Am Morgen: Reise-Aktien, Aareal Bank, Telefonica Deutschland und Puma im Fokus - Nord LB Kolumne

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Gefragt waren die bisherigen Verlierer der Corona-Krise, wie z.B. Reisewerte (Fraport +6,3%). Bild und Copyright: Fraport.

25.02.2021 08:52 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die deutschen Unternehmen wollen wegen des Lockdowns weitere Arbeitsplätze abbauen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer (mtl. Umfrage unter 9.000 Unternehmen) fiel im Februar zum dritten Mal in Folge um 0,6 auf 94,5 Punkte. Der Lockdown koste vor allem im Einzelhandel Jobs, hieß es vom Institut.

Steigende Exporte und die anhaltend starke Bautätigkeit haben die dt. Wirtschaft in Q4 stärker wachsen lassen als bislang angenommen. Das BIP stieg von Oktober bis Dezember um 0,3% (bisherige Erwartung: +0,1%) zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Gesamtjahr 2020 schrumpfte das BIP um 4,9% (bisherige Schätzung: -5,0%).

Das deutsche Staatsdefizit ist 2020 in der Corona-Krise kleiner ausgefallen als erwartet. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 139,6 Mrd. EUR mehr aus als sie einnahmen. Eine erste Schätzung war von einem Minus von 158,2 Mrd. EUR ausgegangen. Die Summe entspricht einem Defizit von 4,2% des BIP.

Rentenmarkt
Nach einem zunächst ruhigen Auftakt sind die Kurse am deutschen Anleihenmarkt am Nachmittag unter Druck geraten und damit den Vorgaben der US-Anleihen gefolgt. Jüngste Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell, die auf eine weiter extrem lockere Geldpolitik hindeuten, konnten die Kursverluste bei US-Staatsanleihen nicht stoppen. Dennoch konnten die Verluste begrenzt werden.

Aktienmarkt
Marktteilnehmer blendeten die Sorgen vor einer steigenden Inflation zur Wochenmitte aus. Nach den beiden letzten schwächeren Tagen drehten die Vorzeichen am deutschen Aktienmarkt wieder ins Plus. DAX +0,80%, MDAX +0,36%. Gefragt waren die bisherigen Verlierer der Corona-Krise, wie z.B. Reisewerte (Fraport +6,3%), während auf der Verliererseite die vermeintlichen Gewinner der Corona-Krise standen (Delivery Hero -3,02%).

In der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen kehrten Anleger an die Wall Street zurück. Dow Jones +0,30%, S&P-500 +1,14%, Nasdaq +0,99 %. Nikkei 225 freundlicher bei 30.168,27 Punkten.

Unternehmen
Die auf Finanzierungen von Büros und Hotels spezialisierte Aareal Bank musste im abgelaufenen Jahr wegen der CoronaPandemie einen Verlust von 75 (Vorjahr: +248) Mio. EUR hinnehmen. Das Minus geht maßgeblich auf eine signifikant erhöhte Risikovorsorge von 344 (2019: 90) Mio. EUR zurück, hieß es. Das Neugeschäftsvolumen lag mit 7,2 Mrd. EUR um 500 Mio. EUR unter dem Vorjahr. 2021 sieht der Finanzierer optimistisch entgegen und erwartet ein Betriebsergebnis in einer Spanne von 100 bis 175 Mio. EUR.

Bei Telefonica Deutschland sind die Umsätze 2020, u.a. wegen eines guten Festnetzgeschäfts in der Corona-Krise, um 1,8% auf 7,53 Mrd. EUR gestiegen. Das bereinigte Betriebsergebnis (OIBDA) verbesserte sich um 0,2% auf 2,32 Mrd. EUR. Das Nettoergebnis lag bei 328 Mio. EUR nach einem Verlust von 212 Mio. EUR im Vorjahr. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Betriebsergebnis leicht anziehen, könnten bei ungünstiger Entwicklung aber auch nur stagnieren, hieß es vom Unternehmen.

Der Sportartikelhersteller Puma hat sich 2020 beim Umsatz trotz der Corona-bedingten Ladenschließungen gut gehalten. Währungsbereinigt sanken die Erlöse um lediglich 1,4% auf 5,23 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hingegen brach auf 209 (440) Mio. EUR ein. "Die Pandemie ist leider immer noch präsent und wirkt sich negativ auf unser Geschäft aus", sagte CEO Gulden. Puma gehe trotz einer erwarteten Erholung im zweiten Halbjahr daher nur von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Das EBIT und der Nettogewinn sollen aber wieder deutlich steigen, hieß es weiter.

Devisen
Von der überraschend guten Entwicklung der deutschen Wirtschaft in Q4 konnte der Euro zunächst profitieren, gab die Zuwächse aber weitgehend wieder ab.

Öl / Gold
Die Ölnotierungen legten zu, obwohl in den USA die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche überraschend gestiegen sind. Gestützt wurden die Preise laut Händlern durch gesunkene Lagerbestände in anderen Teilen der Welt. Der Goldpreis gab nach und rutschte unter die 1.800 USD-Marke.

Daten zum Wertpapier: Fraport
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ISIN: DE0005773303

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