober um 2,8% gegenüber dem Vormonat zu und beendete damit erst mal den klaren Abwärtstrend der vergangenen Monate. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Minus nur noch 0,6%. Einen großen Beitrag zur höheren Produktion lieferte die Automobilindustrie. Deren Talfahrt scheint vorerst zu Ende zu sein. Im Oktober gab es hier ein kräftiges Plus von 12,6%, und die bereits verfügbaren VDA-Zahlen zeigen, dass es im November einen weiteren, ähnlich starken Anstieg gegeben hat. Darum ist auch für die gesamte Industrie für November mit einer weiteren deutlichen Zunahme der Produktion zu rechnen.

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USA: Stellenangebote (Okt), 16:00 Uhr

Die Ängste um eine Verbreitung der neuen Coronavariante Omikron sind an den Kapitalmärkten gestern etwas kleiner geworden, nachdem Studienergebnisse auf nicht ganz so schlimme Krankheitsverläufe bei Omikron hindeuten. Dies hat die Risikofreude der Anleger erhöht. Die sicheren Staatsanleihen waren daher weniger gefragt. Allerdings blieb der Renditeanstieg meist gering. Deutlicher stiegen die Renditen kurzlaufender Anleihen, vor allem in den USA an. Die Rendite 2-jähriger US-Treasuries näherte sich der Marke von 0,70%. Für die Fed verstärkten sich die Zinserhöhungsspekulationen wieder. Die Zinserhöhungsfantasien unterstützen den US-Dollar. Dabei half auch, dass das US-Handelsbilanzdefizit im Oktober von 81,4 Mrd. auf 67,1 Mrd. US-Dollar massiv zurückging. Verantwortlich war vor allem der kräftige Anstieg der US-Exporte um 8,1% M/M im Oktober. Die Importe stiegen nur um 0,9% M/M. Damit könnte der Außenhandel einen Prozentpunkt (annualisiert) zum US-Wirtschaftswachstum im 4. Quartal beitragen. Der Euro gab gestern zwischenzeitlich um einen halben Cent nach; er ging in Richtung 1,12 US-Dollar zurück. Im späten Handel erholte sich der Euro aber wieder. Zur Stimmungsaufhellung trug auch der überraschend kräftige Anstieg der Industrieproduktion in Deutschland im Oktober um 2,8% M/M bei (siehe dazu „Im Blickpunkt“). Die Stimmung der Finanzexperten hat sich allerdings etwas eingetrübt. So ging der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen von 31,7 auf 29,9 Punkte zurück, jedoch weniger als erwartet. Dagegen ging die aktuelle Lageeinschätzung stark zurück. Auch die Außenhandelsdaten aus China waren erfreulich. Der starke Anstieg der Importe weist auf eine starke Binnenkonjunktur hin. Am Montag hat die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz gesenkt.

Aktien
Hellofresh, Kapitalmarkttag
TUI, Geschäftsbericht 2021

Auch am zweiten Handelstag der Woche setzten die europäischen Aktienbörsen ihren Erholungstrend weiter fort. Vor allem zum Handelsauftakt und dann nach Eröffnung der Wall Street konnten die Kurse deutlich zulegen. Hauptantriebskräfte waren die nachlassende Furcht vor der Corona-Variante Omikron sowie eine besser als erwartet ausgefallene Industrieproduktion in Deutschland. Im Dax 40 gab es unter der Führung der beiden Automobiltitel Porsche (+8,5%) und Volkswagen Vorzüge (+8,6%) fast nur Gewinner. Lediglich die Aktien des defensiven Versorgers RWE (-0,3%) tendierten leicht negativ. Noch stärker als im deutschen Leitindex war die Entwicklung im EuroStoxx 50. Fast alle Branchen im Euroraum konnten deutliche Gewinne verbuchen. Allen voran der IT-Sektor (+6,0%), der damit die leichte Schwächephase der beiden Vorwochen vehement überwinden konnte. Lediglich Immobilienaktien (+0,5%) und Versicherer (+0,9%) blieben bei dieser Dynamik etwas zurück. Auch in den USA konnten die Indizes bereits im frühen Handel deutliche Kursanstiege verzeichnen und setzten damit den starken Trend vom Vortag ansatzlos weiter fort. Auch hier gab es im allgemeinen euphorischen Umfeld nur Gewinner unter den Branchen. Genauso wie im Euroraum waren IT-Titel (+3,5%) die Outperformer und der Basiskonsum (+0,2%) hinkte dieser Entwicklung hinterher. Im Fokus standen die Aktien von Intel (+3,1%). Der Halbleiterkonzern hatte am Vortag verkündet, die Aktien seiner israelischen Tochter Mobileye zur Jahresmitte 2022 an die Börse bringen zu wollen. Die Papiere von Apple (+3,5%) erreichten, getrieben durch den positiven Kommentar einer Investmentbank, ein erneutes Rekordhoch. Auch die asiatischen Börsen verzeichnen heute Morgen in der Breite Kursgewinne.

Daten zum Wertpapier: Konjunktur

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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