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Die größten Chancen - Börse München

Ulrich Kirstein mit der Presseschau der Woche. Bild und Copyright: Bayerische Börse AG.

Ulrich Kirstein mit der Presseschau der Woche. Bild und Copyright: Bayerische Börse AG.

02.05.2021 12:01 Uhr - Autor: Ulrich Kirstein  Ulrich Kirstein auf Twitter auf Twitter 

Keine Allzeithochs in Sicht und statt Börsenrallye eher Schleichfahrt hinterm Safety Car, so könnte man die Woche umschreiben. Immerhin gab es am Freitag gleich zwei IPOs in Frankfurt, einmal der Laborbetreiber Synlab aus München und einmal das modische Vehikel einer SPAC, einer „Special Purpose Acquisition Company“ unter 468 SPAC I SE - und „very special“ ist das Gewinn-Risiko-Verhältnis dabei durchaus. „Verhalten“ titelte die Börsen-Zeitung zu Synlab, während Der Aktionär online nachlegte mit "Erst verhalten, aber jetzt geht´s los". Gerne, beide Titel können an der Börse München gehandelt werden.

Schockierend echt

Werthers Echte kennen wir persönlich nur aus der Werbung, denn bei Oma gab es stets Selbstgebackenes. Börse Online kennt dafür Echte Werte und bringt sie auf den Titel: Sachwertanlagen reüssieren zwar seit vierzig Jahren eher weniger, doch vielleicht bricht eine neue Zeit heran, so vermutet es zumindest Börse Online. Wer profitiert besonders vom ausgeprägten Interesse am Börsenhandel? Richtig, die Börsen. Also geht es im Heft auch um den Erfolg der Deutschen Börse und der NASDAQ. Focus Money bietet uns nichts weniger als „Die größte Chance aller Zeiten“ und weiter: „Corona und die Folgen: Wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren“! Im Heft lernen wir, dass der Titel von Marc Friedrich, Autor des gleichnamigen Buches, entlehnt ist. Mit Friedrich gibt es ein ausführliches Interview unter der Überschrift „Spätrömische Dekadenz eskaliert die Krise – dann wird es besser!“. Vor dem Weiterlesen wird gewarnt: Es könnten „schockierend-erhellende Fakten“ folgen. Sollte also nächste Woche kein Presseecho mehr erscheinen…

Trautes Heim

Während insbesondere einige US-Banken ihre Belegschaft wieder in den Büros zurückhaben wollen, Goldman-Sachs-Chef David Salomon bezeichnet das Arbeiten im Homeoffice als „Irrweg“ (Bloomberg), steht die ING für Homeoffice auch nach der Pandemie (Finanzbusiness.de), genau wie die Deutsche Bank, die ebenfalls das Modell beibehalten will. In den Unternehmen ist es wie in der Belegschaft - die einen schätzen Homeoffice, die anderen sind viel lieber ausschließlich im Büro. Die Süddeutsche Zeitung wirbt passend zum 1. Mai damit, dass die Arbeitnehmer am Montag daheimbleiben sollen, und zwar nicht im Homeoffice, sondern einfach im verlängerten Wochenende. Ein Gutes hätte das: Es gäbe dann keine Montagsautos mehr, die öfter in der Werkstatt als in der Garage stehen. Nichts mit dem Homeoffice zu tun hat ein neuer Trend, den die Augsburger Allgemeine unter Geld & mehr ausgemacht hat: Pilze züchten im Kaffeesatz. Was manchmal unfreiwillig passiert, wenn man einen Kaffeefilter im Büro vergisst und im Homeoffice weilt, wird jetzt zur Passion. Kaffeesatzlesen mit erweiterter Funktion also.

Vrdmmt!

Unter der Überschrift „Vrkfn! Vrkfn! Vrkfn!“ macht sich die Börsen-Zeitung über den Namenswechsel von Standard Life Aberdeen zu Abrdn mit gewissem Recht lustig. Die Marke Standard Life wurde bereits veräußert und mancher Fondsbesitzer dürfte, so die Börsen-Zeitung, durchaus an „vrkfn“ gedacht haben. Die „Erfindung“ von Vokalen brachte einmal eine Erleichterung der Schrift mit dem engeren Bezug zum Gesprochenen, die unserer Erinnerung nach den Phöniziern zugesprochen wurde, von denen sich die Griechen dann das Alphabet abschauten. Jetzt verabschieden wir uns wieder davon, nach kaum 3.700 Jahren. Ihre Brse Mnchn!

Karten legen

Dumm gelaufen, unser Sohn hat sich in früheren Zeiten nur für Fußballkarten interessiert. Ach hätte er doch in Pokémon-Karten investiert, die sind heute manchen Sammlern bis zu 400.000 Euro wert, so berichtet Focus Money. Allerdings nur, wenn es schon bei der Ausgabe im Bündel seltene Karten waren und sie sich in hervorragendem Zustand befinden. Da hätten auch die Fußballkarten wenig Chancen auf Höchstpreise, so verknittert wie die WM-Sieger von 2014 heute schon sind - also die Karten, nicht die Fußballer. Aufbewahren sollte man hingegen, so in Börse Online zu lesen, soweit noch vorhanden (und im ordentlichen Zustand) IKEA-Kataloge, denn die gibt es künftig nicht mehr in gedruckter Form. Und wer weiß, vielleicht finden sich dafür einmal Sammler, die sie neben dem Otto-Katalog horten?

Autor der Presseschau: Ulrich Kirstein, Bayerische Börse AG

Daten zum Wertpapier: Börse München

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Bayerischen Börse AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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