Sommerpause bei Edelmetallen? - Stabilitas-Kolumne

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Der Edelmetallsektor entwickelte sich im Juni deutlich schwächer als im Vormonat. Der Goldpreis ging auf 1.770,30 US-Dollar pro Feinunze zurück. Bild und Copyright: ijp2726 / shutterstock.com.

05.07.2021 11:32 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Gold und Silber bei Anlegern weniger gefragt als im Vomonat | Basismetalle entwickelten sich uneinheitlich | Ölpreis erklimmt neue Höchststände

Der Edelmetallsektor entwickelte sich im Juni deutlich schwächer als im Vormonat. Der Goldpreis ging auf 1.770,30 US-Dollar pro Feinunze zurück. Damit hat sich das Edelmetall gegenüber dem Vormonat um 7,1 Prozent verbilligt. Auch der Preis für Silber notierte zum Monatsende niedriger und schloss mit einem Minus von 6,8 Prozent bei 26,14 US-Dollar pro Feinunze. „Bei Edelmetallen haben wir den Aufwärtstrend verlassen und sind in eine Konsolidierungsphase zurückgefallen. Die überraschend starke Konjunktur weltweit hat das Interesse der Anleger an Gold reduziert zugunsten von Risikoanlagen wie Aktien oder Bitcoin“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Beim Blick auf die Entwicklung der Minenaktien im Juni ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei den physischen Edelmetallen. „Auch die Minenaktien haben im Juni deutliche Kurseinbußen verzeichnet. Infolge des Kursrückgangs ist jedoch die fundamentale Bewertung der Minenaktien noch günstiger geworden. Dies ist eine gute Gelegenheit zum Nachkaufen, denn in der zweiten Jahreshälfte erwarten wir wieder steigende Kurse“, erklärt Siegel.

Der Preis für Platin hat sich im Juni im Vergleich zum Vormonat um 9,5 Prozent deutlich verbilligt und lag am Monatsende bei 1.077,50 US-Dollar pro Feinunze. Anders sah die Nachfrage bei Palladium aus. Der Preis lag zum Monatsende bei 2.784,50 US-Dollar pro Feinunze und notierte mit 1,8 Prozent etwas niedriger als zuvor. „Das Interesse für Platinmetalle ist bei den Investoren deutlich zurückgegangen, weshalb Platin derzeit überraschend schwach notiert. Beim Palladium hingegen ist die Nachfrage noch relativ stabil“, meint der Experte Siegel.

Ingesamt entwickelten sich die Basismetalle im letzten Monat uneinheitlich. Der Preis für Blei etwa stieg im Juni auf 2.319,50 US-Dollar (+5,0 Prozent). Das Industriemetall Kupfer hingegen verbuchte einen Preisrückgang auf 9.385 US-Dollar (-7,6 Prozent). Der Preis für für Aluminium erhöhte sich weiter auf 2.505,10 (+0,9 Prozent). Der Preis für Zink dagegen schloss bei 2.945,50 US-Dollar (-3,0 Prozent). Der Nickelpreis stieg weiter auf 18.211 US-Dollar (+2,2 Prozent). „Nach den kräftigen Preisanstiegen im Vormonat gibt es nun uneinheitliche Entwicklungen. Insgesamt bewegten sich Basismetalle seitwärts auf hohem Niveau“, ergänzt Siegel.

Auch Brent-Öl hat im Juni weiter zugelegt und beendete den Monat bei einem Preis von 73,47 US-Dollar (+4,5 Prozent) pro Barrel. „Der steigende Ölpreis bestätigt die robuste Weltwirtschaft“, kommentiert Siegel.

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