Böse Buben helfen Versicherern - Commerzbank

Cyber-Crime hat Konjunktur. Gerade im Zuge der aktuellen Pandemie haben die Angriffe auf Netzwerke, Programme und Rechner zugenommen. Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

Cyber-Crime hat Konjunktur. Gerade im Zuge der aktuellen Pandemie haben die Angriffe auf Netzwerke, Programme und Rechner zugenommen. Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

01.06.2021 09:35 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Was die zugegeben verharmlosende Bezeichnung „Böse Buben“ skizziert, hat einen ernsten Hintergrund. Cyber-Crime hat Konjunktur. Gerade im Zuge der aktuellen Pandemie haben die Angriffe auf Netzwerke, Programme und Rechner zugenommen. Fast wöchentlich werden neue Fälle bekannt. Dass dies ein globales Problem ist, verdeutlicht der Hacker-Angriff auf die größte US-Pipeline im Mai 2021. National – die Deutsche Börse berichtet auf der Hauptversammlung von fortwährenden Cyberangriffen – als auch regional (Supermarktkette Tegut in Hessen wurde gehackt – das Odersystem brach zusammen) finden sich Vorkommnisse. In einer weltweiten Umfrage gaben kürzlich 46% der befragten Unternehmen in Deutschland an, bereits mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden zu sein. Die Kriminellen gehen dabei immer spezialisierter und ausgefeilter vor. Nicht selten spielt Bitcoin als „Lösegeld“ eine Rolle. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz dürfte daher hoch bleiben. Dabei geht es nicht nur um die Abdeckung eines vermeintlichen Schadens (Versicherer agieren in diesem noch jungen Markt i.d.R. recht vorsichtig über kleine Losgrößen, Selbstbehalte, Ausschlüsse etc.), sondern auch um Servicedienstleistungen zur Vermeidung von Cyber-Attacken. Damit dürfte dieser Markt für Versicherer hohes Wachstum versprechen.

Anleihen
China: Caixin Einkaufsmanagerindex (Mai), 3:45 Uhr
Australien: Zinsentscheidung Notenbank, 6:30 Uhr
Euroraum: Verbraucherpreise (Mai), 11:00 Uhr
USA: ISM-Index Verarbeit. Gewerbe (Mai), 16:00 Uhr

Die neue Woche begann am Rentenmarkt mit leichten Verlusten für Bundesanleihen. Trotz des allseits präsenten Themas „Inflation“ hallen die Worte mehrerer EZB-Vertreter aus der letzten Woche nach, die sich für eine anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen haben. Damit dürfte der Trend zu höheren Renditen, die auch von steigenden Inflationsraten Unterstützung erhalten, zumindest etwas abgeschwächt werden. In Deutschland werden uns jedenfalls kräftig ansteigende Verbraucherpreise in den nächsten Monaten begleiten. So erhöhte sich die Inflationsrate im Mai stärker als erwartet von knapp 2,0% auf gut 2,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Teilweise ist dies auf einen stärkeren Anstieg der Energiepreise zurückzuführen (gegenüber Vorjahr im Mai +10,0% nach +7,9% im April). Die Mai-Zahlen geben einen Vorgeschmack auf die zweite Jahreshälfte, in der die Inflationsrate streckenweise deutlich über 3% hinausschießen dürfte. Angesichts der fortgesetzten Erholung nach der Coronakrise könnte es in manchen Bereichen wie Pauschalreisen auch Knappheiten geben, welche die Preise nach oben treiben. Für die auf Basis aller Güter berechnete Inflationsrate kommt noch hinzu, dass die Energiepreise in den kommenden Monaten eher noch zulegen dürften, während sie in der zweiten Hälfte 2020 gefallen waren. Wir rechnen in Deutschland für 2021 mit einer Inflationsrate im Durchschnitt von 2,5%. In China zeigen die aktuellen Einkaufsmanagerindizes für den Monat Mai, dass sich die chinesische Wirtschaft allmählich auf dem Niveau von vor der Coronakrise befindet. Allerdings lassen einzelne Unterindikatoren klar die steigenden Kosten für Vorprodukte erkennen.

Aktien
USA: Hewlett Packard Enterprise, Zwischenbericht

In einer zunächst eher langweiligen, bewegungsarmen Börsensitzung neigten die europäischen Aktienmärkte am Montag in der letzten Handelsstunde dann doch zu Schwäche. Allerdings blieben die Umsätze – wie an Börsenfeiertagen in Großbritannien und USA üblich – insgesamt gering, so dass diese vermutlich mehr Zufallsbewegungen entsprang. Der DAX schloss 0,6% tiefer, beim Euro Stoxx 50 waren es – 0,8% und der Stoxx 600 – ohne die britischen Mitglieder – schloss 0,5% unter dem Stand vom Freitag. Im Stoxx 600 gab es keine Gewinnerbranche. Am schwächsten lagen die Versorger (-1,2%). Hier reagierten die Kurse der spanischen Stromerzeuger Endesa (-5,7%) und Iberdrola (-2,7%) auf einen möglichen Regulierungseingriff. Gesundheit (-0,7%) folgte als zweitschwächster Sektor. Im DAX drückten am Ende einige Schwergewichte wie Siemens (-1.7%), Bayer (-1,5%) und SAP (-1,4%). Die Gewinnerbank blieb dünn mit Delivery Hero (+1,1%) als einzigem nennenswerten Gewinner. VW (+1%) profitierte von Marktgerüchten über Börsenpläne von Porsche. In Asien starten die Märkte nach dem überwiegend schwächeren Wochenauftakt meist mit leichten Gewinnen in den Juni. In Japan legt der Topix 0,2% zu. In Hong Kong liegt der Zuwachs bei 0,7%. Die chinesischen Inlandsmärkte haben sich inzwischen aus der Minuszone herausgearbeitet. Der Ölpreis (WTI +2,3%) hat über Nacht weiter zugelegt und ist auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Für Europa zeigen die Indikationen eine leichte Befestigung an. Einiges der gestrigen Abschläge wird dabei wieder draufgesattelt, ohne dass sich klare Favoriten abzeichnen.

Daten zum Wertpapier: Deutsche Börse
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Ticker-Symbol: DB1
WKN: 581005
ISIN: DE0005810055


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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