Am Morgen: Archegos Capital, Credit Suisse, BMW, Daimler und VW im Fokus - Nord LB Kolumne

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer haben im März Fahrt aufgenommen. Das entsprechende Barometer für die Branche stieg im März auf plus 7,9 Punkte, nach minus 0,4 im Februar, wie das Ifo-Institut mitteilte.. Bild und Copyright: SP-Photo / shutterstock.com.

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer haben im März Fahrt aufgenommen. Das entsprechende Barometer für die Branche stieg im März auf plus 7,9 Punkte, nach minus 0,4 im Februar, wie das Ifo-Institut mitteilte.. Bild und Copyright: SP-Photo / shutterstock.com.

07.04.2021 08:41 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Sie erreicht inzwischen fast das Niveau von vor einem Jahr, als die Pandemie ihren Anfang nahm, wie der Handelsverband Deutschland zu der Befragung von 2.000 Konsumenten mitteilte.

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer haben im März Fahrt aufgenommen. Das entsprechende Barometer für die Branche stieg im März auf plus 7,9 Punkte, nach minus 0,4 im Februar, wie das Ifo-Institut mitteilte. Gleichzeitig ist der Blick nach vorn aber nicht mehr so optimistisch wie zuletzt: Der Indikator sank auf 19,1 Punkte (Februar 37,3 Punkte).

Der chinesische Dienstleistungssektor hat sich im März trotz Inflationsdruck weiterhin erholt. Einer Umfrage zufolge stieg der Geschäftsoptimismus, zudem stellten Firmen mehr Mitarbeiter ein. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex (PMI) verbesserte sich auf 54,3 von 51,5 im Februar und stieg damit auf den höchsten Wert seit Dezember. Analysten erwarten eine starke Erholung der chinesischen Wirtschaft für das gesamte Jahr.

Die US-Industrie hat im Februar weniger Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen sanken um 0,8% im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,5% gerechnet, nach einem Plus von 2,7% im Januar.

Die Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds schneller von der Coronavirus-Krise erholen als noch im Januar gedacht. Nach dem historischen Einbruch 2020 dürfte die Weltwirtschaft dieses Jahr um 6,0% zulegen, 2022 dann noch um 4,4%. Das sind 0,5 bzw. 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Januar erwartet. Treiber sind die USA und China. Auch die Schätzungen für Deutschland und die EuroZone wurden nach oben gesetzt, allerdings nur leicht.

Rentenmarkt
Positive europäische Konjunkturdaten und die Anhebung der Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft durch den Internationalen Währungsfonds haben am Markt für deutsche Staatsanleihen zu leichten Kursverlusten geführt. US-Treasuries haben am Berichtstag Kursgewinne erzielt. Dabei fiel die Rendite der 10-jährigen Anleihe auf 1,67%.

Aktienmarkt
Die Indizes am deutschen Aktienmarkt haben auch am ersten Handelstag nach dem langen Osterwochenende zugelegt und dabei u.a. von guten US-Konjunkturzahlen der vergangenen Tage profitiert. Dabei gelang es dem DAX zwischenzeitlich, erstmals die Marke von 15.300 Punkten zu überspringen. Am Ende ging es vom Höchststand fast exakt 100 Punkte nach unten, was aber immer noch ein Plus von 0,70% bedeutete. DAX +0,70%, MDAX +0,54%, TecDAX +0,35%. Starke US-Absatzzahlen im ersten Quartal stützten die Automobilwerte: VW Vz. +2,24%, BMW +1,05%, Daimler +0,19%.

Nach den jüngsten Rekordständen gab es an den US-Börsen geringfügige Gewinnmitnahmen. Dow Jones -0,29%, S&P-500 -0,10%, Nasdaq-Comp. -0,05%. An der Spitze des Dow gewannen Nike 1,51%, McDonald´s stiegen um 1,34%. Die Aktien von Snap, dem Betreiber von Snapchat, verbesserten sich nach einer Höherstufung um 5,1%. Der Nikkei 225 präsentiert sich aktuell mit leichten Kursgewinnen bei 29.733 Punkten (+0,13%).

Unternehmen
Der Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archegos Capital kommt die Credit Suisse teuer zu stehen. Die Schweizer Großbank verbucht in dem Zusammenhang eine Belastung von 4,4 Milliarden Franken. Für das erste Quartal stellte das Institut einen Vorsteuer-Verlust von rund 900 Millionen Franken in Aussicht. Credit Suisse setze das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von mindestens einer Milliarde Franken aus und kürze die für 2020 geplante Dividende. Risiko-Chefin Lara Warner und Investmentbanking-Chef Brian Chin verlassen das Institut.

Devisen
Freundliche europäische Konjunkturdaten und anziehende Aktienmärkte haben die Notierung des Euro gestützt.

Öl / Gold
An den Ölmärkten war nach dem schwachen Montag eine Gegenbewegung feststellbar. Das lag vor allem an der Erhöhung der Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft durch den Internationalen Währungsfonds. Gold präsentierte sich ohne große Sprünge, notierte jedoch zumindest etwas fester.

Daten zum Wertpapier: Credit Suisse
WKN: 876800
ISIN: CH0012138530

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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