CureVac hält an Zulassungsantrag für CVnCoV fest - Verlust steigt deutlich

Weiterhin plant CureVac, trotz der schwachen Ergebnisse einen Zulassungsantrag für CVnCoV bei der Europäischen Arzneimittelagentur zu stellen. Bild und Copyright: CureVac.

Weiterhin plant CureVac, trotz der schwachen Ergebnisse einen Zulassungsantrag für CVnCoV bei der Europäischen Arzneimittelagentur zu stellen. Bild und Copyright: CureVac.

16.08.2021 13:40 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter auf Twitter 

CureVac schließt das zweite Quartal 2021 mit einem Vorsteuerverlust von mehr als 152 Millionen Euro ab. Dies geht aus den heute vom Tübinger Biotech-Unternehmen vorgelegten Zahlen hervor. Im Vorjahreszeitraum lag das Vorsteuerminus noch bei 12 Millionen Euro. Von April bis Juni kam CureVac auf 22,4 Millionen Euro Umsatz nach 34,5 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zugleich sind die Kosten von 37,7 Millionen Euro auf mehr als 170 Millionen Euro gestiegen, vor allem im Zusammenhang mit dem COVID-19 Impfstoffkanddaten CVnCoV, der enttäuschende Ergebnisse abgeliefert hat - wir berichteten. Per Ende Juni weist das Unternehmen knapp 1,36 Milliarden Euro Cash und cashgleichen Mitteln aus.

Weiterhin plant CureVac, trotz der schwachen Ergebnisse einen Zulassungsantrag für CVnCoV bei der Europäischen Arzneimittelagentur zu stellen. „Während die kürzlich veröffentlichten finalen Daten unserer zulassungsrelevanten Phase 2b/3-Studie die Erwartungen für ältere Teilnehmer nicht erfüllen konnten, zeigte unser COVID-19-Impfstoffkandidat der ersten Generation, CVnCoV, in der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren ein solides Wirksamkeitsprofil”, sagt Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac, am Montag. Derzeit übermittele man Daten an die Agentur. Wann mit einer Entscheidung über einen solchen Antrag zu rechnen ist, ist derzeit völlig offen. Experten geben dem Impfstoff aufgrund der schwachen Daten aus den klinischen Tests keine großen Chancen.

COVID-19 Impfstoffkandidat CV2CoV soll noch 2021 in die klinische Studienphase gelangen

Zudem hat CureVac am Montag Daten aus vorklinischen Tests mit dem COVID-19 Impfstoffkandidaten der sogenannten „zweiten Generation” vorgelegt - das Projekt läuft bei den Tübingern unter dem Namen CV2CoV und soll im vierten Quartal 2021 in die erste klinische Testphase gebracht werden. „Die Studie untersuchte Cynomolgus-Affen nach einer Impfung mit je 12μg des Impfstoffkandidaten der ersten oder zweiten Generation. Es wurde festgestellt, dass CV2CoV im Vergleich zum Impfstoffkandidaten der ersten Generation, CVnCoV, angeborene und adaptive Immunantworten besser aktiviert und damit ein schnelleres Einsetzen der Immunantwort, höhere Antikörpertiter und eine stärkere Aktivierung von B- und T-Gedächtniszellen erzielt”, so CureVac.

In der US-Vorbörse notiert die Indikation für die CureVac Aktie aktuell bei 64,70 Dollar nach einem Schlusskurs bei 58,80 Dollar vom Freitag. CureVacs Aktien notieren weit unter dem Allzeithoch, das schon im Dezember des vergangenen Jahres bei 151,80 Dollar erreicht wurde. Vor allem die schwachen klinischen Daten von CVnCoV haben den Aktienkurs des Biotech-Unternehmens abstürzen lassen. Zuletzt konnte dieser sich von 48,33 Dollar auf zwischenzeitlich erreichte 67,57 Dollar erholen.

Daten zum Wertpapier: CureVac
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Ticker-Symbol: CVAC
WKN: A2P71U
ISIN: NL0015436031

Lesen Sie mehr zum Thema CureVac im Bericht vom 17.06.2021

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CureVac veröffentlicht Finanzergebnisse des zweiten Quartals und ersten Halbjahres 2021 und informiert über seine Geschäftsentwicklung






16.08.2021 / 13:10



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