MSCI Emerging Markets-Index stabilisiert sich im August 2021 - Commerzbank

Börse Hongkong: Der MSCI China-Index und der MSCI Hongkong-Index wiesen aber auch im August mit einem Verlust von 0,1% bzw. 1% eine Underperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index auf. Bild und Copyright: Kapi Ng / shutterstock.com.

Börse Hongkong: Der MSCI China-Index und der MSCI Hongkong-Index wiesen aber auch im August mit einem Verlust von 0,1% bzw. 1% eine Underperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index auf. Bild und Copyright: Kapi Ng / shutterstock.com.

03.09.2021 09:06 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Der Börsenmonat August hat sich in diesem Jahr von einer angenehmen Seite gezeigt. Der MSCI Welt-Index legte im Berichtsmonat um 2,4% zu. Auch der zuletzt sehr gebeutelte MSCI Emerging Markets-Index gewann 2,4% und wies damit gegenüber dem MSCI Developed Market-Index (+2,3%) sogar eine kleine Outperformance auf. Die Schwellenländerbörsen hatten in den vergangenen Monaten stark unter den Regulierungsmaßnahmen im Reich der Mitte und anderen chinaspezifischen Faktoren (u.a. geringeres Kreditwachstum) sowie dem festeren US-Dollar und einer steigenden Zahl von Covid-Neuinfektionen gelitten. Der MSCI China-Index und der MSCI Hongkong-Index wiesen aber auch im August mit einem Verlust von 0,1% bzw. 1% eine Underperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index auf, auch wenn sich zuletzt eine leichte Entspannung bei den großkapitalisierten chinesischen IT-Unternehmen abzeichnete. Die Lage bleibt hier aber kurzfristig recht fragil. Auf Sektorenebene hatten in den Emerging Markets Finanzwerte mit einem Plus von 6,1% die Nase vorn. Defensive EM-Aktien (+2,5%) wiesen gegenüber zyklischen EM-Aktien (+0,5%) eine Outperformance aus. Um steigende Inflationsraten zu bekämpfen, erhöhten zahlreiche Notenbanken im August 2021 (abermals) den Leitzins, darunter Korea (25 Basispunkte), Brasilien (100 BP), Mexiko (25 BP) und Chile (75 BP). Während die Börsen in China und Hongkong wegen der oben beschriebenen Belastungsfaktoren auch im August 2021 eine Underperformance aufwiesen, legte der MSCI Taiwan-Index um 3,9% zu (Halbleiter: +5,7%). Der MSCI Südkorea Index verlor dagegen 1,6%. Hier belastete u.a. die restriktivere Notenbankpolitik. Auslandsinvestoren zogen verstärkt Gelder vor allem aus dem IT-Sektor ab. Der MSCI Indien-Index glänzte hingegen mit einem Plus von 10,9%; er profitierte vor allem von einer regen Nachfrage nach Finanzaktien (+12,2%). Die Region ASEAN (+5,5%) hatte den besten Monat im Jahr 2021.

Anleihen
China: Caixin, Dienstleistungen (Aug), 3:45 Uhr
Euroraum: Einkaufsmanager Dienstl. (Aug), 10:00 Uhr
USA: Arbeitsmarktreport (Aug), 14:30 Uhr
USA: ISM, Dienstleistungen (Aug), 16:00 Uhr

Trotz der recht soliden Konjunkturdaten insbesondere aus den USA gingen die Bundrenditen am Nachmittag zurück. Bundesanleihen und US-Staatsanleihen schlossen wenig verändert. Entsprechende Anleihen mit 10-Jahren Laufzeit liefern aktuell Renditen von -0,38% bzw. 1,29%. Die Schwäche des US-Dollars dauert dennoch an. Mit aktuell 1,188 USDollar je Euro notiert er gut einen Cent höher als vor einer Woche. In den USA lagen die Erstanträge auf Arbeitslosengeld in der Woche zum 28. August mit 340.000 etwas unter den Anträgen der Vorwoche (354.000). Die Pandemie behindert den internationalen Handel weiterhin: Die Abfertigung in einigen Häfen stockt, in Malaysia darf in den Fabriken nur mit 60% Auslastung gearbeitet werden, Lieferketten leiden unter Produktionsengpässen. Dies berichteten am Mittwoch die US-Firmen im Rahmen des ISM-Berichts. Dennoch belebten sich die US-Exporte (+1,0% zum Vormonat), während die Importe leicht nachgaben (-0,2% zum Vormonat). Damit sank das Handelsbilanzdefizit von revidiert 73,2 Mrd. im Juni auf 70,1 Mrd. US-Dollar im Juli. Insgesamt dürfte der Außenhandel einen kleinen Wachstumsbeitrag im dritten Quartal liefern. Die Auftragseingänge in der US-Industrie (factory orders) legten im Juli um 0,4% zu. Der Zuwachs war somit leicht höher als erwartet. Ohne die volatilen Aufträge für den Fahrzeugbau gerechnet, betrug der Anstieg sogar 0,8%. Die Wirtschaftslage im chinesische Dienstleistungssektor hat sich gemessen am Einkaufsmanagerindex deutlich verschlechtert. Der von der Caixin-Gruppe ermittelte Index fiel im August auf 46,7 Punkte (Juli: 54,9 Punkte).

