Eurozone: Einkaufsmanagerindex trotzt der Delta-Variante - VP Bank

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Die Wachstumsraten stehen unter Volldampf. Die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraumes steigt jetzt mit grossen Schritten aus dem Corona-Loch. Bild und Copyright: telesniuk / shutterstock.com.

24.07.2021 12:40 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone fällt im Juli von 63.4 auf 62.4. Der Index für den Dienstleistungssektor steigt von 58.3 auf 60.4. Der aus beiden zusammengefasste vorläufige Composite-Index steigt als Folge von 59.4 auf 60.6.

Da geht noch was. Wer glaubte, dass dem Einkaufsmanagerindex auf den bereits erreichten hohen Niveaus die Puste ausgeht, wird eines Besseren belehrt. Selbst die Ausbreitung der Delta-Variante kann derzeit dem Konjunkturbarometer nichts anhaben. Das Wachstumshoch ist noch nicht überschritten.

Augenfällig ist allerdings die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Ländern. Die deutsche Wirtschaft strotzt derzeit nur so vor Kraft. Sowohl der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe als auch derjenige für den Dienstleistungssektor legen weiter zu. Erstaunlich ist, dass selbst die Industrie nochmals obendrauf satteln kann; der entsprechende Index verbessert sich seit der kleinen Delle im Mai Monat für Monat.

Anders sieht es hingegen in Frankreich aus. Beide Indizes – sowohl derjenige für das verarbeitende Gewerbe also auch derjenige für den Dienstleistungssektor – geben nach. Allerdings sei angemerkt: Der Rückgang erfolgt auf hohem Niveau. Die französische Wirtschaft scheint aber ihr Wachstumshoch hinter sich zu lassen. Damit belastet die Industrie der Grande Nation auch den Gesamtindex der Eurozone.

Die Wachstumsraten stehen unter Volldampf. Die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraumes steigt jetzt mit grossen Schritten aus dem Corona-Loch. Der Dienstleistungssektor profitiert von Nachholeffekten und einem gutlaufenden Tourismus. Die Delta-Variante scheint bislang keine grössere Belastung zu sein.

Selbst die Knappheit an Vorprodukten und Rohstoffen setzen dem verarbeitenden Gewerbe nicht ernsthaft zu. Doch so schön die Wachstumsparty derzeit ist, alles hat einmal ein Ende. Der Einkaufsmanagerindex für den Juli dürfte wohl das vorläufige Hoch bilden. Mit einem abrupten Abbruch der wirtschaftlichen Erholung ist aber selbst im vierten Quartal nicht zu rechnen.

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