Aktien: RWE, Encavis, Grand City Properties, SAF-Holland und Talanx im Fokus - Nord LB

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RWE investiert in den Ausbau des Ökostromgeschäfts bis 2030 rund 50 Mrd. EUR. Bild und Copyright: RWE.

16.11.2021 08:16 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die japanische Wirtschaft ist in Q3 stärker geschrumpft als erwartet. Hintergrund waren vor allem Lieferengpässe. Nach vorläufigen Daten sank das BIP annualisiert um 3,0% gegenüber dem Vorquartal. Der private Verbrauch, der mehr als die Hälfte der japanischen Wirtschaft ausmacht, gab stärker als erwartet um 1,1% nach.

Die chinesische Industrie und auch die Einzelhandelsumsätze sind im Oktober -trotz Engpässen in den Lieferketten- stärker als von Ökonomen prognostiziert, gewachsen. Die Unternehmen stellten 3,5% mehr her als ein Jahr zuvor, teilte das chinesische Statistikamt mit. Die Einzelhändler nahmen 4,9% mehr ein als im Vorjahreszeitraum. Die Aussichten bleiben aber eher getrübt, da neben den Lieferkettenproblemen zunehmend auch wieder Corona-Beschränkungen bremsen könnten.

Rentenmarkt
Robuste US-Konjunkturdaten haben am Nachmittag die Stimmung am dt. Anleihemarkt getrübt und die Kurse fallen lassen. Die stärker als erwartet aufgehellte Industriestimmung in New York hat bei US-Staatsanleihen anfängliche Kursgewinne aufgezehrt und am Ende für Abschläge gesorgt.

Aktienmarkt
Die deutschen Aktienindizes tendierten zum Wochenstart überwiegend freundlicher. Gefragt waren u.a. RWE (+3,42%) nach der Vorstellung neuer Ergebnisziele. DAX +0,34%, MDAX +0,68%, TecDAX -0,13%. Die Angst, dass die US-Notenbank -aufgrund einer robusten Konjunktur- die Zinsen schneller als erwartet anheben könnte, hat die Anleger an der Wall Street zurückhaltend agieren lassen. Dow Jones -0,04%, S&P-500 +/-0,0%, Nasdaq Comp. -0,04%. Nikkei-225 marginal höher bei 29.808 Punkten (+0,11%).

Unternehmen
RWE investiert in den Ausbau des Ökostromgeschäfts bis 2030 rund 50 Mrd. EUR. Die Ökostromkapazitäten sollen dadurch auf rund 50 Gigawatt steigen. Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft lege so jährlich im Schnitt um 9% zu. Bis 2030 soll das Ergebnis auf 5 Mrd. EUR klettern, teilte der Versorger mit.

Der Solar- und Windkraftanlagenbauer Encavis sieht sich nach neun Monaten voll im Plan für das Gesamtjahr. Im bisherigen Verlauf des Jahres kletterten die Erlöse um 11% auf 259,1 Mio. EUR. Grund hierfür war vor allem der Umsatzbeitrag von zwei spanischen Solar-Großanlagen in Höhe von rund 31,7 Mio. EUR. Allein die spanischen Parks konnten damit den witterungsbedingten Umsatzrückgang der Bestandsparks in Höhe von 12,2 Mio. EUR überkompensieren. Das Betriebsergebnis (EBITDA) legte um rund 8% auf 195,4 Mio. EUR zu.

Dank besserer Finanzierungsbedingungen hat Grand City Properties das Ergebnis nach 9 Monaten leicht verbessert und die Jahresziele bekräftigt. Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (FFO I) erhöhte sich um 3% auf 140 Mio. EUR, wie die Immobilienfirma mitteilte. Die Mieteinnahmen sanken aufgrund von Anpassungen des Portfolios leicht auf 276 (279) Mio. EUR.

Der Truck- und Trailer-Zulieferer SAF-Holland profitierte in den ersten neun Monaten von einer weltweiten Belebung des Lkw-Geschäfts. Der Umsatz zog um 30,5% auf 925 Mio. EUR an, die bereinigte Gewinnmarge (EBIT) lag bei 7,7%. Vorstandschef Geis rechnet auch in Q4 mit einer hohen Nachfrage nach den Anhängerachsen. „Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass der Kostendruck durch den Anstieg der Rohstoff- und Frachtkosten hoch bleiben wird und wir die gestiegenen Rohstoffkosten erst mit zeitlicher Verzögerung weitergeben können”, sagte er.

Trotz der Belastungen durch die Flutkatastrophe gibt sich Talanx nach neun Monaten optimistischer als zuletzt. Der Nettogewinn werde im Gesamtjahr am oberen Ende der erst im August auf 900 bis 950 Mio. EUR erhöhten Spanne liegen, teilte der Versicherungskonzern mit. Von Januar bis September steht ein Konzernergebnis von 723 (520) Mio. EUR in den Büchern. Die gebuchten Bruttoprämien lagen bei 35,2 (33,0) Mrd. EUR.

Devisen
Positive Konjunkturdaten aus den USA und die erneute Absage der EZB an eventuelle Zinserhöhungen im kommenden Jahr haben den Euro gegenüber dem US-$ weiter fallen lassen.

Öl / Gold
Die weiterhin im Raum stehende Möglichkeit, durch eine Teilfreigabe der strategischen US-Reserven, die Ölpreise zu drücken, hat am Ölmarkt für rückläufige Notierungen gesorgt. Der Goldpreis hat sich auf hohem Niveau stabil gehalten.

Daten zum Wertpapier: RWE St.
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Ticker-Symbol: RWE
WKN: 703712
ISIN: DE0007037129


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