Aktien
Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die europäischen Aktienmärkte traten gestern insgesamt auf der Stelle. Im Fokus der Investoren steht der US-Arbeitsmarktbericht, der am heutigen Freitag veröffentlicht wird. Möglicherweise bringt auch der anstehende Indexumbau bei Dax und MDax noch etwas Bewegung. Als wesentlichen Einflussfaktor auf die Geldpolitik sieht die amerikanische Notenbank Fed die Beschäftigung. So hat die deutlich geringere Anzahl neu geschaffener Stellen, vermeldet vom privaten Dienstleister ADP, dafür gesorgt, dass die Märkte ihre Erwartungen im Hinblick auf den heute anstehenden Arbeitsmarktbericht reduziert haben. Die vermeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA wiesen in etwa den erwarteten Rückgang auf. Bei leicht freundlicherer Eröffnung an der Wall Street bewegten sich die europäischen Aktienmärkte in einer sehr engen Bandbreite (+0,5% Niederlande bis unverändert Schweiz). Auf europäischer Sektorenebene lagen Energietitel mit 1,5% im Plus, gefolgt von Gesundheit (+0,5%), während Immobilienwerte mit -0,7% Verluste hinnehmen mussten. Im nahezu unveränderten deutschen Leitindex (+0,1%) stellte die Aktie von Covestro (+3,3%) den Tagesgewinner dar. Vonovia war der schwächste Wert mit -1,8%. Der MDax (+0,3%) erklomm einen neuen Rekordstand, die Aktien des Pandemie-Gewinners Shop Apotheke (+3,0%) standen im Vordergrund, während TeamViewer (-2,4%) und Auto1 (-2,3%) am unteren Ende lagen. Auf Top-Niveau präsentierten sich die US-Börsen. Der Dow Jones-Index (+0,4%) nahe am Rekord und der S&P500 mit einer temporären Bestmarke (+0,3%). Der technologielastige Nasdaq 100 konnte sich knapp behaupten. Auf Sektorenebene (S&P500) waren Energiewerte mit +2,5% stark gefragt, während Technologietitel als einzige Branche leicht im Minus lagen. Die Börsen Asiens notierten uneinheitlich, der Nikkei 225 stieg um 2% auf 29.128 Indexpunkte.

Daten zum Wertpapier: Commerzbank
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Ticker-Symbol: CBK
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Die Lieferengpässe haben die Stimmung der im Strukturwandel steckenden deutschen Autobauer und ihrer Zulieferer im August deutlich abkühlen lassen. Das entsprechende Ifo-Barometer sackte auf 28,8 Punkte ab, nachdem es im Juli noch bei 56,4 Zählern gelegen hatte. Das ist der schlechteste Wert seit April, hieß es vom Ifo-Institut. Die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich hingegen marginal von 6,7 auf 7,1 Punkte verbessert. Die Schweizer Wirtschaft hat in Q2 -dank vieler Lockerungen der Corona-Einschränkungen- zulegen können. Nach vorläufigen Zahlen stieg das BIP gegenüber dem Vorquartal um 1,8%, nachdem es in Q1 nach revidierten Zahlen um 0,4% zurückgegangen war. Volkswirte waren mit ihrer Prognose von 2% noch etwas optimistischer gewesen. Die deutschen Maschinenbauer haben im Juli ihre Aufholjagd fortgesetzt. Die Auftragseingänge haben sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt 37% verbessert, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ... diese News weiterlesen!

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