Am Morgen: Brenntag, Inditex, H&M und Konjunkturdaten im Blickpunkt - Nord LB Kolumne

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Brenntag hat erneut die erst im Juni angehobene Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

16.09.2021 07:53 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Regionale Corona-Ausbrüche und gestörte Lieferketten bremsten im August die chinesische Wirtschaft. So wuchsen die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze so schwach wie seit rund einem Jahr nicht mehr. Die Produktion der Industriebetriebe erhöhte sich um nur noch 5,3% (Juli: +6,4%) und blieb damit deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen, die im Schnitt ein Plus von 5,8% prognostiziert hatten. Die Einzelhändler setzten nur 2,5% mehr um. Hier hatten die Erwartungen im Schnitt bei +7,0% gelegen.

Nach Ansicht des Ifo-Instituts werden die deutschen Verbraucherpreise in diesem Jahr um durchschnittlich 3,0% -und damit so stark wie seit 28 Jahren nicht mehr- steigen. Ifo-Konjunkturchef Wollmershäuser begründete den Anstieg mit Basiseffekten, die aus extrem niedrigen Energiepreisen und der temporären Mehrwertsteuersenkung in 2020 resultierten. Das Institut geht davon aus, dass die Teuerungsrate im kommenden Jahr -mit dem Wegfall der Sonderfaktoren- auf 2,0 bis 2,5% sinken werde. Ob andere Faktoren die Preise stärker treiben als prognostiziert, sei noch unsicher, hieß es weiter.

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion im Juli kräftiger ausgeweitet als erwartet. Die Unternehmen stellten 1,5% mehr her als im Vormonat, teilte Eurostat mit. Volkswirte hatten einen deutlich geringeren Anstieg erwartet, nachdem es im Juni revidiert ein Minus von 0,1% gegeben hatte. Im Vorjahresvergleich gab es ein sattes Plus von 7,7%.

Rentenmarkt
Deutsche Staatsanleihen haben zur Wochenmitte die Kursgewinne des Vortages wieder abgegeben. U.a. wurden sie durch eine besser als erwartet ausgefallene europäische Industrieproduktion belastet. Über den Prognosen liegende Wirtschaftsdaten haben US-Bonds am Berichtstag belastet. Hinzu kam die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten.

Aktienmarkt
Nach einem zunächst weitgehend ruhigen Handel hat der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag deutlicher nachgegeben. Belastet haben u.a. schwache chinesische Wirtschaftsdaten, die bei den Anlegern Konjunktursorgen hervorriefen. DAX -0,68%, MDAX -1,18%, TecDAX -0,88%. Nach einem eher verhaltenen Auftakt konnten die Indizes an der Wall Street im Handelsverlauf zulegen. Vor allem besser als erwartet ausgefallene Konjunkturindikatoren und höhere Notierungen bei Ölwerten haben zu den Kursgewinnen beigetragen. Dow Jones +0,68%, S&P-500 +0,85%, Nasdaq-Comp. +0,82%. Am japanischen Aktienmarkt ging es den zweiten Tag in Folge abwärts. Der Nikkei-225 verliert akt. 0,63% auf 30.320 Punkte.

Unternehmen
Brenntag hat erneut die erst im Juni angehobene Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Aufgrund einer anhaltend starken Geschäftsentwicklung rechnet der Chemikalienhändler für 2021 nun mit einem operativen Gewinn (EBITDA) von 1,260 bis 1,320 (bisher: 1,160 bis 1,260) Mrd. EUR. Organisches Wachstum, erwartete Effizienzsteigerungen und der Ergebnisbeitrag bereits abgeschlossener Akquisitionen seien darin enthalten, hieß es.

Die spanische Bekleidungskette Inditex hat im ersten Halbjahr deutlich zulegen können und dabei die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Bei einem um 49% auf 11,9 Mrd. EUR erhöhten Umsatz erreichte der Nettogewinn 1,27 Mrd. EUR, nachdem im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres noch ein Verlust von 195 Mio. EUR angefallen war. Kleiner Wermutstropfen am Rande: Der Gewinn liegt noch um 17,5% unter dem Wert von 2019. Das Unternehmen sieht aktuell eine Fortsetzung des positiven Trends: Im Zeitraum vom 01.08. – 09.09. gab es einen Erlösanstieg um 22%.

Die schwedische Modekette H&M kam in Q3 des lfd. GJ wegen der Corona-Beschränkungen nur schwer in Fahrt. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr zwar um 9% auf 55,585 Mrd. SEK, blieb damit aber immer noch um 11% unter dem Ergebnis des Vor-Corona-Jahres 2019. Analysten hatten einen höheren Umsatzanstieg erwartet.

Devisen
Der Euro profitierte von den Industrieproduktionszahlen im Gemeinschaftsraum im Juli.

Öl / Gold
Eine schwächere US-Währung und rückläufige USLagerbestände sorgten am Ölmarkt für positive Stimmung. Der Goldpreis beendete den Handel mit leichten Verlusten.

Daten zum Wertpapier: Brenntag
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Ticker-Symbol: BNR
WKN: A1DAHH
ISIN: DE000A1DAHH0

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