Am Morgen: Aroundtown, Deutsche Wohnen, Krones und Zooplus im Fokus - Nord LB Kolumne

Die frustrierende Corona-Realität drückt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Bild und Copyright: Rokas Tenys / shutterstock.com.

Die frustrierende Corona-Realität drückt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Bild und Copyright: Rokas Tenys / shutterstock.com.

26.03.2021 08:24 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Das Konsumklima-Barometer der GfK für April sieht einen Anstieg um 6,5 auf minus 6,2 Punkte. Die Aussagekraft dürfte allerdings angesichts des Erhebungszeitraums vor der jüngsten Lockdown-Verlängerung eher beschränkt sein. "Der erneute harte Lockdown wird dem Konsumklima schwer schaden und die aktuelle Verbesserung ein Strohfeuer bleiben", hieß es.

Die Schulden des deutschen Staates sind vor dem Hintergrund der Kosten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie 2020 deutlich angestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte hatten zum Jahresende Verbindlichkeiten von 2.171,8 Mrd. EUR. Damit erhöhten sich die Schulden um 14,4% oder 273,1 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr.

Die Baubranche ist trotz der Corona-Pandemie gut ins Jahr gestartet. Die Aufträge für das Bauhauptgewerbe wuchsen im Januar inflations-, saison- und kalenderbereinigt um 2,0% zum Vormonat und damit zum 6.Mal in Folge. Im Vergleich zum Januar 2020 gab es ein Wachstum von 1,5%.

Rentenmarkt
Die eingetrübte Stimmung an den Aktienmärkten sorgt für Zulauf bei deutschen Staatstiteln. Seit einer Woche legen die Kurse am US-Anleihemarkt tendenziell zu – gestern gab es eine Unterbrechung. US-Staatsanleihen konnten ihre frühen Gewinne nicht behaupten. Ein Grund war eine freundlichere Wall Street.

Aktienmarkt
Die frustrierende Corona-Realität drückt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Dennoch schaffte es der DAX nach einem nervösen Handelsverlauf zwischenzeitliche Verluste von fast 1,3% auszubügeln. Letztlich kam die Unterstützung vom amerikanischen Aktienmarkt.

Auch an der Wall Street ging es gestern bewegt zu. Je nachdem ob Konjunkturhilfen, Corona-Massenimpfungen und die Normalisierung der Wirtschaft oder eine schärfere Regulierung in bestimmten Branchen, mögliche Steuererhöhungen, eine hohe Staatsverschuldung und Inflation von den Investoren höher gewichtet wurden, änderten sich die Vorzeichen. Letztlich stand ein Plus auf der Tafel. Der Nikkei 225 startete freundlich in den letzten Handelstag der Woche mit 29.176,70 Punkten.

Unternehmen
Aroundtown litt 2020 unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das operative Ergebnis (FFO I) fiel, vor allem wegen eines a.o. Aufwands (nicht eingezogene Mieten bei Hotelimmobilien), auf 358 (446) Mio. EUR. Begünstigt durch die Fusion mit TLG Immobilien kletterte der Nettomietertrag um 31% auf 1,003 Mrd. EUR. Im laufenden Jahr erwartet Aroundtown einen FFO I zwischen 340 und 370 Mio. EUR.

Beim Immobilienkonzern Deutsche Wohnen ist das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (FFO I) 2020 nur leicht auf 544,1 (Vorjahr: 553,1) Mio. EUR zurückgegangen. Das Immobilienportfolio verzeichnete eine Wertsteigerung von rund 1,9 Mrd. EUR. Der Berliner Mietendeckel hat zu einem Rückgang der Bestandsmiete im Gesamtportfolio um 4,1% auf durchschnittlich 6,70 EUR pro Quadratmeter geführt. Für 2021 rechnet das Management mit einem stabilen FFO I.

Krones hat die Vorab-Zahlen bestätigt. Demnach verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 16,1% auf 3,32 Mrd. EUR. Nach einem Plus von 9,2 Mio. EUR im Vorjahr gab es 2020 einen Nettoverlust von 79,7 Mio. EUR. Im laufenden Jahr erwartet Krones ein Umsatzwachstum von 2,5 bis 3,5% und eine verbesserte Ertragskraft.

Zooplus konnte 2020 den Umsatz um 18% auf 1,80 Mrd. EUR steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sprang dabei auf 63,3 (11,8) Mio. EUR. Netto blieben 18,7 Mio. EUR übrig, nach einem Verlust von 12,1 Mio. EUR im vorangegangenen Jahr. Zooplus bekräftigte die Ziele für 2021 und rechnet mit einem Umsatz von 2,04 bis 2,14 Mrd. EUR.

Devisen
Die nur langsamen Impffortschritte in Europa und die nicht enden wollenden Lockdowns belasteten den EUR. Zusätzlich hält die USD-Stärke den EUR unter Druck. Die Gemeinschaftswährung rutschte erstmals seit November unter 1,18 EUR.

Öl / Gold
Trotz der anhaltenden Blockade des Suezkanals durch einen Frachter sind die Ölpreise wieder zurückgekommen. Die anhaltende Stärke des US-$ belastete Gold weiter.

Daten zum Wertpapier: Aroundtown SA
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Ticker-Symbol: AT1
WKN: A2DW8Z
ISIN: LU1673108939

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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