Gold testet Bodenbildung: Trotz Inflationsgespenst angeschlagen - Donner & Reuschel

Chart-Experte Martin Utschneider zum Goldpreis:  „Kurz- bis mittelfristig scheint nun aber bei 1.794 der „Deckel“ drauf zu sein. Langfristig (auf Monatsbasis) könnten dann wieder die magischen 2.000 USD angesteuert werden.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

Chart-Experte Martin Utschneider zum Goldpreis: „Kurz- bis mittelfristig scheint nun aber bei 1.794 der „Deckel“ drauf zu sein. Langfristig (auf Monatsbasis) könnten dann wieder die magischen 2.000 USD angesteuert werden.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

18.03.2021 17:01 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Das „gelbe Edelmetall“ gilt weltweit als Krisenwährung schlechthin. In der Historie stieg der Goldpreis in Krisenzeiten oftmals relativ deutlich bis sehr stark an. Er sank dann wieder, wenn eine Krise abflaute. Die aktuell von den internationalen Notenbanken ausgehende Geldpolitik sowie die weiter unsichere Corona-Lage haben aktuell scheinbar nur mittelbaren Einfluss auf den Goldpreis. Der Goldpreis hat sich seit August 2020 tendenziell nach unten entwickelt. Seit dem damaligen Allzeit-Hoch bei 2.075 USD gab der Goldpreis bis zu 24 Prozentpunkte ab. Nun scheint sich bei 1.671 USD ein Boden gebildet zu haben. Von diesem Niveau ausgehend könnte sich nun das 62,8%-Fibonacci-Retracement bei 1.794 USD als nächstes Kurzfristziel erweisen.

Die markttechnischen Indikatoren zeugen mittelfristig von einer herausfordernden Gemengelage. Der Trendfolgeindikator MACD weist momentan eine neutrale Tendenz aus. Die Slow-Stochastik zeigt sich nach der jüngsten Stabilisierung leicht überkauft.

Eins war, ist und bleibt allerdings ebenso sicher: Das Gold wird trotz aller Schwankungen der Vergangenheit auch in der mittel- bis langfristigen Zukunft ein werthaltiges Investment bleiben. Sollten sich die Unsicherheiten in Verbindung mit dem Corona-Virus und damit einhergehender Wirtschaftseinbußen sowie den weiter aufkeimenden Inflationsphantasien verschärfen, dann könnte das doch noch ein Treiber für den Goldpreis werden. Kurz- bis mittelfristig scheint nun aber bei 1.794 der „Deckel“ drauf zu sein. Langfristig (auf Monatsbasis) könnten dann wieder die magischen 2.000 USD angesteuert werden.

- Nächste charttechnische Widerstände: 1.764, 1.794, 1.826, 1.858, 1.962
- Nächste charttechnische Unterstützungen: 1.711, 1.671, 1.612, 1.557
- Oberes Bollinger-Band: 1.813, Mittleres Bollinger-Band: 1.740 und Unteres Bollinger-Band: 1.667
- 100-Tage-Linie: 1.833 und 200-Tage–Linie: 1.859 sowie: 38-Tage-Linie: 1.780
- MACD: neutral | RSI: neutral I Slow-Stochastik: überkauft I Momentum: negativ
- Ichimoku-Hyo-Kinko: negativ
- (Trailing-) Stopp-Loss: 1.711, 1.671, 1.612, 1.557 (je nach individueller Risikoaffinität)

Primärtrend: Abwärtsmodus scheint gestoppt
Sekundärtrend: 1.826 USD – 1.671 USD
Tertiärtrend (heute): 1.764 USD im Test
Bodenbildung bei 1.671 USD
Langfrist-Perspektive: 1.962 / 2.000 USD

Daten zum Wertpapier: Feinunze Gold
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Ticker-Symbol: XAUUSD
WKN: 965515
ISIN: XC0009655157

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse Capital Markets bei Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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